Einem Geheimnis auf der Spur Grundschüler proben Theaterstück „Hüggelzwerge“

Die „Stollenschwestern“ schlüpften in ihre farbigen Röcke. Das Umkleiden ging nicht ohne munteres Plaudern und Gekicher vor sich. Foto: Horst TroizaDie „Stollenschwestern“ schlüpften in ihre farbigen Röcke. Das Umkleiden ging nicht ohne munteres Plaudern und Gekicher vor sich. Foto: Horst Troiza

Hasbergen/Hagen/GMHütte. Was ist nur da in der Hüggelschlucht los? Wer sind die Mädchen in den farbigen, langen Röcken? Und warum sprechen all die vielen Kinder von einem Kanarienvogel? Dreht es sich vielleicht um das Geheimnis der Hüggelzwerge?

Ja, richtig, es geht um die Hüggelzwerge, jenes sagenumwobene Volk, das in früheren Tagen im Berg lebte und die dortigen Schätze hütete. 2009 hat die Autorin Birgit Dittrich ein Kinderbuch über das Mädchen Adele geschrieben, deren Kanarienvogel verschwunden ist und die sich auf den Weg macht, ihn wiederzufinden. Unterstützt wird sie dabei von einigen Freunden, denn die Sache ist voller Geheimnisse.

Dieses Buch ist die Grundlage für ein Theaterstück, das Liane Kirchhoff von der Theaterpädagogischen Werkstatt konzipiert hat und nun mit drei Grundschulen aus den Anrainergemeinden des Hüggels in Szene setzt. Die Darsteller kommen aus der Antoniusschule in Holzhausen, der Grundschule Hasbergen-Gaste und der Grundschule St. Martin in Hagen, zusammen 45 Mädchen und Jungen. Sie haben die Texte für die Handlung selbst entwickelt, die beteiligten Pädagogen haben die Vorschläge in die für die Aufführung nötige Form gebracht.

Seit Januar haben die Theater-AGs der Schulen die Handlung separat für sich geprobt. Neben Kirchhoff waren die Theater- und Musikpädagogen Judith Röser und Christine Altevogt sowie Michael Schroth verantwortlich. Jetzt wurden die drei „Ensembles“ zum ersten Mal zusammengeführt und probten gemeinsam am Originalschauplatz in der Hüggelschlucht. Gastgeber war die Familie Jünemann, die gemeinsam mit anderen Unterstützern das Vorhaben überhaupt erst möglich machte. Geprobt wurde an mehreren Stellen im Wald, denn die Darsteller ziehen später mit ihrem Publikum durch den Hüggel, damit die so authentisch wie möglich ist.

„Wir sind allen dankbar, die sich für unsere Sache stark gemacht haben und uns in aller denkbaren Weise unterstützen“, sagte Kirchhoff während einer kurzen Pause am Nachmittag. Es war Zeit für die Kostümprobe, das Umkleiden ging nicht ohne munteres Plaudern und Gekicher vor sich ging. Die Stollenschwestern schlüpften in ihre farbigen Röcke und Trikots, einige sangen mit Schroth, der besser unter seinem Künstlernamen „Heaven“ bekannt ist, das Titelstück „Jeder Wald hat sein Geheimnis“, und wieder andere nahmen einen kleinen, gesunden Imbiss aus Obst und Säften am Tisch ein.

„Es macht riesigen Spaß, weil alles so gut vorbereitet ist“, freut sich die Theaterpädagogin. Die Stimmung ist gut und alle glauben fest an den Erfolg. Am 6. Juli feiert das Stück Premiere, allerdings nur in internen Aufführungen in den daran beteiligten Schulen. Am 19. Juli können sich dann Eltern und andere Verwandte und Freunde in zwei öffentlichen Aufführungen von den Geheimnissen der Hüggelzwerge überraschen lassen.


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