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VME-Planspiel bei Amazone Rollentausch für Oberstufenschüler in Hasbergen

Die Teams und die Juroren des Wirtschaftsplanspiels Management Information Game für Oberstufenschüler des Beruflichen Gymnasiums Technik bei Amazone in Hasbergen. Ganz links Steffen Vogt (Bildungsreferent der VME-Striftung) und René Hüggelmeier (Leiter Personal und allgemeine Rechtsfragen der Amazone Werke). Foto: Michael C. GoranDie Teams und die Juroren des Wirtschaftsplanspiels Management Information Game für Oberstufenschüler des Beruflichen Gymnasiums Technik bei Amazone in Hasbergen. Ganz links Steffen Vogt (Bildungsreferent der VME-Striftung) und René Hüggelmeier (Leiter Personal und allgemeine Rechtsfragen der Amazone Werke). Foto: Michael C. Goran

Hasbergen. Oberstufenschüler als Wirtschaftskapitäne. Schüler des Beruflichen Gymnasiums Technik der Berufsbildenden Schulen des Landkreises Osnabrück-Brinkstraße versuchten sich in der vergangenen Woche als engagierte Unternehmer. Im Rahmen des einwöchigen Wirtschaftsplanspiels „Management Information Game“ waren sie bei der Amazonen-Werke H.Dreyer GmbH in Hasbergen zu Gast.

Das Planspiel wurde von der VME-Stiftung Osnabrück-Emsland in Kooperation mit dem Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft veranstaltet. Dazu bildeten die Schüler drei Teams, die jeweils konkurrierende Unternehmen darstellten. Ziel des praxisnahen Planspiels war der spielerische Einblick ins Wirtschaftsleben. Unterstützt durch Fachleute aus der realen Wirtschaft, schlüpften die Jugendlichen in die Rollen von AG-Vorständen. Dabei waren Entscheidungen zu treffen, die Einkauf und Personal, Preiskalkulation und Bilanzierung umfassten.

Unternehmerisches Denken

 „Das ist eine der Intentionen die wir seitens der Stiftung verfolgen: Ökonomische Bildung, mal anders als im schulischen Kontext. Nicht Volkswirtschaft, sondern diesmal Betriebswirtschaft mit all ihren Tücken“, erklärte Steffen Vogt, Bildungsreferent der VME-Striftung. Die Jugendlichen mussten unternehmerisches Denken beweisen und ihre Strategien stetig überprüfen und überdenken, denn die Parameter des Planspiels waren, wie im wirklichen Geschäftsleben, dynamisch. „Das ist für uns eine Riesenbereicherung, sie im Unternehmen zu haben“, sagte René Hüggelmeier, Leiter Personal und allgemeine Rechtsfragen der Amazone Werke. „Für uns ist das auch eine Maßnahme im Zusammenhang mit der Gewinnung neuer Fach- und Führungskräfte.“ Die Jugendlichen sind die potentiellen Mitarbeiter von Morgen.

Info-Blöcke und Spielrunden

Die Woche war von den Experten in Informationsblöcke und Spielrunden eingeteilt worden. Im Anschluss an jede Runde wurden die Entscheidungen der Schüler ausgewertet. Die Teams stellten Anwendungen der Drohnentechnologie in den Mittelpunkt und präsentierten im Finale, der „Hauptversammlung“, ihre Produkte den kritischen Juroren.

Das erste Team präsentierte eine Vielzweck „Agrardrohne“: Dem Tierwohl würde sie durch das Verscheuchen von versteckten Tieren, bevor diese durch Erntemaschinen verletzt werden können, dienen. Dünge- und Pflanzenschutzmittel könnten gezielt nur an Stellen eingesetzt werden, wo Bedarf bestünde.

Agrardrohne als Sieger

Ihre Konkurrenten stellten eine Lösung für den Sicherheitsbereich vor. Ihre Drohne wäre mit einer leistungsstarken Kamera ausgestattet, könnte damit Einbrecher erfassen und autonom verfolgen. Die Position würde an die anrückende Polizei in Echtzeit gemeldet. Das dritte Team präsentierte eine schnelle und günstige Racing-Drohne. Dafür war mit einem 3D-Drucker extra ein Prototyp des Drohnengehäuses hergestellt worden. In der Jurorenentscheidung konnte Team Eins einen knappen Sieg erringen, Verlierer gab es jedoch bei einer so lehrreichen Veranstaltung nicht.


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