Erfolgreiche Schüler Hasbergen hat jetzt eine „Deutsche Schachschule“

Deutsche Schachschule, dieses Schild darf sich die Schule am roten Berg in Hasbergen jetzt an den Eingang montieren. Übergeben wurde die Auszeichnung von Patrick Wieben (Deutsche Schachjugend, links). Für Mathe-. Physik- und Chemielehrer Karsten Bertram ist Schach mehr als ein „Steckenperd“, das er auch an der Schule pflegt. Schulleiter Thorsten Peters darf sich das Poster „Chefstratege“ an die Bürotür hängen.Deutsche Schachschule, dieses Schild darf sich die Schule am roten Berg in Hasbergen jetzt an den Eingang montieren. Übergeben wurde die Auszeichnung von Patrick Wieben (Deutsche Schachjugend, links). Für Mathe-. Physik- und Chemielehrer Karsten Bertram ist Schach mehr als ein „Steckenperd“, das er auch an der Schule pflegt. Schulleiter Thorsten Peters darf sich das Poster „Chefstratege“ an die Bürotür hängen.

Hasbergen. Die Schule am Roten Berg ist jetzt eine von 100 Schachschulen in Deutschland. Ein erstklassiges Zeugnis zum Ende des Halbjahres.

Patrick Wieben von der Deutschen Schachjugend überbrachte die Auszeichnung und hob dabei hervor, dass es der Schule gelungen sei, fünfmal in Folge den Titel Deutsche Schulschachmeister zu erringen. Außerdem genieße Schach an der Schule einen hohen Stellenwert und die Mannschaften könnten sich durchaus auch mit denen von Gymnasien messen.

Feierstunde mit 300 Schülern

Zu der Feierstunde in der Sporthalle waren mehr als 300 Schüler erschienen. Lob von allen Seiten ernteten aber nicht nur die Schüler, sondern auch ihr Schachtrainer Karsten Bertram. Zwar gab es schon vor 2010, als Bertram an die Schule kam, dort eine Schach AG, doch unter seiner Leitung spielten sich die Mannschaften von Erfolg zu Erfolg. „Macht weiter so“, rief Hasbergens Schulausschussvorsitzender Andreas Heckel den Schülern zu. Auch Bürgermeister Holger Elixmann ließ Stolz durchblicken: Deutsche Schachschule klinge doch besser als „Deutsche Schule für rhythmische Gymnastik“. Wer das „königliche Spiel“ beherrsche, sei „weit vorne“ und „da wollt Ihr ja hin.“

Großes Lob auch von der Landesschulbehörde. Sandra Castrup zeigte sich beeindruckt. Das Spiel erfordere „planvolles Denken, Konzentration und Durchhaltevermögen.“ Die Auszeichnung als „Deutsche Schachschule“ sei ein Grund zur Freude, aber keine Überraschung. Schließlich spiele man an der Schule am Roten Berg auf hohem und sogar höchstem Niveau. Das zeige allein schon die Teilnahme an nationalen Turnieren. „Darauf könnt Ihr verdammt stolz sein.“

Besondere Wertschätzung

Anke Husmann-Niemann als didaktische Leiterin zollte den Schülerinnen und Schülern ihre Anerkennung: Blitzschach oder Blindschach, das sei nichts für sie. Respekt verlange aber auch, wie umsichtig mit den Schachspielen umgegangen werde. An vielen Schulen sei das nicht gerade selbstverständlich und deshalb ein Ausdruck besonderer Wertschätzung.

Schulleiter Peters sagte in seinem Grußwort, er sei dankbar, dass sich Bertram seinerzeit für den Schuldienst und nicht für eine Karriere als Schachprofi entschieden habe. Seine Zusage, Bertram für jeden Titel einer Schülermannschaft einen Tag Sonderurlaub zu gewähren, habe er jedoch angesichts der vielen Erfolge schnell wieder zurücknehmen müssen. Auch während der Feierstunde wurden wieder mehrere Pokale vergeben. Angesichts mehr als gut gefüllter Vitrinen bekomme man damit mittlerweile Platzprobleme, so Peters. Der an diesem Tag viel gelobte Bertram bewies im lockeren Umgang mit den Schülern, dass sich Denksport und Spaß nicht ausschließen. Im Gespräch am Rande der Veranstaltung sang er zudem ein Loblied auf das Kollegium. Als Einzelkämpfer könne man da nichts ausrichten. Seine Vorschläge seien stets dankbar aufgenommen und unterstützt worden, sagt er.


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