Vom 2. März bis 29. Mai Erhöhte Cadmium-Werte: Beginn der Bodenuntersuchungen in Hasbergen

Auf einem Spielplatz in Hasbergen wurden im Sommer vergangenen Jahres erhöhte Cadmium-Werte festgestellt. Foto: Swaantje HehmannAuf einem Spielplatz in Hasbergen wurden im Sommer vergangenen Jahres erhöhte Cadmium-Werte festgestellt. Foto: Swaantje Hehmann

Hasbergen. Die Bodenuntersuchungen im Zechsteingebiet in Hasbergen beginnen am Montag, 2. März 2020. Im Sommer vergangenen Jahres war auf einem Spielplatz ein erhöhter Cadmium-Wert festgestellt worden, nun sollen weitere Gebiete untersucht werden.

Zwischen dem 2. März und dem 29. Mai sollen die weitergehenden Untersuchungen auf allen möglicherweise betroffenen Flächen durchgeführt werden, teilt der Landkreis Osnabrück mit. Das Ingenieurbüro IGfAU aus Melle ist für das Vorhaben zuständig. Die Eigentümer der entsprechenden Grundstücke seien bereits informiert worden. Während der Untersuchungen werde regelmäßig ein Ansprechpartner des Landkreises vor Ort sein.

Die Anlaufstelle dafür ist ein Bauwagen am Rückhaltebecken an der Straße "An der Stüveeiche" Ecke "Finkenburg". An diesem Bauwagen befinde sich zudem ein Briefkasten, in dem die Anwohner des Untersuchungsgebietes Nachrichten an die Mitarbeiter des Igenieursbüro einwerfen können.

Eine Blume führte zum Cadmium

Der Landkreis Osnabrück hatte im vergangenen Sommer nach einer Bodenerprobung festgestellt, dass der Cadmium-Prüfwert auf dem Spielplatz am Hasberger Drosselweg leicht überschritten wird. Der Landkreis war auf das Gebiet aufmerksam geworden, weil in der Nähe einer alten Zinkmine, die etwa 200 Meter von dem Spielplatz entfernt liegt, das sogenannte "Galmeiveilchen" entdeckt wurde. Diese Blume wächst besonders gut auf Böden, in denen verstärkt Schwermetalle vorkommen.

Bereits im September vergangenen Jahres war beschlossen worden, dass weitere Grundstücke rund um den Spielplatz in Hasbergen überprüft werden sollen, um weitere Cadmium-Werte zu erhalten. Das Cadmium ist nach Angaben des Landkreises Osnabrück natürlichen Ursprungs. Nimmt der Mensch zu viel Cadmium auf, schädigt das Schwermetall vor allem die Nieren. Auch in den Knochen kann sich das Metall ablagern. Nach Aussagen des Umweltbundesamts ist es zudem krebserregend.


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