Breitbandausbau noch dieses Jahr Schnelles Internet für Hasbergen

Von Horst Troiza

Ein Schaltkasten mit der Vectoring-Technik, wie dieser in Zukunft an vielen Straßen auch in Hasbergen stehen soll. Foto: Mareen Fischinger/Deutsche Telekom AGEin Schaltkasten mit der Vectoring-Technik, wie dieser in Zukunft an vielen Straßen auch in Hasbergen stehen soll. Foto: Mareen Fischinger/Deutsche Telekom AG

Hasbergen . Im Werksausschuss machte Bürgermeister Holger Elixmann die Mitglieder mit dem Sachstand zum Thema der Breitbandversorgung in Hasbergen bekannt. Der Kostenrahmen für den Ausbau wird mit 78000 Euro beziffert, wovon die Gemeinde 11000 zu tragen hat.

Es wird vielen Einwohnern der Gemeinde wie Musik im Ohr klingen: Noch in diesem Jahr könnte es mit dem Ausbau für das schnelle Internet losgehen, vorbehaltlich der Rat in seiner Sitzung am 23. Juni erteilt seine Zustimmung. Im Werksausschuss waren schon mal alle Mitglieder für den Plan und erteilten ihre Zustimmung.

Förderung geregelt

„Die Förderlandschaft ist klar, die Kosten ebenfalls. Da macht es Sinn, Eile an den Tag zu legen“, leitete Elixmann ein. Mitte Mai hatten Landkreis und Gemeinden die Basis für den Ausbau des Breitbandnetzes gelegt und dabei die Kosten für die finanzielle Leistung der Kommunen präzisiert. Hasbergen als kleine Flächengemeinde hat 11000 Euro zu tragen, als Formel für die Berechnung wurde nämlich ein Euro pro Bürger zugrundegelegt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 78000 Euro, die aus Fördermitteln kommen.

Glasfaser – zum Teil

Damit soll das Gemeindegebiet mit einem schnelleren und vor allem leistungsfähigeren Kabelnetz ausgestattet werden. Gegenwärtig haben manche Nutzer nur eine Übertragungsgeschwindigkeit von 2 bis 16 Megabits zur Verfügung, weil das Netz aus Kupferkabeln besteht. Diese Technologie soll durch den Einsatz von Glasfaserkabeln abgelöst werden. Das Angebot einer holländischen Firma für den Breitbandausbau mit Glasfaserkabel bis zum Endkunden lehnte der Ausschuss ab, da man befürchtet, die Leitungen könnten bei einer Verlegetiefe von 30 Zentimetern insbesondere in den hochfrequentierten Gewerbegebieten Hasbergens zu anfällig für Störungen und Schäden etwa durch den Lkw-Verkehr sein.

DSL-Technik zu langsam

Bisher ist es so gewesen, dass Kupferkabel zum sogenannten Kabelverzweiger, jenen bekannten grauen Kästen am Straßenrand, führen und von dort aus ebenfalls Kupferleitungen zu den Gebäuden gelegt sind. Diese DSL-Technik ist vor allem in ländlichen Gebieten vorzufinden. Beim normalen DSL-Anschluss beträgt die maximale Übertragungsgeschwindigkeit 16 Mbit/s Download und 1 Mbit/s Upload. Und noch ein Nachteil: Je weiter ein Nutzer vom Kabelverzweiger entfernt wohnt, desto geringer wird das Datenvolumen.

Ausschuss setzt auf VDSL

Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll das Breitbandnetz auch außerhalb der Ballungszentren ausgebaut werden. In einem ersten Schritt werden die alten zu den Kabelverzweigern gelegten Kupferkabel gegen solche mit Glasfaser ausgetauscht. Die sogenannte „letzte Meile“, also bis zum Gebäude, bleibt als Kupferkabel bestehen. Diese sogenannte VDSL-Technik macht derzeit rund 50 Mbit/s Down- sowie 10 Mbit/s Upload möglich. Das ebenfalls mögliche VDSL2-Verfahren bietet sogar eine noch höhere Datenrate von bis zu 200 Mbit/s, dazu muss aber auch die „letzte Meile“ Kupferkabel durch eine spezielle Kanalcodierung störunempfindlicher gemacht werden.

Das könne aber, so Elixmann, nur langfristig geschehen. „Ziel ist, für alle Bürger eine Datenrate von 50 Mbit/s zur Verfügung zu stellen. Das lässt sich schnell realisieren“.


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