Sicher zur Schule Beim Hasberger Laufbus läuft es immer besser

Von Danica Pieper

Auch bei Regen gut drauf und gut zu Fuß: Der Laufbus der Hasberger Hüggelschule. Foto: Danica PieperAuch bei Regen gut drauf und gut zu Fuß: Der Laufbus der Hasberger Hüggelschule. Foto: Danica Pieper

Hasbergen. Er macht keinen Lärm, er produziert keine Abgase und Benzin braucht er auch keins: Hasbergens neuer Schulbus setzt statt auf Motoren ganz auf Beinarbeit. Beim so genannten Laufbus gehen die Grundschüler in kleinen Gruppen und in Begleitung Erwachsener zu Fuß zur Hüggelschule, was nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch das soziale Miteinander fördern soll.

Seit diesem Schuljahr erprobt Hasbergen den ursprünglich aus Australien stammenden „Walking Bus“. Die teilnehmenden Kinder haben sich schon an das Prinzip gewöhnt: Kaum dass sie an der Haltestelle Fritz-Reuter-Straße/Niedersachsenstraße angekommen sind, strecken sie Silke Holtermann ihre Stempelhefte entgegen. Für jeden Tag, an dem die Grundschüler mitlaufen, erhalten sie einen Stempel. „In den Herbstferien gibt es dafür dann ein Geschenk“, erklärt Holtermann. Die Hasbergerin hatte die Idee des Laufbusses im Bekanntenkreis aufgeschnappt und Katrin Schmidt vom Familienservicebüro den Vorschlag gemacht, diesen auch für die Grundschüler der Hüggelschule anzubieten.

Haltestellen in Wohngebieten

Drei Linien gibt es mittlerweile, eine von der Niedersachsenstraße, eine vom Parkplatz am Friedhof über die Martin-Luther-Straße sowie eine von der Rothenburg. „Damit decken wir alle Wohngebiete ab“, so Schmidt. Ganz wie ein richtiger Bus nehmen die Linien die Schüler an Haltestellen auf. Etwa eine halbe Stunde dauert der Weg bis zur Hüggelschule, den die Kinder bei Wind und Wetter zurücklegen.

Dafür, dass sie an diesem Tag trotz strömenden Regens zu Fuß gekommen sind, gibt es dann auch ein dickes Lob von Schulleiterin Felicitas Dölling: „Toll habt ihr das gemacht!“

Konzentration fördern

Für die Hüggelschule hat der Laufbus gleich mehrere Vorteile. So reduziert er das Verkehrsaufkommen am Schulzentrum, da einige Eltern ihre Sprösslinge nicht mehr mit dem Auto bringen. Wichtiger ist jedoch, dass die Kinder sich an der frischen Luft bewegen und ihre Mitschüler besser kennenlernen. Dass sie schon morgens Gelegenheit haben, ihren Bewegungs- und Erzähldrang auszuleben, soll zudem die Konzentration fördern: „Wir werden schauen, ob man das auch im Unterricht merkt“, so Dölling.

Der Bus mache den Kindern viel Spaß, bestätigten die Begleiterinnen. In der ersten Woche hätten sie teilweise schon nach der Hälfte der Strecke gesagt, dass sie nicht mehr können, mittlerweile höre man nichts mehr: „Die sind schon trainiert“, meint Begleiterin Mareike Joeben.

Begleiter gesucht

Für Eltern ist der Laufbus kostenlos. Wer sein Kind anmeldet, sollte jedoch einmal in der Woche selbst eine Gruppe begleiten. Für die Zukunft suchen die Initiatoren noch Sponsoren, die unter anderem Regenponchos oder Haltestellenschilder finanzieren.

Dringend ist der Bedarf an Ehrenamtlichen, gerne auch Senioren, die die Schüler auf ihrem Weg begleiten. Wer sich engagieren möchte, kann sich an Katrin Schmidt im Familienservicebüro wenden, Telefon: 05405/502-203 oder per E-Mail unter schmidt@gemeinde-hasbergen.de. (Weiterlesen: Gelbe Füße machen Hasberger Schulweg sicherer)


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