Inklusion kostet mehr Geld Hasbergen: Mensaerneuerung der Schule am Roten Berg verschoben

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Die Mensa der Schule am Roten Berg wird im nächsten Jahr nicht erneuert, das vorgesehene Geld soll nach Wunsch der Schule umgeleitet werden in eine notwendige Maßnahme zur Ertüchtigung des digitalen Schul-Netzwerks. Foto: WestdörpDie Mensa der Schule am Roten Berg wird im nächsten Jahr nicht erneuert, das vorgesehene Geld soll nach Wunsch der Schule umgeleitet werden in eine notwendige Maßnahme zur Ertüchtigung des digitalen Schul-Netzwerks. Foto: Westdörp

Hasbergen. Mit der finanziellen Planung für das kommende Jahr hat sich der Hasberger Ausschuss für Schule und Bildung am Montag im Sitzungssaal der Gemeinde beschäftigt. Bei den Beratungen traten dabei unvorhergesehene Aspekte zutage.

„Ich möchte die positive Zusammenarbeit der Verwaltung mit der Politik sehr gerne fortsetzen“, antwortete der neue Bürgermeister Holger Elixmann (CDU) auf die Begrüßung des Vorsitzenden Hans-Georg Freund (CDU) zu seiner ersten Teilnahme an einer Sitzung des Ausschusses.

Im Anschluss erläuterte Mareike Mons für die Verwaltung die Vorlage des aktuellen Schulhaushaltes 2015. Bei den Beratungen sprach die Leiterin der Hüggelschule Felicitas Dölling den unerwarteten Mehrbedarf an Lehrmaterialien für Kinder mit inklusivem Förderbedarf an. Dafür würden für alle Schulen 1500 Euro benötigt. Weil die Schule am Roten Berg (SARB) mit zwölf Schülern einen ähnlich hohen Anteil an Kindern mit integrativer Beschulung hat, unterstützte der stellvertretende Leiter, Thomas Weißenburg, den Antrag seiner Kollegin auf Bewilligung der entsprechenden Gelder. Grund für die zusätzlichen Kosten seien nach Angaben der Schulvertreter fehlende Erfahrungswerte bei der erst seit dem 1. August praktizierten integrativen Beschulung. Nach kurzer Diskussion verwies der Ausschuss den Antrag zunächst zur wohlwollenden Prüfung an die Verwaltung zurück.

Dölling stellte daraufhin einen zweiten Antrag. Für Fahrten der Schüler zwischen den Standorten Hasbergen und Gaste sollten künftig 1500 Euro im Jahr zur Verfügung gestellt werden. Dabei hob sie die Wichtigkeit gemeinsamer Veranstaltungen für das Schulleben hervor. Mit dem erhöhten Betrag könne möglichen Preissteigerungen der Beförderungsunternehmen auch in Zukunft Rechnung getragen werden. Diesem Antrag gab der Ausschuss noch in der Sitzung statt.

Schnelleres Netzwerk

Eine Änderung in der Investitionsplanung ergab sich hingegen bei der SARB. Eigentlich sollte die Mensa der Schule erneuert werden. 30000 Euro waren im haushalt für die Anstrich, Stühle und Tische vorgesehen. Da sich zurzeit aber die mediale Unterrichtsgestaltung als zum Teil nicht durchführbar erwiesen hat, bat Weißenburg darum, diese Gelder für eine Sanierung des schuleigenen Netzwerkes nutzen zu dürfen. „Das Netz kann die Datenmengen nicht bewältigen und bricht zum Teil zusammen“, so der stellvertretende Schulleiter in seiner Stellungnahme. Für eine Einschätzung der Kosten habe die Schule bereits mit der Firma Elektro Meier erste Gespräche geführt. Weißenburg nannte einen Betrag von 22000 Euro. Auch Elixmann war für eine Verwendung des Geldes auf das Netzwerk: „Im EDV-Bereich gut ausgestattete Schulen sind ein entscheidender Standortfaktor für die Gemeinde.“ Die Mitglieder des Ausschusses teilten die Einschätzung des Bürgermeisters und beschlossen, die weitere Planung in Angriff zu nehmen. Die Mesainvestition wird zurückgestellt für die Haushaltsverhandlungen im nächsten Jahr.

Für die SPD-Fraktion brachte Katja Mittelberg-Hinxlage den Antrag für Bereitstellung von 5000 Euro für eine Neugestaltung des Schulhofs der SARB ein. Allerdings wünschte sie sich dabei die Beteiligung der Schüler etwa mit einem Ideenwettbewerb. Auch in diesem Punkt war sich der Ausschuss einig, in eine weitere Planungsphase eintreten zu wollen.


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