Seit 15 Jahren Vereinspräsident Brockmeyer aus Hasbergen mit Leib und Seele Schütze

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Seit 15 Jahren Präsident: Richard Brockmeyer ist Vorsitzender des Schützenvereins Ohrbeck. Foto: Horst TroizaSeit 15 Jahren Präsident: Richard Brockmeyer ist Vorsitzender des Schützenvereins Ohrbeck. Foto: Horst Troiza

Hasbergen. Der Hasberger Richard Brockmeyer ist mit Leib und Seele Ehrenamtlicher: Seit seinem zwölften Lebensjahr ist er Mitglied im Schützenverein Ohrbeck, seit dem 18. Lebensjahr hat der inzwischen 60-Jährige dort verschiedene Ämter bekleidet und ist nun seit 15 Jahren Vorsitzender des Traditionsvereins.

Das Vereinsleben liegt den Brockmeyers im Blut. Schon der Vater gehörte den Ohrbecker Schützen an, er selbst seit nunmehr 48 Jahren, und seine Tochter macht ebenfalls mit. Als Jungschütze hatte sich der damals Zwölfjährige stark auf den Schießsport konzentriert, fiel aber schnell auch mit seiner Bereitschaft auf, im Verein mitgestalten zu wollen. Im Alter von 17 Jahren übernahm er ein Amt in der Schießsportleitung, rief zu Beginn der 80er-Jahre die Schießsportgruppe der Damen ins Leben und wurde danach Schriftführer. Seit 1999 ist er der Präsident des 126 Jahre alten Vereins.

Beruflich ist Brockmeyer seit Jahrzehnten in leitender Position in der Verlagsbranche tätig. Die Erfahrungen, die er dort inzwischen gesammelt hat, helfen ihm bei der Ausübung seiner ehrenamtlichen Tätigkeit. „Ein wenig funktioniert das Amt eines Vereinspräsidenten ähnlich wie das eines Managers in einem Wirtschaftsunternehmen“, sagt der 60-Jährige.

Der Schützenverein Ohrbeck gliedert sich in drei überaus rege Abteilungen: Schützen, Karnevalisten und Spielmannszug. Da müsse man schon den Überblick behalten können, so Brockmeyer, und vieles bei zeitintensiven Vorstandssitzungen und anderen Versammlungen regeln. Darüber hinaus müssten zukünftige Projekte vorbereitet werden. Gerade erst habe der Vorstand den Vertrag über das Engagement der „Schürzenjäger“ unterschrieben, deren Auftritt der Höhepunkt des Oktoberfestes 2016 sein soll.

„Ein Ehrenamt zu führen wird schwieriger“, weiß Brockmeyer. „Ein Verein wie der Schützenverein hat auf die gesellschaftlichen Veränderungen zu reagieren, um auch in Zukunft sein Fortbestehen sichern zu können.“ Zum Glück hätten sich die Mitgliederzahlen stabilisiert, gegenwärtig stehen die Namen von 220 Mitgliedern in den Listen. „Aber die Veränderungen in der Arbeitswelt zum Beispiel, wenn Mitarbeiter immer häufiger auch am Samstag auf der Arbeitsstelle erscheinen müssen, bringen das Gefüge durcheinander.“

Solchen Herausforderungen könne sich nur ein aktiver Vorstand stellen. „Ich habe zum Glück Leute an meiner Seite, die sich mit aller Kraft einsetzen, sonst würde ich auch aufhören“, sagt der Präsident. Und weil es so ist, will er im Frühjahr noch einmal für das Amt kandidieren.


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