Vorläufige Bilanz auf Adventsfeier Leicht rückläufiger Umsatz bei Amazone aus Hasbergen

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Zur jährlichen Adventsfeier hatte das Amazone-Unternehmen langjährige Mitarbeiter (hier im Bild) sowie Ruheständler eingeladen. Vorn links Christian und Klaus Dreyer, dahinter Justus Dreyer (mit Bart). Foto: Horst TroizaZur jährlichen Adventsfeier hatte das Amazone-Unternehmen langjährige Mitarbeiter (hier im Bild) sowie Ruheständler eingeladen. Vorn links Christian und Klaus Dreyer, dahinter Justus Dreyer (mit Bart). Foto: Horst Troiza

Hasbergen. Jubilare und Ruheständler der Amazonen-Werke waren zur alljährlichen Weihnachtsfeier ins Gästehaus des Unternehmens eingeladen worden. Justus Dreyer, mit Christian Dreyer geschäftsführender Gesellschafter, schilderte dabei in kurzen Worten die Unternehmensentwicklung im ablaufenden Jahr und gab eine vorläufige Prognose für 2016 ab.

Es ist lange Tradition im familiengeführten Unternehmen , in der Adventszeit Firmenjubilare und im Ruhestand befindliche Mitarbeiter zu einer Feier einzuladen. Dies Mal waren 110 Personen diesem Ruf gefolgt und hatten an den stimmungsvoll geschmückten Tischen im Gästehaus des Amazone-Werkes Platz genommen.

Ukraine-Konflikt spürbar

Noch vor Erscheinen des offiziellen Geschäftsberichtes nutze Justus Dreyer die Gelegenheit, den Anwesenden in verkürzter Form einige aktuelle Eckpunkte des Unternehmens zu präsentieren. Demnach ist der Absatz im Landtechnikgeschäft in Europa geschrumpft, was unter anderem mit den Auswirkungen des Ukraine-Konflikts zu erklären ist. Den Markt in der BRD und Österreich bezeichnete Dreyer als gut. Dessen ungeachtet haben sich die Geschäftsbeziehungen zu Abnehmern in Polen entwickelt, ebenso in Irland und in Südosteuropa. Asien, Südamerika und Australien böten ebenso Absatzmärkte. Amazone exportiert etwa 80 Prozent seiner Erzeugnisse ins Ausland.

Leicht rückläufig, aber gut

„In diesem Jahr wird wieder ein guter Jahresumsatz erzielt“, so Dreyer. Dieser wird gegenüber dem Vorjahr (rund 470 Millionen Euro) „leicht rückläufig“ sein. Für 2016 erwartet das Unternehmen wieder einen steigenden Umsatz. Gegenwärtig sind für Amazone weltweit 1800 Mitarbeiter tätig, an den verschiedenen Standorten werden 130 junge Menschen ausgebildet.

Investitionen ins Unternehmen

Als besondere Ereignisse bezeichnete er den vierten Platz im Image-Barometer der Deutschen Landwirtschaftlichen Gesellschaft, das Richtfest in der neuen Farbgebungsanlage in Altmoorhausen, die größte Einzelinvestition des Unternehmens mit 20 Millionen Euro, sowie die Eröffnung einer Tochtergesellschaft in Tianjin in China , wo ein Vertrieb- und Servicestandort entstanden ist. Die Teilnahme an der Agritechnica 2015 in Hannover, der größten Landwirtschaftsausstellung der Welt, sei überaus erfolgreich verlaufen. Das Unternehmen habe, so Dreyer, innovative Produkte vorstellen können, die begeistert aufgenommen worden sind. „Im Umfeld der Agritechnica und der Sima, der größten Ausstellung dieser Art in Frankreich, hat dies temporär zu Lieferengpässen geführt“.

Neues Testzentrum in Gaste

Auch am Standort Gaste entwickelt sich das Unternehmen innovativ. Auf dem Werksgelände wird aktuell ein neues Testzentrum errichtet. Zusätzlich wird ein neuer Parkplatz geschaffen, da für 2016 die Fachausstellung Amatechnica organisiert wird, auf der der Öffentlichkeit weitere innovative Produkte vorgestellt werden.

Ehrungen und Integrationsbeweis

Im Anschluss an den Bericht zeichnete Stephan Evers, in der Geschäftsleitung zuständig für Produktion, Qualitätswesen und IT-Organisation, langjährige Mitarbeiter mit Urkunden aus und überreichte Geschenke. Insgesamt sind 29 Beschäftigte, seit 25 und mehr Jahren für das Unternehmen tätig. Unter denen, die für 25 Jahre Betriebszugehörigkeit ausgezeichnet wurden, sind zehn Mitarbeiter, die nach Ende des Ost-West-Konflikts nach 1989 aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland kamen. „Integration ging schon immer“, kommentierte Evers dies vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingsdebatte.


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