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Bürgerentscheid erfolgreich Hasbergen: 2781 Bürger kippen Zentrumskonzept

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Bürgerentscheid in Hasbergen: Marcel Haacke und Martin Tillner bei der Auszählung der Briefwahl-Stimmen. Foto: Egmont SeilerBürgerentscheid in Hasbergen: Marcel Haacke und Martin Tillner bei der Auszählung der Briefwahl-Stimmen. Foto: Egmont Seiler

Hasbergen. Schon bevor als Letztes die Briefwahlstimmen ausgezählt waren, stand fest, dass die Gegner eines Zentrumskonzepts mit Rathausverlegung und Bürgersaal erfolgreich waren: 2781 Hasberger haben am Ende beim Bürgerentscheid gegen die Umsetzung der Pläne gestimmt, nur 1582 dafür. In keinem der drei Ortsteile der Gemeinde gab es eine Mehrheit für die Zentrumspläne der Ratsmehrheit.

Um 18.50 Uhr stand das vorläufige amtliche Endergebnis des Bürgerentscheids fest. Ingesamt 4379 Hasberger haben Sonntag ihre Stimme abgegeben, was einer Wahlbeteiligung von knapp 48 Prozent entspricht. Zum Vergleich: An der Kommunalwahl im September 2011 beteiligten sich knapp 53 Prozent der stimmberechtigten Hasberger.

Bürgermeister Frank Stiller erklärte in einer ersten Stellungnahme: „Das Ergebnis des Bürgerentscheides ist nun umzusetzen. Bürgerschaft, Rat und Verwaltung müssen erneut in einen Dialog eintreten, welche Maßnahmen ohne Steuergelder durchführbar sind, um das gemeinsame Ziel einer zentralen Mitte zu erreichen.“ Der erste Bürgerentscheid in Hasbergen sei durch die Initiativen „Zentrale Mitte Hasbergen“ und „Neue Mitte Hasbergen“ sehr anspruchsvoll vorbereitet und begleitet worden, so Hasbergens Bürgermeister weiter. „Mehr Aufmerksamkeit kann man für ein kommunales Thema kaum erreichen.“

Rolf Steenhusen, der als Sprecher der erfolgreichen Bürgerinitiative im Rathaus die Auszählung verfolgt hatte, machte zum Ergebnis deutlich: „Wir freuen uns über die klare Mehrheit und bedanken uns bei allen Bürgern unserer Gemeinde, dass sie am Bürgerentscheid teilgenommen haben – gleichgültig, ob sie für oder gegen das Bürgerbegehren gestimmt haben.“ Die hohe Beteilung habe gezeigt, dass die Bürger an „dieser wichtigen Entscheidung beteiligt werden wollen“.

Für Christian Böckenförde, einen der Mitinitiatoren des Bürgerentscheids, ist wichtig, dass „wir ein Meinungsbild der Bürger“ erreicht haben. Wenn es einen Gewinner gebe, seien das die Demokratie und die Gemeinde. Er dankte Bürgermeister und Verwaltung für die „faire Durchführung“ des Bürgerentscheids.

Die Mindestzahl der Ja-Stimmen, die beim Bürgerentscheid für einen Erfolg notwendig gewesen ist, lag bei 2264 – die vorgegebene Mindestquote von 25 Prozent der Wahlberechtigten.


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