Den Schulalltag kennenlernen Schule am Roten Berg Hasbergen öffnete die Türen



Hasbergen. Musik, Gebäckduft und Informationsstände im Foyer, in den Fluren und den Klassenräumen, dazu zahlreiche Gäste, Schüler und Lehrer - am Donnerstag herrschte Ausnahmezustand an der Schule am Roten Berg (SARB) Hasbergen, denn es war Abend der offenen Tür.

Fasziniert klapperte Sören Dölling mit Oma Monika und Opa Wolfgang Müller die Darbietungen ab, die die Schüler für die Präsentation ihres Schulangebots auf die Beine gestellt hatten. „Mir gefällt’s hier gut. Am besten finde ich den Chemieraum mit den Experimenten“, sagte Sören, der noch auf die Hüggelschule geht und im Sommer auf eine weiterführende Schule wechseln wird. Während Sören erzählte, bestaunten seine Großeltern die Ausstellung über Hasbergen. „Die Schüler der Kunst-AG haben in Form von Skulpturen oder 3-D-Collagen dargestellt, was Hasbergen für sie bedeutet“, erklärte AG-Leiterin und Kunstpädagogik-Studentin Aisleen Beynon-Thomas, die selbst mal SARB-Schülerin war. Im Hintergrund hörte man die Schülerband Pop-Songs anstimmen und vor dem „Parcours der Sinne“ bildete sich eine Schlange. „Was sich wohl hinter der Tür im verdunkelten Raum verbirgt?“, fragte sich manch ein Gast neugierig. Die Schüler des Profilfachs „Gesundheit und Soziales“ und ihre Lehrerin Erika Brahms wussten es. Sie hatten einen Barfußpfad, Fühlkisten und Dinge zum Schmecken und Beschnüffeln aufgestellt.

Der Kopf der Besucher kam auch am Stand der Mofa-AG zum Einsatz. Dort war aber anstatt schmecken und riechen, denken angesagt. AG-Mitglied Laura Hehmann und ihre fünf „Mofa-Kollegen“ werteten die von Besuchern ausgefüllten Fahrprüfungs-Fragebögen aus. „Von 20 Jugendlichen, die bisher mitgemacht haben, hat nur eine bestanden“, resümierte Laura.

Speziell für die Eltern referierte Schulleiter Thorsten Peters zum Thema Oberschule. Viele Eltern wüssten laut Peters gar nicht so genau, was Oberschule eigentlich bedeutet. Das liege daran, dass es in Osnabrück keine öffentlichen Oberschulen gibt. „Die Osnabrücker Oberschulen sind alle in kirchlicher Trägerschaft. Sie können sich anders ausgestalten, weil sie nicht so an rechtliche Vorgaben gebunden sind“, so der Schulleiter.

Wichtige Informationen für die Eltern, sowie für Schüler gab es auch im Biologie-Raum. Dort klärte Lehrerin Eva Bartling zusammen mit ihren Bio-Schülern über die im Moment bei Jugendlichen beliebten E-Shishas auf. Die kleinen elektronischen Wasserpfeifen kommen aus China und enthalten Erdölverbindungen, die auch in Frostschutzmitteln vorkommen. Die Folgen des E-Shisha-Rauchens seien noch nicht richtig erforscht. „Weil kein Tabak drin ist, fallen sie nicht unter das Jugendschutzgesetz und nicht unter das Nichtraucherschutzgesetz“, warnte Eva Bartling.

Gegen 19 Uhr verließen die Besucher um einige Eindrücke und Informationen reicher das Schulgebäude. Zufrieden schüttelten Carina Serode und Celine Garcia ein großes Sparschwein. „Mit dem Verkauf von Emil und die Detektive-Lesezeichen, die wir im Deutschunterricht gestaltet haben, konnten wir Geld für unsere Klassenfahrt sammeln“, freuten sich die beiden zusammen mit anderen Sechstklässlern und wanderten Richtung Ausgangstür.


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