Ehrenamt auf professionellem Niveau Zahlreiche Einsätze für Hasberger Wehr

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Ehrenamtliche Helfer in der Not: Gemeinsam mit Bürgermeister Holger Elixmann (2.v.r.) und Gemeindebrandmeister Steve Kraus (3.v.r.) blickten die Hasberger Wehrleute am Samstag auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Foto: Dennis HalsbandEhrenamtliche Helfer in der Not: Gemeinsam mit Bürgermeister Holger Elixmann (2.v.r.) und Gemeindebrandmeister Steve Kraus (3.v.r.) blickten die Hasberger Wehrleute am Samstag auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Foto: Dennis Halsband

Hasbergen. Traditionell hielten die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr während ihrer Jahreshauptversammlung am Samstag Rückschau auf ihre Einsätze im letzten Jahr.

Wie der Pressesprecher des Hasberger Wehr, Dennis Halsband, mitteilte, hob der Gemeindebrandmeister Steve Kraus in seinem Geschäftsbericht einige Ereignisse hervor. Zwar habe das Jahr 2018 aus Sicht der Feuerwehr ruhig begonnen, doch sollte sich dies in der Folge noch deutlich steigern.

Zum ersten Mal mussten die Blauröcke laut Kraus Mitte Januar eingreifen. Hierbei löste eine unkontrollierte Rauchausbreitung in einer Heizungsanlage den Einsatz aus, erinnerte sich der erfahrene Wehrmann. Eine lange Atempause war den Kameraden nicht vergönnt. Nur zwei Tage später sorgte das Sturmtief „Friederike“ in Hasbergen für schwere Verwüstungen.

Durch eine Windhose wurden zahlreiche Bäume umgeworfen und große Verwüstungen angerichtet. Insgesamt 16 Einsätze standen allein in diesen Tagen in den Protokollen der Feuerwehr. „Das mediale Interesse reichte bis in die Tagesthemen“, beschrieb Halsband die Auswirkungen dieses Naturereignisses auf die Arbeit der Wehr.

Auch überregional im Einsatz

Neben den Herausforderungen bei Bränden mit äußeren Temperaturen von bis zu 6 Grad Minus, sollten die Feuerwehrmänner im Jahr noch vor Probleme größeren Ausmaßes gestellt werden. Im Rahmen der überörtlichen Zusammenarbeit wurde die Feuerwehr am Hüggel auch zur Bekämpfung des Moorbrandes im emsländischen Meppen herangezogen.

Mit der Unterstützung der Bundeswehr und vielen weiteren Kräften sei es schließlich gelungen, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Insgesamt hielt allein dieses Unglück die Hasberger Wehrleute drei Tage in Atem.

Ihren wohl heißesten Einsatz verzeichneten die Brandbekämpfer im Freizeitland. Eine Sauna hatte sich derart entzündet, dass es nach Aussage von Kraus zu einer Rauchgasdurchzündung kam. Bei diesem sogenannten Flashover mussten die Einsatzkräfte einer Stichflamme von bis zu 8 Metern Länge ausweichen.

Kein Unterschied zu den hauptberuflichen Kameraden

Vor dem Hintergrund, dass die Feuerwehr im Jahr 2018 während ihrer 82 Einsätze fast 1500 Einsatzstunden geleistet habe, verwies Halsband darauf, dass sich die Einsätze im Jahr 2018 auf einem sehr hohen Niveau bewegten. Aufgrund dieser hohen Belastung seien die Kameraden am Hüggel für jedes Mitglied dankbar, welches sich im Rahmen der Wehr engagieren wolle. Laut Halsband freue man sich jederzeit auch über Quereinsteiger, die mit ihrer Hilfe aktiv zur Sicherheit in Hasbergen beitragen wollten. „Bei uns wird jeder ausgebildet.“

An der Versammlung nahm auch Bürgermeister Holger Elixmann teil. In seinem Grußwort dankte der Verwaltungschef für die geleistete Arbeit. Gleichzeitig stellte Elixmann nach Aussage von Halsband zügige Fortschritte beim Projekt „Neubau Gerätehaus“ in Aussicht.


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