Der Landesbeste ist ein Amazone Mechatroniker Simon Vogt in Hasbergen ausgezeichnet

Gratulation: IHK-Präsident Marco Graf überreicht Simon Vogt die Urkunde, Amazone-Geschäftsführer Christian Dreyer und Personalchef René Hüggelmeyer gratulieren ebenfalls zum landesweit besten Abschluss. Foto: Ullrich SchellhaasGratulation: IHK-Präsident Marco Graf überreicht Simon Vogt die Urkunde, Amazone-Geschäftsführer Christian Dreyer und Personalchef René Hüggelmeyer gratulieren ebenfalls zum landesweit besten Abschluss. Foto: Ullrich Schellhaas

Hasbergen. Der Mechatroniker mit dem landesweit besten Prüfungsergebnis ist Simon Vogt schon jetzt. Seine Lehre bei den Amazone-Werken in Hasbergen geht trotzdem weiter. Denn der Abschluss der Berufsausbildung ist nur ein Teil seines Dualen Studiums.

Eine Sortieranlage war es, die Simon Vogt, wie auch alle anderen Absolventen der Ausbildung zum Mechatroniker in Deutschland, bauen sollte. Sechs Stunden hatte er dafür Zeit. Und, ganz praxisorientiert, gab es während der Prüfung noch Änderungen am Plan und somit an der Anlage. Ehrenamtliche Prüfer der Industrie- und Handelskammer (IHK) haben ihn dabei beobachtet und nebenbei auch das theoretische Wissen abgeklopft.

Bundesweit einheitliche Prüfung

Nicht, dass Simon Vogt dafür nicht auch eine theoretische Prüfung abgelegt hätte. Aber am Ende dieses Gesamt-Marathons stand dann fest, dass der junge Mann im Gesamtergebnis landesweit als bester Mechatroniker abgeschlossen hat. Dafür erhielt er nun von IHK-Präsident Marco Graf, Amazone-Geschäftsführer Christian Dreyer und Amazone-Personalleiter René Hüggelmeyer eine Urkunde als Auszeichnung.

Für René Hüggelmeyer und Marco Graf ist die bundeseinheitliche Abschlussprüfung zum Mechatroniker ein Beweis für den engen Praxisbezug der Ausbildung. „Das sind, auch im Hinblick auf Sensorik und Digitalisierung, aktuelle Themen in Betrieben“, sagten beide. Dafür spräche auch, dass die Prüfungsaufgaben von ehrenamtlich für die IHK tätigen Prüfern konzipiert und durchgeführt werden.

Praxisbezogene duale Ausbildung

Genau dieser Praxisbezug hatte auch Simon Vogt gereizt, als er sich für ein Duales Studium entschieden hat. Dabei schließen Auszubildende gleichzeitig eine Lehre und ein Studium ab und benötigen dafür statt zweieinhalb vier Jahre Zeit. Ähnlich wie in der bekannten Ausbildungsform arbeiten sie drei Wochentage im Betrieb, zwei sind für die Schul- beziehungsweise Studienbank vorgesehen. Wobei der schulische Anteil mit drei Wochenstunden eher gering ausfällt, weitere Themen der Ausbildung deckt das Studium, in Simon Vogts Fall zum Maschinenbauer, mit ab.

„Ich komme selbst aus dem landwirtschaftlichen Bereich“, sagt der sich weiterhin in Ausbildung befindende Simon Vogt, „und es war naheliegend, dass ich auch in diesem Bereich etwas machen wollte.“ Ausschlaggebend für seine Bewerbung bei Amazone sei schließlich gewesen, dass das Unternehmen gerade auch im Bereich Ausbildung einen guten Ruf genießt.

Top-Ausbildungsbetrieb

„Amazone gehört zu den Betrieben der Region, die das Zertifikat ,Top-Ausbildungsbetrieb' wegen ihres vorbildlichen Engagements führen dürfen“, sagt Marco Graf von der IHK. Dazu gehören neben der Möglichkeit des Dualen Studiums, das laut IHK-Präsident Marco Graf mit gut 100 von 4500 Ausbildungsbildungsverträgen pro Jahr immer noch ein Nischendasein fristet, auch Programme wie Ama-Train oder das betriebseigene Mentorenprogramm.

Bei letzterem können alle Auszubildenden mit einem erfahren Mitarbeiter des Unternehmens ihren beruflichen Werdegang besprechen und planen. Ama-Train bietet Kurse und Bildung in unterschiedlichen Bereichen der Kategorie Softskills. Dazu gehören etwa Rhetorikkurse oder Fitnessangebote.

Weiter lernen

Simon Vogt will jetzt jedenfalls erst einmal seinen Bachelor in Maschinenbau abschließen. Die Möglichkeit eines anschließenden Master-Studiums hat er mit seinem Mentor bereits besprochen und befindet sich in der Planung – auch wenn bis dahin noch anderthalb Jahre vergehen werden. Und auch wenn ihn dieses möglicherweise von Osnabrück wegführt, sieht es Personalchef René Hüggelmeyer positiv: „Anderweitige Erfahrungen zu sammeln macht den Mitarbeiter im Falle einer anschließenden Rückkehr ja nur noch qualifizierter.“ 


Internet:

Weitere Informationen zu Karriere- und Ausbildungsmöglichkeiten bei Amazone im Internet unter http://www.amazone.shop.  

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