Zwei ausgebuchte Konzerte Weihnachtskonzert beim Pottbäcker in Hasbergen



Hasbergen. Die Konzerte des Pottbäckers Bernd Niehenke und seiner Band sind beliebt. Beim Weihnachtskonzert der drei sowie des „Holskenball Orchester“ als Gäste wollten sogar so viele mitdabei sein, dass die Musiker kurzfristig ein Zusatzkonzert gaben.

Eigentlich wollten sie nur am Samstag vor Heilig Abend ein Weihnachtskonzert geben, doch aufgrund der großen Nachfrage spielten Bernd Niehenke, Armin Seelig und Willie Knigge alias Willy van Welling sowie das „Holskenball Orchester“ auch am Freitag davor in der ausverkauften guten Stube des Pottbäckers Bernd Niehenke.

Am Samstag saßen vornehmlich „Stammgäste“ und Nachbarn im Ausstellungsraum, die Treppe hinauf und im ersten Rang, sprich im Obergeschoss, um bekannte Songs in mit plattdeutschen Texten und einige Eigenkompositionen der Musiker zu hören.

Beschwingt starteten die Musiker mit einem Potpourri bekannter Weihnachtslieder und Stück „Rut up Land“ (Raus aufs Land), zu dem Niehenke sagte: „Das Stück ist eigentlich die Quintessenz der heutigen Veranstaltung.“ Später erklärte er, wie Günter Borgelt vom „Holskenball Orchester“ seine Kollegen Willi Imhorst und Josef Borgelt überedete, noch einmal ein Gastspiel in der Töpferei zu geben. Statt der erwarteten Motivationsrede habe dieser am Telefon nur erklärt: „Jau, wi möt wieder spielen.“ (Tja, wir müssen wieder spielen.)

Beim Konzert selbst berichtete Günter Borgelt zur Freude des Publikums: „Nachbarn muss man ja aushelfen.“ Dann legten die Herren, die zusammen über 240 Jahre alt sind, los, und das Publikum sang und schunkelte unter anderem bei „Am Weihnachtsbaume“ vergnügt mit. Und als es im zweiten Teil noch eine Zugabe forderte, stellte Borgelt nur trocken fest: „Tja, die Nordseewellen auch noch.“

Aber auch der Pottbäcker, Knigge und Seelig waren gut gelaunt bei der Sache. Sie begeisterten das Publikum unter anderem mit ihrem neuen Weihnachtssong „Nigge Tiäne“ (Neue Zähne) sowie ihren Varianten von „New York, New York“ und „Summertime“. Bei „Elektro Mutz“ besangen die drei den Trend zur E-Zigarette, dem sie selbst allerdings nichts abgewinnen können. Zum Schluss gaben die Musiker nicht nur eine Zugabe, sondern spielten noch rund eine halbe Stunde lang Weihnachstlieder - natürlich auf Platt mit ihren eigenen Texten.


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