Hüggelfellzwerge sammeln für Futter statt Böller Hunde in Hasbergen für guten Zweck an die Leine genommen

Gemeinsam mit ihren menschlichen Begleitern sammelten die "Hüggelfellzwerge" am Sonntag Spenden zugunsten der Aktion "Futter statt Böller". Foto: Michael PohlGemeinsam mit ihren menschlichen Begleitern sammelten die "Hüggelfellzwerge" am Sonntag Spenden zugunsten der Aktion "Futter statt Böller". Foto: Michael Pohl

Hasbergen. Rund 30 Hunde und etwa doppelt so viele Herrchen und Frauchen haben sich am Sonntag zu einem Rundgang durch den Hüggel getroffen. Dabei sammelte die „kleine Hunderunde“ der „Hüggelfellzwerge“ Spenden für einen wohltätigen Zweck.

Zuvor hatten die Organisatorinnen der Veranstaltung auf Facebook zu einem gemeinsamen „Pfötchengang“ von großen und kleinen Vierbeinern aufgerufen. Wie die Sprecherinnen der Gruppe, Petra Schütte und Renate Schneider, zu Beginn des Rundgangs mitteilten, war die Resonanz enorm.

Besonders die Tatsache, dass die „Hüggelfellzwerge“ diesen Spaziergang mit einer Spendenaktion zugunsten des Tierwohls verknüpften, schien einen Nerv getroffen zu haben. Auch abseits der sozialen Medien seien zahlreiche Anfragen zu Spendenmöglichkeiten eingegangen.

Wie Schneider sagte, sollen alle Sach- und Geldspenden der Aktion „Futter statt Böller“ zugutekommen. Seit mehreren Jahren werben die Initiatoren der Aktion dafür, statt in Böller lieber in die Unterstützung notleidender Tiere zu investieren.

Angst an Silvester

Mit den Worten „Jeder, der einen Hund hat, weiß, dass die Tiere an Silvester Angst haben“ fasste Schütte die Motivation der Gruppe zusammen, die Aktion „Futter statt Böller" unterstützen zu wollen. „Außerdem wollen wir zeigen, dass nicht nur kleine Hunde bei unseren Ausflügen willkommen sind“, nannte Schneider einen weiteren Grund für den vielbeinigen Ausflug am ersten Advent.

Während die Hunde der Gruppe untereinander noch die Rangordnung klärten und die zugehörigen Herrchen und Frauchen die ein oder andere Leine sortierten, reichten Schütte und Schneider Spendendosen herum. Diese wurden eigens von „Futter statt Böller“ zur Verfügung gestellt.

Weil die Dosen fest versiegelt waren, konnten die Sprecherinnen keine Auskunft darüber geben, welcher Betrag bei diesem „Pfötchengang“ zusammenkam. Allerdings liegen nach Auskunft von Schneider und Schütte bereits einige Futtersäcke in den Räumlichkeiten der Gruppe zur Abholung bereit.

Warum die Aktion nicht ausfallen durfte

„Futter statt Böller“ war vor mehr als vier Jahren mit einem Aufruf bei Facebook gestartet. Inzwischen ist diese Aktion zu einem festen Termin im Kalender vieler Tierfreunde geworden. Dabei sollte die Sammlung in diesem Jahr erst gar nicht statt finden. Wie Cornelia Krekelaar mitteilte, habe sich der „Futter statt Böller“-Gründer Ingo Bockelmann aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen müssen. Aus diesem Grund habe sie sich bereit erklärt, die Sammlung fortzuführen. „Die Aktion hat sich einen Namen gemacht und durfte einfach nicht ausfallen“, sagte Krekelaar.

Vor zwei Wochen erfolgte deshalb wieder der Aufruf zur Spendenabgabe. Die Resonanz ist laut der Koordinatorin dermaßen groß, dass im gesamten Osnabrücker Umland mehr als 30 Spendendosen aufgestellt werden konnten. Die Aufstellorte reichten vom Friseur bis zur Arztpraxis.

Mehr als drei Tonnen Tierfutter?

Mit ihren Unterstützern hofft Krekelaar, in diesem Jahr das Vorjahresergebnis von 1000 Euro und etwa drei Tonnen Tierfutter zu übertreffen. „Bis jetzt sieht es sehr gut aus“, zog sie auf Nachfrage ein erstes positives Fazit. Wie in den Vorjahren dauert die Aktion noch bis Silvester. In der ersten Januarwoche werden die Spenden dann an Tierschutzorganisationen im gesamten Osnabrücker Umland verteilt.

Wer eine Spenden leisten möchte, kann sich auf der Facebookseite der Aktion „Futter statt Böller“ über mögliche Annahmestellen informieren. Dabei sei Krekelaar nicht die Höhe der Unterstützung wichtig, sondern dass überhaupt mitgemacht werde. „Jede Spende zählt.“


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