Nach Brand: Schaden deutlich höher Wie geht es weiter im Hasberger Freizeitland?

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Verkohlte Tür nach Brand im Lehmtempel des Freizeitlandes in Hasbergen. Foto: Friedrich NiemeyerVerkohlte Tür nach Brand im Lehmtempel des Freizeitlandes in Hasbergen. Foto: Friedrich Niemeyer

Hasbergen. Dichter Rauch drang am Morgen des 28. Dezembers aus dem "Lehmtempel" im Freizeitland Hasbergen. Enorme Hitze erschwerte die Löscharbeiten. Der entstandene Schaden ist weitaus höher, als zunächst angenommen.

Als erster bemerkte der Hausmeister den Brand. Nachdem er die Feuerwehr alarmierte, rief er den Geschäftsführer des Freizeitlands, Maik Schwarberg, an. "Sehr aufgeregt sagte unser Hausmeister mir, dass es im Lehmtempel brennt", erinnert er sich. Der Lehmtempel war einer der vor dem Brand insgesamt zwölf "Länder-Saunen" auf dem 7000 Quadratmeter großen Gelände des Freizeitlandes. Er befindet sich im Außenbereich der Anlage. Schwarberg setzte sich sofort ins Auto und war in zehn Minuten vor Ort.

Rauch entfachte sich explosionsartig

Zunächst habe es nur gequalmt. "Erst als die Feuerwehr die Tür zur Sauna öffnete, fing es an zu brennen", beschreibt Schwarberg. Es kam zum "Flash Over", wie Gemeindebrandmeister Steve Krauß von der Hasberger Feuerwehr berichtet. Der Rauch entfachte sich durch den plötzlich eintretenden Sauerstoff explosionsartig.

Die hölzernen Fenster des Lehmtempels sind durch den Brand zerstört worden. Im Hintergrund ist der Innenraum des abgebrannten Lehmtempels zu erkennen. Foto: Friedrich Niemeyer


Versicherung zahlt den Schaden

Für den Geschäftsführer des Freizeitlands war ziemlich schnell klar, dass die Lage weniger bedrohlich ist, als zunächst angenommen. Der Brand betraf nur einen kleinen Teil der Saunaanlage, der sich zudem weit am Rand des Geländes befand. Dies sei dem schnellen Eingreifen der Freiwilligen Feuerwehr Hasbergen zu verdanken, so Gemeindebrandmeister Krauß. Die meisten Hasberger Feuerwehrleute seien über die Feiertage zuhause gewesen, weshalb sie schnell am Einsatzort sein konnten. 


"Hätten wir zehn bis zwanzig Minuten später eingegriffen, wäre uns das Feuer weggelaufen"Steve Krauß, Gemeindebrandmeister Freiwillige Feuerwehr Hasbergen


So konnte Schwarberg sogar mit dem Gedanken spielen, das Freizeitland noch am selben Tag wieder zu öffnen. Die Aufräumarbeiten durchkreuzten diesen Plan. Einen Tag später konnte das Freizeitland seine Pforten jedoch schon wieder öffnen. 

Maik Schwarberg zeigt auf den abgebrannten Lehmtempel. Die Sauna rechts daneben konnte schon einen Tag später wieder besucht werden. Foto: Friedrich Niemeyer

Zwei Wochen nach dem Brand ist nicht mehr viel davon zu sehen. Die Aufräumarbeiten gehen für die Besucher des Freizeitlands fast unbemerkt vonstatten. Die Versicherung hat dafür eine Firma beauftragt, die auf die Sanierung von Brandschäden spezialisiert ist. In weißen Ganzkörperanzügen entsorgen Mitarbeiter dieser Firma die Reste des Brandes.

Wurde der Schaden zunächst auf rund 50.000 Euro beziffert, geht Geschäftsführer Schwarberg nun von deutlich mehr aus, wie er im Gespräch mit der NOZ berichtet. Seine ersten vorsichtigen Schätzungen liegen bei etwa 300.000 Euro. Den finanziellen Schaden werde die Versicherung begleichen, sagt Schwarberg.

Brandursache noch nicht geklärt

Die Polizei Georgsmarienhütte teilte auf Anfrage mit, dass die Brandursache noch nicht abschließend geklärt sei. Man gehe jedoch von einem technischen Defekt beim Anheizen aus. Brandstiftung könne ausgeschlossen werden.

Neue Sauna bereits in Planung

Der abgebrannte Lehmtempel werde nicht wiedereröffnet. "Wir planen derzeit mit unseren Saunameistern eine neue Sauna", teilte Maik Schwarberg mit. Konkret sind die Pläne allerdings noch nicht. Fest steht lediglich, dass es eine "neue, modernere" Sauna werden soll. "In dieser werden wir auch wieder Show-Aufgüsse veranstalten", kündigt Schwarberg an. Der Lehmtempel sei dafür nicht so gut geeignet gewesen.



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