Drei Könige besuchen Bürger Sternsinger bringen gemeinsam Segen

Meine Nachrichten

Um das Thema Hasbergen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Singend überbrachten die Sternsinger Joshua Collins, Jakob Geyer, Leonard Köhler und Sarah Geyer (v.l.) den Besuchern des Pfarrgemeindehauses ihren Segen für das Jahr 2019. Foto: Michael PohlSingend überbrachten die Sternsinger Joshua Collins, Jakob Geyer, Leonard Köhler und Sarah Geyer (v.l.) den Besuchern des Pfarrgemeindehauses ihren Segen für das Jahr 2019. Foto: Michael Pohl

Hasbergen. Am Wochenende zeigten in der Hüggelgemeinde die Teilnehmer des traditionellen Sternsingens wieder einmal, dass man gemeinsam viel bewegen kann.

Unter dem Motto „Wir gehören zusammen“, zogen am Samstag und Sonntag insgesamt 26 Gruppen durch den Ort. Weil es in diesem Jahr mit 115 großen und kleinen Königen nicht ganz so viele Sternsinger waren wie in den Vorjahren, hatten die Organisatoren im Vorfeld darum gebeten, dass die Bürger mitteilen sollten, ob der Besuch der Sternsinger gewünscht sei.

Diese Nachricht erreichte über die Medien auch die evangelische Christuskirche. „Das darf nicht weniger werden“, kommentierte deren Pastor Schwegmann-Beisel im Rahmen der Messe zum Neujahrsempfang seiner Gemeinde. So kam es, dass die Gruppe von Jakob Geyer, Leonad Köhler, Sarak Geyer und Joshuha Collins bei ihrem Besuch des Pfarrgemeindehauses der Christuskirche eine besondere Spende entgegen nehmen durften.

Gesamte Kollekte für die Sternsinger

Aus der Hand von Schwegmann-Beisel erhielten sie den kompletten Betrag der in seiner zuvor gefeierten Messe gesammelten Kollekte. Dabei kamen 433,50 Euro zusammen. Wie bei ihren übrigen Besuchen überbrachten die Könige den Besuchern des Pfarrgemeindehauses ihren Segen für das neue Jahr 2019.

Unter den Sternsingern waren in diesem Jahr nicht nur erfahrene Majestäten dabei. Wie etwa der neunjährige Joshua feierten viele junge Könige ihre Premiere im Rahmen der traditionellen Aktion. „Ich wollte wissen, wie es ist, durch den Ort zu gehen und darum zu bitten, anderen zu helfen“, antwortete der junge Sternsinger auf Nachfrage.

Helfen, damit es anderen besser geht

Als Grund für sein Engagement gab Joshua an, über die Medien von Menschen erfahren zu haben, die noch viel weniger besäßen als er. „Uns geht es hier ganz schön gut. “ Mit diesen Worten brachte er an diesem Tag die Stimmung der Sternsinger auf den Punkt. Im Anschluss an ihren Besuch brachte die Gruppe mit gesegneter Kreide den traditionellen Segensgruß "Christus mansionem benicat"  (Christus segne dieses Haus) am Pfarrgemeindehaus an.

Angesprochen auf mögliche Gründe für den Rückgang der Beteiligung an der Sternsingeraktion äußerte die Gemeindereferentin der katholischen Pfarrei St. Josef, Jutta von Heine, die Vermutung, dass viele Eltern befürchteten, dass die Belastung für deren Kinder durch das Sternsingen zu hoch sei. Ein weiterer Grund liege ihrer Ansicht nach in den weiter rückläufigen Geburtenraten. Dadurch würden auch nicht mehr so viele Kinder zur Erstkommunion kommen. Traditionell seien es diese Kinder, die als Caspar, Melchior und Balthasar durch die Straßen zögen.

Trotz der geringeren Beteiligung konnten die Sternsinger in diesem Jahr die stolze Summe von 12.566,28 Euro entgegen nehmen. 


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN