Momente im Bild festgehalten Elena Weinhardt arrangiert Fotokunst in Hasbergen

In ihrem Fotostudio Provence hält Elena Weinhardt besondere Momente für Ihre Kunden im Bild fest. Foto: Michael PohlIn ihrem Fotostudio Provence hält Elena Weinhardt besondere Momente für Ihre Kunden im Bild fest. Foto: Michael Pohl

Hasbergen. „Wer friert uns diesen Moment ein?“ Die Anfangszeile aus dem Lied „Auf uns“, von Andreas Bourani steht sinnbildlich für die Arbeiten von Elena Weinhardt. In Ihrem Fotostudio Provence in Hasbergen hält sie bewegende Moment ihrer Kunden im Bild fest.

Bis die im Januar 1978 in Kasachstan geborene Weinhardt ihr eigenes Studio in der Hüggelgemeinde eröffnete, musste die Fotografin einen weiten Weg zurück legen. Bis zu ihrem 20. Lebensjahr wuchs Weinhardt in der westsibirischen Stadt Surgut auf. Das Leben in der Stadt ist vor allem geprägt durch die Olindustrie und der unmittelbaren Lage am Fluss Ob. Nach bestandenem Abitur machte sich Weinhardt mit ihrer Familie gen Westen auf.

Schwieriger Anfang in Deutschland

In Deutschland kam die Familie zunächst in der ehemaligen DDR in der Nähe von Rostock unter. Die schlechte wirtschaftliche Lage enttäuschte die Aussiedler jedoch. Durch einen glücklichen Zufall fand Weinhardt mit ihrer Familie Arbeit und Unterkunft im Umland des Hüggels. Fortan bemühten sie sich um eine stetige Integration in die deutsche Gesellschaft. Aber es sollte fast neun Jahre dauern, bis Weinhardt überhaupt einen Sprachkurs angeboten bekam. Dieser ermöglichte es ihr dann 2009 ein Praktikum in einem Osnabrücker Fotostudio. Zwar machte sie zunächst nur kleinere Arbeiten und Probeaufnahmen, doch entdeckte sie dabei ihre berufliche Bestimmung. Denn durch die Tätigkeit mit der Kamera kam Weinhardt ganz zwanglos mit der Bevölkerung in Kontakt.

Großes Ziel erreicht

Zielstrebig verfolgte die Sie ihren beruflichen Wunsch, als professionelle Fotografin arbeiten zu können. Nach zahlreichen Kursen und Fortbildungen hatte Weinhardt 2014 ihr Ziel erreicht. Spricht man heute mit ihrem Umfeld, so überwiegt der Respekt ihrer Freunde vor der autodidaktischen Leistung Weinhardts.

Im Jahr 2015 bot sich ihr die Möglichkeit der Übernahme geeigneter Räume im Gesundheitszentrum an der Osnabrücker Straße (L89). Seither setzt die Fotografin Themen aus allen Bereichen stimmungsvoll in Szene. Die Bandbreite ihrer Arbeiten reicht dabei von Babyfotos im Stil einer Anne Geddes, über die klassische Hochzeitfotografie, bis zu Arrangements von besonderen privaten Bildern.

Arbeit ist Motor für gelungene Integration

Für Weinhardt ist ihre Arbeit mehr als nur das Ablichten der Protagonisten. „Schöne Momente in Bildern festzuhalten, gibt mir Kraft für den Alltag.“ Durch den regen Austausch mit ihren Kunden biete sich ihr immer wieder die Chance auf eine noch bessere Integration. Daher verwundert es nicht, dass die Wünsche der jungen Geschäftsfrau für ihre berufliche Zukunft sich äußerst bescheiden ausnehmen. Trotz der Sehnsucht nach dem in Russland gebliebenen Teil ihrer Familie, möchte Weinhardt weiterhin im jetzigen Umfang die besonderen Momente ihrer Kundschaft einfangen.


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