Gitarrist Ossig in Töpferei Spanien, Lateinamerika und die Beatles

Heiko Ossig hat klassische Gitarre studiert in Osnabrück, Hamburg und Malmö; Konzertreisen führten ihn unter anderem in die USA, nach Kanada, Schweden und Norwegen. Er lebt seit über zwanzig Jahren in Hamburg und unterrichtet an der dortigen Hochschule für Musik und Theater. Foto: Markus StrothmannHeiko Ossig hat klassische Gitarre studiert in Osnabrück, Hamburg und Malmö; Konzertreisen führten ihn unter anderem in die USA, nach Kanada, Schweden und Norwegen. Er lebt seit über zwanzig Jahren in Hamburg und unterrichtet an der dortigen Hochschule für Musik und Theater. Foto: Markus Strothmann

Hasbergen. Der Konzertgitarrist Heiko Ossig, gebürtiger Hasberger, ist am Freitag erstmals in der Töpferei Niehenke aufgetreten: ein Konzert mit spanischen und lateinamerikanischen Werken, dazu Beigaben von Franz Schubert und John Lennon.

Ossig eröffnete vor gut 60 zahlenden Gästen mit den Schubert-Liedern Liebesbotschaft und Lob der Tränen. Diese befinden sich erst seit relativ kurzer Zeit in seinem Repertoire, wie er verriet. Im Gegensatz zu den folgenden Cinq Préludes vom brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos: "Die begleiten mich schon seit langer Zeit." 

Das Publikum folgte dem Gitarristen willig durch die Stimmungen der fünf Stücke, die von melancholisch bis jazzig-humorvoll reichen. Jedes der Präludien ist als Hommage betitelt: an den Tagedieb von Rio, an Bach, an das Gesellschaftsleben. So wurde das Hören zum Spiel mit Assoziationen, angestoßen von den Namen der Stücke. 

Jahrelanges Üben

Das folgende La Catedral von Agustín Barrios Mangoré habe er schon seit seiner Jugend spielen wollen, so Ossig: "Konnte ich aber nicht." Inspiriert durch die Aufnahmen des australischen Gitarristen John Williams übte er lange Jahre, bis er La Catedral meisterte. Vor allem die rasanten Passagen ließen hier den hohen technischen Anspruch unschwer erkennen. 

Mit Danza Brasiliera von Jorge Morel schickte Ossig die Gäste in die Pause. Weiter ging es im Anschluss mit drei Stücken aus der Feder der Beatles beziehungsweise John Lennon: In My Life, Norwegian Wood und Imagine, auch im klassischen Arrangement unverkennbar. 

Nach dem Ausflug in die Popmusik ging es postwendend zurück zum Schwerpunkt-Thema des Konzerts mit Werken von Fernando Sor, Francisco Tarréga und anderen. Den Abschluss des regulären Programms bildete das furiose Asturias von Isaac Albeniz. 

Aber erst nach zwei Zugaben ließ das Publikum Ossig seine Gitarre einpacken. Gordian Niehenke vom ausrichtenden Kultur- und Verkehrsverein Hasbergen (KuV) dankte Künstler und Publikum zu Recht für einen gelungenen Konzertabend.  


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