Holger Elixmann: Sein erster Tag Hasberger Bürgermeister gibt seine neue Handynummer preis

Von Jean-Charles Fays


Hasbergen. Dem neuen Hasberger Bürgermeister Holger Elixmann stand die Freude über den ersten Arbeitstag am Montag ins Gesicht geschrieben. Mehr als fünf Monate nach seiner Wahl geht es im November mit einem Sitzungsreigen direkt in die Vollen. Seine Bürgernähe zeigt er, indem er öffentlich seine neue Handynummer preisgibt.

Seine Homepage hat er seit der Wahl am 25. Mai nicht mehr aktualisiert, dafür hält der 44-Jährige die rund 11000 Hasberger über Facebook auf dem Laufenden. „Die Homepage werde ich nun auch endgültig zur Ruhe schicken und mit Facebook verlinken“, sagt er. Über das soziale Netzwerk könne er die Hüggelgemeinde einfacher informieren. Auch die Kommunikation mit seiner Gemeinde ist ihm sehr wichtig. „Ich kenne das von mir: Wenn ich ewig keinen erreiche, dann neige ich dazu, unzufrieden zu werden.“ Deshalb hat er sich zu einem für einen Bürgermeister beachtlichen Schritt entschieden. „Unter der Handynummer 0152-56357318 versuche ich für meine Bürger rundum die Uhr erreichbar zu sein.“ So unterstreicht er, wie wichtig ihm Bürgernähe ist.

Eine Neuerung gegenüber der insgesamt 18-jährigen Amtszeit seines Vorgängers Frank Stiller sei zudem, dass diese Handynummer auch auf der Homepage der Gemeinde www.hasbergen.de veröffentlicht werde. Und wenn er aus terminlichen Gründen mal nicht telefonisch erreichbar sei, dann versuche er mit seinen Bürgern zumindest per E-Mail in Verbindung zu bleiben. Seine neue Adresse: elixmann@gemeinde-hasbergen.de.

Der CDU-Bürgermeister, der die bisherige rote Hochburg so überraschend eroberte, hat die lange Zeit vom 25. Mai bis zum Amtsantritt an diesem Montag auch genutzt, um am ersten Tag direkt seine Bürgermeister-Visitenkarte mit Porträt-Foto präsentieren zu können. Dort gibt er als seine „Dienstanschrift“ die Rathaus-Adresse in der Martin-Luther-Straße an. Die Rückseite zeigt ein idyllisches Landschaftsbild und das Wappen der Gemeinde am Hüggel.

Die Freude über seinen ersten Tag steht dem ehemaligen Meller Barmer-Geschäftsstellenleite r auch ins Gesicht geschrieben. „Ich bin erleichtert, dass es jetzt soweit ist“, betont er. Die Phase seit dem 25. Mai empfand er als sehr lange. „Jetzt starte ich direkt von Null auf Hundert“, sagt er und denkt an die fünf Ausschusssitzungen, die im November anliegen. Dabei sind die Sitzungen des Verwaltungsausschusses nicht einmal mitgezählt.

Als wichtigstes Ziel für dieses Jahr definiert er die Nachfolge für den seit Frühjahr leer stehenden Jibi-Markt in Ohrbeck. „Wir brauchen dort dringend einen Vollversorger, wie es zum Beispiel ein Edeka- oder Rewe-Markt wäre. Die Verhandlungen laufen.“ In 2015 sieht er die Gestaltung der „ Zentralen Mitte“ als wichtigstes Thema.

Der erste Arbeitstag beginnt vergleichsweise ruhig. Nach der Schlüsselübergabe und dem Frühstück mit der Gemeindeverwaltung steht die Unterschriftenmappe und die Einrichtung seines Büros auf der Agenda. Das neue Bild in seinem Büro zeigt die Trainerlegende des VfL Osnabrück, Radoslav Momirski , wie er 1978 auf den fast leeren Rängen des Münchner Olympiastadions steht und seinen größten Triumph mit dem VfL Osnabrück feiert. Die Anzeigetafel in der DFB-Pokal-Partie zeigt das Endergebnis: 5:4 gegen den FC Bayern München. „Das passiert einem nur einmal im Leben“, schwärmt der eingefleischte Fan, der weiterhin die VfL-Heimspiele im Fanradio kommentieren will.