Viertes Mal Deutscher Meister Hasberger Schachschüler sind nicht zu schlagen

Von Danica Pieper

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Fachbereichsleiterin Mareike Mons, Bürgermeister Holger Elixmann und Schulleiter Thorsten Peters gratulieren Schachlehrer Karsten Bertram (hinten rechts) und den Schülern Maximilian Glaßer, Philipp Vaske, Balint Balazs, Tom Messerschmidt, Kilian Böhning, Silas Hindersmann, Thomas Bilek, Max Bilau und Sadat Bilek (von links) zur Deutschen Meisterschaft. Foto: Danica PieperFachbereichsleiterin Mareike Mons, Bürgermeister Holger Elixmann und Schulleiter Thorsten Peters gratulieren Schachlehrer Karsten Bertram (hinten rechts) und den Schülern Maximilian Glaßer, Philipp Vaske, Balint Balazs, Tom Messerschmidt, Kilian Böhning, Silas Hindersmann, Thomas Bilek, Max Bilau und Sadat Bilek (von links) zur Deutschen Meisterschaft. Foto: Danica Pieper

Hasbergen. Der Begriff „Rekordmeister“ fällt im Fußball ja häufiger, auf die Schachschüler der Schule am Roten Berg (SARB) trifft er jedoch genauso zu. In Hamburg gewannen die Hasberger jetzt die Deutsche Meisterschaft im Schulschach – zum vierten Mal in Folge.

Tatsächlich sind die Hasberger schon als der „FC Bayern München des Schulschachs“ bekannt – so zumindest wurden die Oberschüler bei der Siegerehrung der Deutschen Meisterschaft der Haupt- und Realschulen beschrieben. Dort erzielten die Schachspieler Ende April bereits zum vierten Mal in Folge den ersten Platz. „Das ist bisher noch keiner anderen Schule gelungen“, meint Schachlehrer Karsten Bertram. Der Siegertitel ist jedoch nicht der einzige Erfolg für die Oberschüler. Ihre zweite Mannschaft erreichte den siebten Platz, und das, obwohl die Mitglieder erst seit dem Sommer Schach spielen.

Die Deutsche Meisterschaft ist nur der Höhepunkt einer langen Serie von Siegen im vergangenen Jahr. Nach Titeln in den Kreis- und Bezirksmeisterschaften erzielten die Hasberger mit ihren beiden Mannschaften den ersten und zweiten Platz bei der niedersächsischen Landesmeisterschaft . Dafür hatte Bertram Anfänger und Fortgeschrittene gemischt, um wenigstens noch etwas Spannung in das Turnier zu bringen – wo die anderen Mannschaften doch keine Herausforderung für die Oberschüler darstellten.

Auch bei der Deutschen Meisterschaft war die erste Mannschaft der SARB den anderen deutlich überlegen und siegte mit einem Endergebnis von 18:0. Gerade deshalb möchte Bertram im nächsten Jahr wieder bei der Deutschen Meisterschaft für Gymnasien mitmachen. In diesem Jahr hatte die SARB bei der Teilnahme pausiert, da mehrere Schüler ihren Abschluss machten. Der Lehrer ist überzeugt, dass seine Spieler im nächsten Jahr gute Chancen haben: „Es gibt nur wenige Gymnasien, die uns schlagen können.“

Besonders freut Bertram, dass die Oberschüler kürzlich auch vom Landkreis Osnabrück für ihre Erfolge ausgezeichnet wurden: „Normalerweise ehrt der Landkreis nur Sportvereine.“ Auch Bürgermeister Holger Elixmann und Fachbereichsleiterin Mareike Mons gratulierten den Schülern. „Das ist ein Zeichen für die Qualität unserer Oberschule“, so Elixmann.

Jeder Schüler kann Schach spielen

Wichtiger als die Erfolge ist Bertram jedoch die allgemeine Förderung der Schüler. Alle fünften Klassen erhalten von ihm eine Einführung in das Spiel der Könige. Wer Spaß daran hat, kann anschließend in der Leistungsgruppe weitermachen. „Wir sind wohl eine der wenigen Schulen, in denen so gut wie alle Schüler Schach spielen können“, berichtet Bertram. Sogar Schüler, die den Schachunterricht nicht fortführen, nutzten ihre Pausen und Freistunden für eine Partie. Gerade bei Jugendlichen, die sonst Probleme in der Schule haben, fördere Schach die Konzentration und die Motivation, so Bertram: „Wenn das Kind das Spiel mag, kann es viel Positives bewirken.“


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