Zwölf Stunden im Lego-Universum 75 Kinder bei Leserattennacht in Hasbergen

In der Lego-Welt verbrachten die Hasberger Kinder einen Abend und eine Nacht. Archivfoto: Karsten GrosserIn der Lego-Welt verbrachten die Hasberger Kinder einen Abend und eine Nacht. Archivfoto: Karsten Grosser

Hasbergen. Mit Büchern hat die Leserattennacht der Katholischen Jungen Gemeinde Sankt Josef (KJG) in Hasbergen nur noch wenig zu tun, dafür aber mit jeder Menge Spaß. Vielleicht auch deswegen nahmen am Freitag 75 Kinder an der beliebten, zweimal jährlich stattfindenden Aktion im Pfarrgemeindehaus teil.

Erstmal „einchecken“: Ab 17 Uhr fanden sich die Teilnehmer, alle im Alter von sieben bis elf Jahren, am Veranstaltungsort ein. Als erstes galt es, die Schlafsachen zu beschriften – schließlich ist die Leserattennacht stets mit einer, wenn zumeist auch kurzen, Nacht im Pfarrgemeindehaus verbunden. „Damit später jeder sein Kopfkissen wieder findet“, rief eine der 20 ehrenamtlichen Betreuer aus der Jugendarbeit der Kirchengemeinde, während sich mehr und mehr Schlafsäcke und Kuscheltiere um sie stapelten.

Toben, spielen, basteln, essen

Die Kinder, aufgeregt und voller Vorfreude, trafen bekannte Gesichter von der vorherigen Leserattennacht im Herbst, schlossen aber auch viele neue Freundschaften. Nach einem Begrüßungsspiel teilten sie sich in Zwölfer-Gruppen ein, um in den traditionellen Stationslauf zu starten. Dabei hieß es toben, turnen, spielen, basteln und essen – dieses Mal alles unter dem Motto „Lego“. 

Das Planungsteam hatte im Vorfeld ganz unterschiedliche Motto-Ideen für die Leserattennacht gesammelt. „In den vergangenen Jahren fiel die Wahl auf Themen wie „Unterwasser“, „Olympia“, „Das Minion-Supertalent“ oder „König der Löwen“. "Dieses Mal sollte es rund um das Baukastensystem Lego gehen“, berichtete Jonas Haupt (19) aus Hasbergen. Zum vierten Mal war der angehende Erzieher als Gruppenleiter mit von der Partie. „Viele von uns Betreuern sind hier Wiederholungstäter und, wie ich, schon als Kind immer mit zu den KJG-Sommerzeltlagern gefahren“, sagte er.


Nachdem der Bauklötzchen-Abenteuerfilm "The Lego Movie" über eine große Leinwand geflimmert war, erhoben sich die jungen Teilnehmer von den Sitzkissen, um gegen 23 Uhr zur Nachtwanderung aufzubrechen: Vier Kilometer über Feldwege, gespickt mit Gruseleffekten, die die KJG auf die Beine gestellt hatte. „Aufgrund von Regen und Sturm führte unsere Route dieses Mal nicht wie sonst durch den Hüggel“, sagten die Veranstalter. 

Keine Spur von Müdigkeit

Nach der Rückkehr kurz nach Mitternacht zeigte sich bei den Kindern noch keine Spur von Müdigkeit. „Drei Uhr wird es fast immer, bis alle tatsächlich schlafen", wusste Gemeindereferentin Jutta von Heine aus Erfahrung. Sie erklärte, warum die Leserattennacht so heißt, wie sie heißt: „Es gibt diese Aktion bereits seit über zehn Jahren. Damals begann alles mit Vorlesen und Lesezeichen-Basteln. Aber irgendwann war das Thema aufgebraucht und neue Ideen, mit denen die Kinder mehr zu begeistern waren, flossen ein.“

Nach einem Frühstück wurden die müden Kinder am Samstag gegen zehn Uhr von ihren Familien abgeholt.


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