Hüggelzwerge steigen empor Hasbergen: Kreisel an Märkten soll schöner werden

Hier noch in der Papp-Version sollen die Hüggelzwerge demnächst einen Kreisel in Hasbergen zieren. Archiv-Foto: OsterfeldHier noch in der Papp-Version sollen die Hüggelzwerge demnächst einen Kreisel in Hasbergen zieren. Archiv-Foto: Osterfeld

Hasbergen. Hasbergen will seine zwei Kreisverkehrsplätze aufwerten und neu gestalten. Innerorts sollen die Hüggelzwerge die Innenfläche des Platzes an der Tecklenburger Straße (K305) beleben, für den Haarlammert-Kreisel (L89) wird noch nach einer Lösung gesucht.

Die Hüggelzwerge sind seit den Jubiläumsfeiern zum 1175-Jährigen der Gemeinde fester Bestandteil des Imagekonzepts der Gemeinde. Folgerichtig war ein Entwurf für die Gestaltung des Kreisverkehrsplatzes an den Verbrauchermärkten bereits in der Dezember-Sitzung des Kulturausschusses diskutiert worden. Fred Scheile hatte damals vier Varianten eines Entwurfs der Wallenhorster Künstlerin Sabine Wellmann vorgestellt. Damals hatte der Ausschuss jedoch nicht endgültig darüber abgestimmt.

Das stand jetzt auf der Tagesordnung. Von den vier möglichen Entwürfen war einer ausgewählt worden, der sieben Hüggelzwerge von unterschiedlicher Größe zeigt, die zwischen dem vorhandenen Baumbestand scheinbar aus dem Erdreich aufsteigen. Die Figuren sind aus flachem Stahl geschnitten, die höchste misst etwa 2,20 Meter, die kleinste noch ungefähr einen Meter. Der Abstand zwischen ihnen beträgt jeweils 30 Zentimeter. Die Figurengruppe steht auf einem Podest, 35 Zentimeter über und 25 Zentimeter tief im Erdboden, auf dem sichtbaren Sockel soll der Schriftzug „Hasbergen, Heimat der Hüggelzwerge“ prangen. Weiter sieht der Entwurf eine Beleuchtung aus LED-Strahlern vor, die zwischen den einzelnen Figuren in das Podest eingelassen wird.

Für CDU zu teuer

Vor Jahresfrist waren die Kosten maximal auf etwa 28500 Euro geschätzt worden, jetzt liegen sie bei höchstens 32000 Euro. Die Figuren werden mit 14500 Euro, die Beleuchtung mit 12000 Euro veranschlagt, der Rest ist für den Sockel und die Erdarbeiten. Für die CDU waren diese Kosten zu hoch. Sönke Siegmann fragte an, ob ein solches Projekt nicht öffentlich ausgeschrieben werden müsse. Das würde nicht gehen, da es sich „bei dem Entwurf um das geistige Eigentum der Künstlerin handelt“, verneinte die Ausschussvorsitzende Kathrin Wahlmann (SPD). Die anschließende Abstimmung endete mit fünf Jastimmen, einer Enthaltung und drei Neinstimmen.

Einstimmig dagegen endete die Aussprache um die Gestaltung des Kreisverkehrsplatzes in Nähe des Autohauses. Siegmann monierte, das Rondell sehe aus „wie ein Schlag an den Hals“, unterstützt von Sigrid Wobbe (SPD). Bürgermeister Frank Stiller gab zu bedenken, die Pflege und das Erscheinungsbild dort lägen in der Zuständigkeit des Landes, aber einer Verschönerung wollte auch er sich nicht versperren. Letztlich wurde der Vorschlag von Friedel Hoppe (SPD) angenommen, bei ortsansässigen Garten- und Landschaftsbaubetrieben anzufragen, ob diese die Bepflanzung und Pflege übernehmen wollten und im Gegenzug dort kostenlos Eigenwerbung betreiben dürften.


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