Frisches Brot als Renner Hasberger Hof Gösmann öffnet Tore am Denkmaltag

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Frischgebackenes Brot war bei allen Besuchern beliebt: Hobbybäcker Friedhold Ludwig ließ den Ofen nicht ausgehen. Foto: Horst TroizaFrischgebackenes Brot war bei allen Besuchern beliebt: Hobbybäcker Friedhold Ludwig ließ den Ofen nicht ausgehen. Foto: Horst Troiza

Hasbergen. Am Tag des offenen Denkmals stand auch der Hof Gösmann in Hasbergen den Besuchern zur Besichtigung offen. Hofbesitzerin Karin Gösmann führte Interessierte durch das Wohnhaus und gab einigen Ausstellerinnen die Gelegenheit, Selbstgeschneidertes und Gestricktes zu verkaufen. Vom Backhaus her zog über den ganzen Tag der Duft von frischgebackenem Brot herüber.

Hobbybäcker Friedhold Ludwig musste keine Werbung für sein Brot machen, das erledigte der Wind. Wie von Magie wurden die Besucher vom Haupthaus zum Backhaus gezogen, wo er frischen Bauernstuten und Rosinenbrot aus dem Steinofen holte. Vor einigen Jahren hat der Bauingenieur das mehr als 150 Jahre alte Backhaus wieder zum Leben geweckt und einen neuen Ofen errichtet, der nun bei passender Gelegenheit seinem Daseinszweck nachkommt und wunderbar gut duftende Brotlaibe produziert. Kaum einer, der das kleine Fachwerkgebäude betreten hat, kommt ohne eine Kostprobe des Brotes mit dicker Schicht Butter wieder heraus.

Seit 1869 gibt es den Hof Görsmann in dieser Form. Wie die Besitzerin Karin Gösmann bei den Führungen hinwies, liegt die erste urkundliche Erwähnung noch viel weiter zurück. „Festgehalten ist das Jahr 1512, somit ist der Hof so alt wie das Rathaus in Osnabrück“. Das wuchtige Haus aus Bruchsteinen erhielt seine heutige Form nach einem Brand im Jahr 1869, es war das zweite Mal nach 1806 gewesen, dass „der rote Hahn“ auf dem Dach gesessen hatte.

Früher war er der Hof mit seinen 50 Hektar Land einer der größten in der Gemeinde gewesen, die ehemalige Hausnummer 4 weist auf diesen Umstand hin. Auch im Innern des Hauses wird der ehemalige Wohlstand deutlich: gediegenes Großbauernmobiliar, reichlich Jagdtrophäen an den Wänden und im Erdgeschoss allein acht große Zimmer.

Die leider nur in mäßiger Zahl auftretenden Besucher am Tag des offenen Denkmals ließen sich mit großem Interesse die Geschichte des Hauses schildern und nutzten die Gelegenheit, sich an den fünf Ausstellungsständen bedrucktes Tuch, Selbstgestricktes und andere Textilien vorführen zu lassen.

Das kleine Gartencafé lud zum Verweilen ein, wo man sich Kaffee und frische Waffeln schmecken lassen konnte.


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