Nicht mitgerissen, aber aufgestanden Wie der Hasberger Gospelchor in der Christuskirche ankam

Mit viel Ausdruck und Engagement gingen die Mitglieder des Hasberger Gospelchors bei ihrem Adventskonzert in der Christuskirche zu Werke. Foto: Horst TroizaMit viel Ausdruck und Engagement gingen die Mitglieder des Hasberger Gospelchors bei ihrem Adventskonzert in der Christuskirche zu Werke. Foto: Horst Troiza

Hasbergen . Zusammenrücken war angesagt beim Winterkonzert des Hasberger Gospelchores in der Christuskirche. Die mehr als 300 Besucher genossen den Auftritt der etwa 60 Sänger bis zur letzten Minute und spendeten der ausgereiften Leistung des Ensembles reichlich Beifall.

Weiträumig gab es an diesem Nachmittag rings um die Christuskirche kaum einen Parkplatz, selbst die Seitenstraßen in der angrenzenden Siedlung boten keine Lücke für die aus dem gesamten Landkreis kommenden Besucher. Geschätzt 300 Fans des Gospel-Gesangs wollten diesen Auftritt nicht verpassen. Für den erst seit drei Jahren bestehenden Chor war es gleichzeitig eine Bestätigung für seine erfolgreiche Arbeit. 

Malerisches Lichtspiel und eine adventliche Atmosphäre kamen beim Auftritt des Gospelchors zum Tragen. Foto: Horst Troiza

Der große Zuspruch seitens der Zuhörer war Motivation für die rund 50 Frauen und die Handvoll Männer Im Gospelchor. Unter der Leitung von Andrea Schreiner lieferten sie eine begeisternde Leistung ab. Hier stimmungsvoll, dort wieder sanft sang sich der Chor durch ein anspruchsvolles und gleichzeitig mitreißendes Programm. Dessen Zusammenstellung bestand aus bekannten Songs wie „Amazing Grace“ oder „Here I am to Worship“, aber auch weniger gesungene Gospels wie „In my Father´s House“ und das mit sehr tiefem Empfinden vorgetragene „Wade in the Water“ kamen zum Zug. Moderator Lars Bierstedt glänzte mit Wissen zu letzterem Song: Der Text spiele auf entflohene Sklaven anspielt, die auf der Flucht Bachbetten nutzten, damit ihre Fußspuren verwischten.

Chorleiterin Andrea Schreiner führte die 60 Chormitglieder gestenreich und präzise durch das 90-minütige Programm. Foto: Horst Troiza

Der Gospelchor wusste gleichzeitig als geschlossener Gesangskörper wie auch mit solistischen Einsprengseln zu überzeugen. Tolle Stimmen allenthalben – das Publikum war begeistert. Das besondere Musikgefühl des Gospelgesangs war in jeder Phase des 90-minütigen Konzerts zu spüren und kam glaubwürdig rüber.

Zurückhaltendes Publikum

Allerdings erwies sich das Publikum in der ersten Hälfte des Auftritts als sehr zurückhaltend. Erst nach mehreren Aufforderungen Schröders regten sich die ersten Hände und fielen klatschend in den Takt ein. Das steigerte sich dann, doch zu einem richtigen Groove, der sonst bei solcherlei Konzerten nicht selten ist, kam es an diesem Tag in den Bankreihen der Christuskirche nicht.

Dennoch sparte das Publikum nicht mit Applaus. Nach dem letzten Programmtitel „Jesus born on this Day“, einem Weihnachtsgruß an die Zuhörer, und der Zugabe „Oh happy Day“ erhoben sich die Zuhörer von ihren Sitzen und bejubelten ein Konzert, das Munterkeit und gleichzeitig Getragenheit in sich vereinigt hatte. 

Standing Ovations für ein begeisterndes Konzert. Foto: Horst Troiza

Vielleicht lässt der eine oder andere sich von der Begeisterung anstecken und schließt sich dem noch jungen Gospelchor an. Gründungsmitglied und Sprecher Peter Schröder lud alle mit Spaß am Gesang zu den Proben ein, die montags um 20 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum stattfinden.


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