Freundschaft mit Ramanken gefeiert Delegation aus Tomblaine besucht Hasberger Mahlzeit

Neben einer Flasche Wein überreichte Hervé Féron (links) seinem Amtskollegen Holger Elixmann (Mitte) einen Ginko als Zeichen der Tiefen Freundschaft zwischen den beiden Gemeinden. Foto: Michael PohlNeben einer Flasche Wein überreichte Hervé Féron (links) seinem Amtskollegen Holger Elixmann (Mitte) einen Ginko als Zeichen der Tiefen Freundschaft zwischen den beiden Gemeinden. Foto: Michael Pohl

Hasbergen. Zur aktuellen Auflage der Hasberger Mahlzeit gaben sich zahlreiche Vertreter aus Politik und Gesellschaft die Ehre. Darunter eine hochrangige Delegation aus der Partnerstadt Tomblaine.

Traditionell begrüßte Bürgermeister Holger Elixmann zu Beginn des Abends die Vertreter der einzelnen Institutionen. In diesem Jahr waren viele Amtskollegen von Elixmann dessen Einladung in die Freizeitlandhalle gefolgt. Angeführt wurde die Riege der politischen Vertreter vom Mitglied des Landtages Martin Bäumer.

Als besondere Ehrengäste begrüßte der Verwaltungschef eine Delegation aus der Partnerstadt Tomblaine. Zu den Klängen der Marseillaise erhob sich die Festgesellschaft, um das französische Quintett um den deren Bürgermeister Hervé Féron zu empfangen.

In der Folge dankte Féron in seiner auf deutsch gehaltenen Antwort den Hasberger Bürgern für deren Freundschaft. Es sei sehr froh, dass die Beziehungen zwischen den Gemeinden über Jahre tiefe Wurzeln gebildet haben. Nicht nur zwischen den Bürgermeistern, sondern auch auf Ebene der Vereine und Verbände seien feste Bindungen entstanden.

Freundschaft zwischen den Gemeinden hat tiefe Wurzeln

Sinnbildlich für diese Freundschaft überreichte Féron Elixmann einen Ginko. Diese Baumart habe nach Darstellung des Franzosen als einzige den Abwurf der Bombe von Hiroshima überlebt. Er sei überzeugt, dass die Bindungen der beiden Gemeinden ebenso tief seien wie die Wurzeln des Baumes einst reichen werden.

Im Gegenzug dankte Elixmann seinem Amtskollegen für dessen Geschenk und kündigte an diesen in besonderer Art in Hasbergen zur Geltung kommen zu lassen.


„Wir haben uns sehr für die technischen Hintergründe des Naturbades interessiert“, verriet Féron  auf Nachfrage. Im Gegensatz zu Frankreich seien die deutschen Nachbarn Vorreiter in Sachen nachhaltiger Bauweisen. Weil auch in seiner Heimat der ökologische Gedanke zunehmend auf dem Vormarsch sei, habe man sich die nachhaltige Funktionsweise des Hasberger Naturbades näher ansehen wollen.

Zudem werfen die Olympischen Spiele 2024 in Paris bereits ihre Schatten voraus. Wegen der günstigen Lage zur Hauptstadt erwartet Féron, dass viele Sportler in Tomblaine Quartier beziehen. Aus diesen Gründen würden die Stadtväter nun den Schwerpunkt auf die künftige Entwicklung legen.

Wie in den Vorjahren ehrte Elixmann gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Katja Middelberg-Hinxlage verdiente Bürger für deren ehrenamtliches Engagement. „Die Vereine sind das Rückgrat unserer Gesellschaft“, waren sich beide einig.

Ehepaar harmoniert privat und ehrenamtlich

Unter anderem erhielt das Ehepaar Helga und Manfred Brönstrup eine Ehrengabe für ihre langjährigen Verdienste im Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). „Sie ist zu Hause der uneingeschränkte Chef“, verriet Manfred auf Nachfrage das Geheimnis um die Tatsache, dass das Ehepaar privat und ehrenamtlich so gut harmoniere. Als weiteren Grund machte Helga den Umstand aus, dass beide in unterschiedlichen Abteilungen des Ortsvereins tätig sind. „Toleranz und Vertrauen“, gab das Ehepaar als Rezept für eine glückliche abschließend an.

Neben Brönstrup erhielten Klaus Buck, Elke Meyer, Manfred Blume, Michael Janning und Wolfgang Tröger ebenfalls Auszeichnungen für ihre Verdienste in ihren Vereinen und Parteien. Fast schon abonniert haben ihre Ehrungen die Squashmannschaft und die Equipe des Schulschachs. Auch diesem Jahr verteidigten die Sportler ihre Erfolge aus dem Vorjahr.

Wie in den Vorjahren zeichnete Bürgermeister Holger Elixmann (Mitte) zahlreiche Bürger für deren Verdienste um das Gemeinwohl aus. Foto: Michael Pohl

Bevor die Festgesellschaft gemeinsam in den kulinarischen Genuss des Abends kam, bat Elixmann alle anwesenden Ratsmitglieder auf die Bühne. In der Folge erinnerte der Bürgermeister an die Verdienste der Hasberger Wehrleute beim Brand der Wehrtechnischen Dienststelle in Meppen im Vorjahr. Gemeinsam überreichte die Ratsmitglieder den Kameraden eine vom niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius unterzeichnete Urkunde.

Mit dem traditionellen Probieren der ersten Portionen des als „Ramanken“ bekannten Eintopfs endete leiteten Elixmann und seine Amtskollegen in den gemütlichen Teil des Abends über. Dieser wurde wie in den Vorjahren musikalisch von der Band Odyssee gestaltet. Als besonderen sportlichen Höhepunkt zeigten die Tänzerinnen der Gruppe „Splash“ des TV Wellingholzhausen einen Querschnitt ihres Könnens.


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