Bandbreite an Möglichkeiten Berufsorientierungsabend der Schule am Roten Berg in Hagen

Von Carolin Hlawatsch

Was genau macht man als Visagist? Der Auszubildende Artur Block zeigt es Schülerin Franziska Ketteler. Foto: HlawatschWas genau macht man als Visagist? Der Auszubildende Artur Block zeigt es Schülerin Franziska Ketteler. Foto: Hlawatsch

Hasbergen. „Ziel des heutigen Abend ist es, dass Schüler auf Augenhöhe mit Auszubildenden sprechen und ihnen Fragen stellen können, die sie einen Ausbildungsleiter nie fragen würden“, erklärte Schulleiter Thorsten Peters bei seiner Begrüßung zum Abend der Berufsorientierung in der Schule am Roten Berg (SARB) Hasbergen.

Zum zweiten Mal organisierte Lehrer Thomas Nachtwey, Fachbereichsleiter Wirtschaft, zusammen mit kooperierenden Unternehmen diese Orientierungsveranstaltung, bei der 15 lokale und regionale Firmen ihre Ausbildungsberufe vorstellten. An den Messeständen, verteilt im ganzen Schulgebäude, standen nicht nur Firmen-Chefs, sondern auch die Auszubildenden den Besuchern Rede und Antwort. „Im letzten Jahr hat sich ein Schüler auf unserem Abend der Berufsorientierung tatsächlich einen Ausbildungsplatz bei einem Elektrounternehmen gesichert, außerdem sind zahlreiche Praktikumsplätze vermittelt worden und das Netzwerk Schule und Wirtschaft wurde gefestigt“, freute sich Schulleiter Peters über die bisherigen Erfolge. Regelmäßig findet zudem an der SARB ein runder Tisch der Berufsorientierung statt, bei dem die Schule mit Unternehmen im Dialog steht.

Bevor die Besucher zu den Messeständen strömten, folgten sie den Vorträgen von drei Auszubildenden, die von ihrem Weg in das Berufsleben erzählten. Maxim Jaschnow (22) der ursprünglich aus Frechen bei Köln kommt, sein Fachabitur aber in Osnabrück machte, beeindruckte die Zuhörer mit seinem zielsicheren Werdegang, der ihn bis zur Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration führte. Bei Rewsan Turgay (21) aus Ostercappeln und David Krabbemeyer (24) aus Osnabrück war nicht von Anfang an klar, welcher Beruf der richtige ist. Schließlich entschied sich Rewsan für eine Ausbildung zur Verkäuferin mit dem Ziel, einmal stellvertretende Filialleiterin zu werden. David ist im dritten Ausbildungsjahr zum Kaufmann im Einzelhandel Filialleiter eines Lebensmittelunternehmens in Gronau.

Beim Abend der Berufsorientierung wurden ganz verschiedene Ausbildungsbereiche vorgestellt. Von der Industriemechanikerin über den Bürokaufmann bis hin zur Altenpflegerin gab es Informationen und Angebote. Franziska Ketteler (13) erkundigte sich bei Artur Block, Auszubildender Friseur mit Schwerpunkt Visagistik über die Anforderungen und ließ sich dann unter staunenden Augen ihrer Freundinnen ein Tagesmakeup verpassen. „Ich weiß ehrlich gesagt noch überhaupt nicht, in welche Richtung es Mal gehen soll“, verriet sie anschließend.

Bei so viel Informationsinput brauchte der ein oder andere Gast Stärkung. Die Schüler der Hauptschulklassen verkauften Getränke und Würstchen, um mit den Einnahem ihre Abschlussfeier zu finanzieren.