Textilingenieur als Grill-Profi Monolith: Hasberger setzt auf Keramik-Grills

Von Frank Wiebrock

Seinen Monolith-Grill zeigt Matthias Otto. Foto: Egmont SeilerSeinen Monolith-Grill zeigt Matthias Otto. Foto: Egmont Seiler

Hasbergen. Eigentlich kommt Matthias Otto als Textilingenieur aus der Bekleidungsbranche. Heute betreibt der Hasberger die Monolith GmbH. Wie die meisten Geschäfte begann alles mit einer Leidenschaft. In diesem Fall für das Grillen: „Ich habe so ziemlich jeden Grill gehabt. Irgendwie scheint Grillen ein Urbedürfnis.“ Nur: So richtig bewährt haben sich die wohl alle nicht. Das änderte sich erst, als Otto den Keramik-Grill für sich entdeckte. Wobei diese Geräte mit einem einfachen Grill etwa so viel gemeinsam haben wie ein moderner Backofen mit einem offenen Feuer.

Dabei sind keramische Öfen eigentlich ein alter Hut. Sie werden schon seit Jahrhunderten in Asien benutzt. Irgendwann wurden sie von den Grillern in den USA entdeckt. Ihr Vorteil: Die Temperatur lässt sich sehr genau steuern, durch den Deckel bleibt die Hitze bei Bedarf im Gerät. Gerichte können in solchen Keramik-Öfen sowohl bei hohen Temperaturen gebacken als auch bei relativ niedriger Hitze gegart werden.

In Asien, genauer gesagt: in China, wurde Otto denn auch bei der Suche nach einem geeigneten Produkt fündig. In der Region um Yixing fand er die richtigen Partner mit Erfahrung im Keramikofen-Bau. Und die Chinesen hatten sogar schon erste Schritte auf dem weiten Weg vom Ofen zum Keramik-Grill getan. Auf dieser Basis wurde der „Monolith“ entwickelt, den Otto in China herstellen lässt.

In jedem Monolith steckt auch heute noch eine satte Portion Handarbeit: Die Zutaten für den Keramik-Einsatz müssen gemischt und in Form gebracht werden. Die Rohlinge trocknen rund eine Woche, bevor sie in den Brennofen geschoben werden. Dann die Glasur und ein zweiter Brand, schließlich findet der Einsatz seinen Platz im Metall-Nest. Teilmontiert und mit allem nötigen Zubehör sorgfältig verpackt, geht es auf den langen Weg nach Hasbergen.

Der Lohn der Mühe: „Wir sind in Europa nicht der einzige Anbieter, aber der führende“, erläutert Otto. Der Monolith sei längst kein Geheimtipp mehr. Immerhin kürte ihn die Zeitschrift „Fire&Food“ vor zwei Jahren in einem Vergleichstest zum Preis-Leistungs-Sieger: „Jede Schraube, jeder Beschlag ist aus Edelstahl […] Leider nur in einer Größe erhältlich.“ Die Botschaft ist angekommen: Bald wird es den „Monolith“ auch in zwei weiteren Größen geben, natürlich weiter mit Beschlägen aus Edelstahl. Nur: Im Baumarkt oder beim Discounter wird man ihn vergeblich suchen. Der Preis samt Untergestell liegt im vierstelligen Bereich.


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