30 Krippenplätze Neue Krippe in Gaste soll 1,3 Millionen Euro kosten

Von Frank Muscheid

Der Krippenneubau Hasbergen-Gaste soll rund 1,3 Millionen Euro kosten. Entwurf: Ahrens + Pörtner Architektengesellschaft mbHDer Krippenneubau Hasbergen-Gaste soll rund 1,3 Millionen Euro kosten. Entwurf: Ahrens + Pörtner Architektengesellschaft mbH

Hasbergen. Die neue Krippenanlage neben Schule und Kita Gaste für 30 Krippenplätze soll rund 1,3 Millionen Euro kosten. Die Entscheidung über den Bau fällt der Verwaltungsausschuss am 16. Februar.

Das Okay zur Umsetzung durch die Ahrens + Pörtner Architektengesellschaft mbH in Hilter ist aber fast abgemacht. Denn Verwaltungs-Abteilungsleiterin Mareike Mons verdeutlichte, dass die dann 105 Krippenplätze dringend benötigt werden: Die neue Krippe soll 2017/18 in Betrieb gehen, zu den 18 neuen Plätzen kommen die bisherigen zwölf aus der Kita Gaster Zauberhaus, um dort Platz für eine Caféteria zu haben. Derzeit hält Hasbergen 87 Krippenplätze vor. Die für 2016 eingestellte Million war ein grober Erfahrungswert, erwartet werden 216000 Euro Bundesmittel. Der Ausschuss signalisierte Zustimmung, nahm die neuen und konkreten Zahlen aber in die Fraktionen mit. ( Weiterlesen: Hasberger sind zufrieden mit Schulen und Kitas )

Vorschriften treiben Kosten

Gebäude und Außenbereich sollen rund 1,183 Millionen Euro kosten, davon entfallen jeweils rund 20400 Euro auf Erschließung, 623700 Euro auf Baukonstruktionen, 187000 Euro auf technische Anlagen, 79000 Euro auf Außenanlagen, 84000 Euro auf Ausstattung und 189000 Euro auf Nebenkosten. Hinzu kämen weitere Maßnahmen und Kosten: je rund 27000 Euro für die Erweiterung der Kita-Außenfläche, 96000 Euro für Parkplatz und Zufahrt sowie 9000 Euro für eine Wohnungs-Außenfläche am Schulgebäude, das mit Zaun und Hecke abgetrennt würde. Architektin Astrid Hockemeyer-Stahlhut machte deutlich: „Ein Krippenneubau ist eine ganz andere Gewichtsklasse als ein Einfamilienhaus“: wegen der „Fülle der beteiligten Planer“, der Unfallschutzvorgaben – wie etwa Klemmschutz an allen Türen und rutschsicherer Bodenbelag – oder der besonders haltbaren Elemente aus dem Spezialgroßhandel. Und auch die vorgeschriebene Gebäudedämmung habe über ihre zwanzig Berufsjahre zugelegt, so die Architektin: von sechs auf 20 Zentimeter.

Gemeinsames Außengelände

Kindergarten und Krippe erhalten ein gemeinsames, eingezäuntes Areal mit Außenspielbereich. Dadurch entfiele der jetzige Fußweg von der Breslauer Straße zur Grundschule und Turnhalle. Fußgänger müssten dorthin knapp 400 Meter über Hauptstraße und Stichweg gehen. Um das derzeitige Park- und „Bringproblem“ zu entzerren, sind zwischen Krippengebäude und Hauptstraße bis zu zwölf Parkplätze für Eltern vorgesehen – mit Einfahrt von der Breslauer Straße und Ausfahrt auf die Hauptstraße. Der Parkraum war neben der Baufeste ein Grund, in den nordwestlichen Winkel zu rücken. Gestalterisch sieht das Planungsbüro für den nördlichen Gebäudeteil ein aufgestelltes Dach mit Pfannen vor. So soll es trotz abfallenden Geländes vom Parkplatz aus „sichtbar“ bleiben und optisch der Schule angeglichen werden. Der südliche Teil erhält ein Flachdach. ( Weiterlesen: Drei Varianten für neue Kinderkrippe in Hasbergen-Gaste )

Vom Parkplatz aus soll ein gesichertes Tor zur Kita führen. Eine Tür in die Schule könnte Nebeneingang werden, um Weg zu sparen. Für Marita Benne (CDU) „ein ganz wichtiger Punkt“. „Es gibt die Möglichkeit“, so Mareike Mons, sie einzuräumen hänge aber auch vom Verkehrsaufkommen ab. Das neue Krippengebäude hätte einen überdachten Vorplatz, Windfang, im Norden Personalräume und eine Verteilerküche. Katja Mittelberg-Hinxlage (SPD) dachte eine Frischküche für Kita und Schule etwa in der ehemaligen Hausmeisterwohnung an. Die zentrale Krippen-Halle mit Lichtkuppeln verbindet im Entwurf den Nordteil mit Personaltrakt, Ruhe-, Technik- und Haushaltsräumen mit dem Südteil, der Garten-Schleuse, Waschräume und die flankierenden Gruppenräume enthält. Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Andreas Heckel (CDU) sah die Politik auf dem richtigen Weg: „Der Bedarf wächst stetig“, es gebe immer weniger Tagesmütter. Auch Zauberhaus-Leiterin Claudia Henning-Lücke erklärte, ihr Team freue sich auf den Neubau. ( Weiterlesen: Anbau an Gaster Zauberhaus – Hasbergen plant weitere Krippengruppe )


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