Langjährige Mitglieder erzählen Selbstloser Einsatz fürs DRK Hasbergen

Das Ehepaar Brönstrup und der 2. Vorsitzende Adrian Schäfer vom DRK-Ortsverein Hasbergen. Foto: Gerrit TschierswitzDas Ehepaar Brönstrup und der 2. Vorsitzende Adrian Schäfer vom DRK-Ortsverein Hasbergen. Foto: Gerrit Tschierswitz

Hasbergen. Helga und Manfred Brönstrup sind DRK-Urgesteine in Hasbergen. Damit haben sie auch einiges aus dem Vereinsleben zu erzählen.

Wer den DRK Ortsverein in Hasbergen besucht, läuft definitiv dem Ehepaar Brönstrup über den Weg. Die zwei sind seit Jahrzehnten aktive Mitglieder und haben "bis auf die Sozialarbeit alles durch", meint Adrian Schäfer, zweiter Vorsitzender des Ortsvereins über Manfred Brönstrup. Seine Frau Helga ist durch ihren Mann dazugekommen. "Etwa 1985 muss das gewesen sein", erklärt sie. 

Einfach dazugehören

Mit 18 Jahren trat Manfred Brönstrup dem Verein bei. Zu dieser Zeit war ein Teil der Mitglieder dem Fernmeldezug zugehörig. Für Brönstrup stellte sich jedoch schnell heraus, dass er lieber im Sanitätsdienst tätig sein wollte. Schon früh führte der Ortsverein das System "Sanitäter vor Ort" ein, in dem DRK-Kräfte und Feuerwehr sowie Rettungsdienst miteinander kooperieren um möglichst schnell vor Ort zu sein. Heute sind es acht DRK-Ersthelfer, die im Notfall sofort zur Stelle sind. 

Seit 1979 ist der DRK Hasbergen im Gebäude der Feuerwehr untergebracht. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen sei immer sehr gut gewesen, betont Brönstrup. "Auch im neuen Gebäude, das gerade gebaut wird, kommen wir zusammen unter", ergänzt Schäfer. Regelmäßig gibt es gemeinsame Übungsabende mit der Feuerwehr Hasbergen. 

Betreuung vor Ort

"Unsere Hauptarbeit ist oft auch einfach nur das "da sein"", meint Helga Brönstrup. Für viele Menschen sei es wichtig, erst einmal getröstet zu werden. Ein weiterer Bestandteil sei sicherlich die Verpflegung der Feuerwehr- und Rettungskräfte bei langwierigen Einsätzen, so Schäfer. Dabei stellt der DRK den Rettern vor Ort Essen und Getränke zur Verfügung. 

Neben "rettenden Tätigkeiten" sorgt der Ortsverein auch für die Durchführung von Erste-Hilfe-Kursen, beispielsweise für Führerscheinanwärter, aber auch für Erzieher-/innen und alle zwei Jahre auch für einige der Mitarbeiter der Amazone Werke in Hasbergen-Gaste. Auch die generelle Einsatzzahl und der Ausstattungsstand des DRK Hasbergen sei sehr hoch, erklärt Brönstrup. 

Seit vielen Jahrzehnten organisiert der Verein auch die Blutspende vor Ort, das heißt, er sorgt für die passenden Räumlichkeiten und Verpflegung für die Spender. Die eigentliche Abwicklung der Spende übernimmt der DRK-Blutspendedienst. Im Schnitt habe es in der letzten Zeit etwa 110-120 Spende pro Aktion gegeben, überlegen die drei zusammen. 

Gute Mitgliederzahlen

In früheren Jahren habe der Ortsverein natürlich schon mal mehr Mitglieder gehabt, so Schäfer. "Das waren etwa 600", ergänzt Manfred Brönstrup. Dennoch seien sie mit den aktuell etwa 300 Personen gut zufrieden. "Die Bereitschaft ist einfach nicht mehr so hoch wie früher", meint Helga Brönstrup. "Heutzutage fragen alle: Was bekomme ich dafür, dass ich hier mitmache?" Aber das sollte nicht die Frage sein, meint sie. Für das Ehepaar habe immer die Gemeinschaft und das Mitmenschliche im Vordergrund gestanden.


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