Ansiedlung an der A30? McDonald’s will nach Hasbergen

Von Jean-Charles Fays

Wenn McDonald’s und Total kommen, dann würde das auch an der Kreuzung Rheiner Landstraße/Naturbad zu mehr Verkehr führen. Foto: Gert WestdörpWenn McDonald’s und Total kommen, dann würde das auch an der Kreuzung Rheiner Landstraße/Naturbad zu mehr Verkehr führen. Foto: Gert Westdörp

Hasbergen. Die Tankstelle Total will sich mit einem integrierten McDonald’s an der A-30-Abfahrt Hasbergen-Gaste ansiedeln. Diese Pläne wurden der Politik im Hasberger Bauausschuss vorgestellt. Für die Ansiedlung von Teppich Kibek bedarf es einer Änderung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP), weil es die geforderte Verkaufsfläche von 12000 Quadratmeter bislang nicht vorsieht.

Der Bauausschuss hat einstimmig die Darstellung einer Sonderbaufläche für großflächigen Einzelhandel, Tankstelle und Gastronomie in der rund dreieinhalb Hektar großen Gaster Fläche zwischen A 30, Rheiner Land- und Hauptstraße beschlossen. Eine frühzeitige Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung ist geplant.

Bürgermeister Holger Elixmann begrüßt die Ansiedlungspläne der Investoren in dem Gebiet: „Die Attraktivität der Gemeinde direkt angrenzend an wichtige europäische Verkehrsachsen wird beispielsweise dadurch deutlich, dass ein Tankstellenkonzern Hasbergen zum Standort einer Wasserstofftankstelle machen möchte.“ In Hasbergen ist eine von bundesweit 50 Standorten geplant, die die Versorgung von einigen Tausend Brennstoffzellen-Fahrzeugen in etwa vier Jahren gewährleisten soll. „Insofern wird hier in eine erfolgversprechende Zukunftstechnologie investiert“, erläutert Elixmann. Bis dahin seien auch konventionelle Kraftstoffe am Standort erhältlich.

Manfred Ramm vom Ingenieurplanungsbüro IPW stellte in der Sitzung die Ergebnisse einer Verkehrszählung vor, wonach die Rheiner Landstraße den aktuellen Verkehr noch aufnehmen kann. Zu der erwarteten zusätzlichen Verkehrsbelastung durch McDonald’s, Total und Teppich Kibek sagt Elixmann: „Bewusst ist uns, dass vor allem den Verkehrsströmen am Ende der Hauptstraße in Gaste Rechnung getragen werden muss.“ Bei zusätzlichem Verkehr, der in Maßen sicherlich zu erwarten sei, bedürfe es bereits jetzt intensiver Gespräche mit den entsprechenden Institutionen, um eine für den Bereich Gaste positive Lösung zu finden.

Da das RROP des Landkreises Osnabrück für den großflächigen Einzelhandel eine Verkaufsfläche von maximal 5000 Quadratmetern festgelegt hat, wird nun ein sogenanntes „Zielabweichungsverfahren“ durchgeführt. Dabei werden auch die Nachbargemeinden beteiligt und um Stellungnahme gebeten. Erst nach positivem Verfahrensausgang kann eine Verkaufsfläche von 12000 Quadratmetern zur Einzelhandelsnutzung in der Nähe zu Ikea ausgewiesen werden.

Für das Bauleitplanverfahren werden ein Umweltbericht und eine schalltechnische Beurteilung erstellt. Zudem wird wegen des zu erwartenden zusätzlichen Verkehrs eine Verkehrsuntersuchung in Auftrag gegeben.