Ausschuss empfiehlt Gebührensenkung Hasberger Haushalte sparen beim Wasser

Von Frank Muscheid

Die Wasserentsorgung in Hasbergen soll im kommenden Jahr für die Bürger billiger werden. Das hat der zuständige Ausschuss dem Rat einstimmig empfohlen. Symbolfoto: dpaDie Wasserentsorgung in Hasbergen soll im kommenden Jahr für die Bürger billiger werden. Das hat der zuständige Ausschuss dem Rat einstimmig empfohlen. Symbolfoto: dpa

Hasbergen. Ein Hasberger Vier-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Wasserverbrauch von 160 Kubikmetern und 200 Quadratmeter zu entwässernder Fläche wird 2015 voraussichtlich rund 33,60 Euro weniger für Frischwasser, Schmutz- und Regenwasserentsorgung zahlen. Die entsprechenden Satzungsänderungen hat der Ausschuss für Gemeindewerke und Umwelt am Mittwoch dem Rat einstimmig empfohlen.

Der Ausschuss folgt damit dem Verwaltungsvorschlag, einen Frischwassergebührensatz von 96 Cent pro Kubikmeter zu erheben, 24 Cent weniger als derzeit. Demnach würde in der Beispielrechnung der Vier-Personen-Haushalt bei der Frischwassergebühr 38,40 Euro sparen.

Hintergrund ist der Jahresüberschuss 2013 der Wasserwerke Hasbergen von rund 154500 Euro, der innerhalb von drei Jahren in die Kostendeckung einfließen muss. Wolfgang Schneider von der mit der Bedarfsberechnung beauftragten Firma AKU aus Heilbronn erläuterte, dass nur 50 Prozent eingerechnet seien, um eine erneute Gebührenerhöhung 2016 zu vermeiden. Die verkaufte Wassermenge sinke weiter leicht unter den Vorjahreswert von circa 470000 Kubikmetern. 2012 hatten die Gemeindewerke noch rund 480000 Kubikmeter verkauft.

40 Euro weniger Niederschlagswassergebühr müsste ein Besitzer eines zu entwässernden 200-Quadratmeter-Grundstücks laut Ausschussempfehlung ab 2015 zahlen, zehn Cent pro Quadratmeter. Derzeit liegt sie bei 30 Cent. Der Jahresüberschuss 2013 von rund 342000 Euro soll zu 50 Prozent eingerechnet und über zwei Jahre abgebaut werden.

Drauflegen müssten Grundstücksbesitzer aber bei der Schmutzwasserabgabe: 3,28 Euro statt derzeit 3 Euro pro Kubikmeter, der Vier-Personen-Beispielhaushalt jährlich 44,80 Euro mehr. Von rund 506500 Euro auf 1,2 Millionen Euro sind die Kosten und Vorauszahlungen an die Stadt Osnabrück laut Verwaltung von 1999 bis 2012 angestiegen, die Jahresrechnung 2013 weist einen Fehlbetrag von rund 80000 Euro auf, der ebenfalls zu 50 Prozent in die Kalkulation einfließt. Auf Udo Wiedemanns (SPD) Anfrage, warum die Abrechnung der Stadt so spät vorläge – 2013 steht noch aus – wies Kämmerer Jürgen Klein auf die komplexe Abrechnung zwischen Stadt und Stadtwerken hin, für die es wenig Personal gebe. Ausschussvorsitzender Frank Pfeifer (Grüne) begrüßte die einstimmige Empfehlung auf eine Gebührensenkung trotz vieler Investitionen etwa in den Hochwasserschutz.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN