Gespräch mit dem Bürgermeister Holger Elixmann hat in Hasbergen noch viel vor

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Mit dem Bau der Neuen Mitte will er 2019 beginnen, im gleichen Jahr mit dem Feuerwehrgerätehaus – und 2021 erneut für das Amt des Bürgermeisteramt kandidieren: Hasbergens Bürgermeister Holger Elixmann. Foto: Michael GründelMit dem Bau der Neuen Mitte will er 2019 beginnen, im gleichen Jahr mit dem Feuerwehrgerätehaus – und 2021 erneut für das Amt des Bürgermeisteramt kandidieren: Hasbergens Bürgermeister Holger Elixmann. Foto: Michael Gründel 

Hasbergen. Wer mit Holger Elixmann über Hasbergen spricht, stellt fest: Dieser Mann hat für seine Heimat noch viel vor. An einem kalten Vormittag im Dezember traf die NOZ den Bürgermeister (CDU) zum Interview an verschiedenen Orten in der Gemeinde – das kam dabei heraus.

Tecklenburger Straße 44, eine legendäre Adresse in Hasbergen. 3 Grad. Wind. Die Holzheide, alte Traditionsgaststätte, ist nicht mehr da. Stattdessen: Viel Sand, brachliegende Fläche. Wo früher Bier über den Tresen ging, soll bald der erste Stein für die Neue Mitte gesetzt werden. Holger Elixmann kommt in Jeans, Schal und Mantel. Für das Gespräch nimmt er sich einen Vormittag lang Zeit. Es ist viel zu tun derzeit in Hasbergen.

NOZ: Ganz schön kahl hier...

Elixmann: Das kann man so sehen...

...Haben Sie sich denn schon an den Anblick gewöhnt?

Elixmann: So langsam, ja. Aber es gibt noch immer etliche Hasberger Kiebitze, die sich das alles genauer anschauen. Die Gaststätte hat seit Generationen das Ortsbild geprägt. Während der Abrissarbeiten ist sogar ein Film darüber entstanden...

...da schwingt ein wenig Wehmut in Ihrer Stimme mit.

Natürlich, das ist bei einem Großteil der Hasberger so. Vielleicht nicht wegen des Gebäudes, das war abgängig, sondern wegen der Küche und der Gesellschaft. Die Holzheide war ja immer gut besucht.

Sie haben bestimmt auch persönliche Anekdote zu erzählen.

Der Wirt Ludger Bavendiek war ein Meister seines Fachs. Bevor er die Gaststätte übernahm, arbeitete er als Koch in der Tennishalle (Anm. d. Red: heute Freizeitland). Als Kind habe ich dort gerne Schnitzel Hawaii gegessen, später dann in der Holzheide. Es konnte niemand so gut Schnitzel Hawaii machen wie Ludger. Er ist zudem ein riesiger Fan des FC Bayern. Ich habe mir auch sagen lassen, dass er einmal einen Gast im Dortmund-Trikot nicht bedient wurde wollte (lacht). 

Das Logo der Heimatgemeinde trägt Bürgermeister Holger Elixmann am Mantel. Foto: Michael Gründel


Sprechen wir über die Neue Mitte. Wann passiert hier endlich etwas?

Das ist tatsächlich die am häufigsten gestellte Frage. Sie sehen, das Gelände ist abschüssig. Man kann sich gut vorstellen, was alles erforderlich ist, um hier sinnvoll bauen zu können. Es ist ja nicht damit getan, dass man sagt: 'So, das erste Gebäude setzen wir hin, der Rest kommt dann.' Es muss schon alles miteinander stimmig sein – dazu gehört auch die Straße, die K305, und die andere Straßenseite. Die Mitte ist ein Bauprojekt in einer Größenordnung, das nicht von heute auf morgen kann gestartet werden kann. Es baut alles aufeinander auf... 

...wie sieht denn der Zeitplan aus? 

Der Generalplaner und die Fachplaner koordinieren derzeit alles im Außenbereich, die Statik und vieles mehr. Die Ergebnisse gehen in den Rat, dort fallen dann alle Beschlüsse. Ziel ist, dass wir bei optimalem Verlauf bis Ende 2019 den Spatenstich setzen.

Warum sind Sie eigentlich ein solch großer Befürworter des Projektes?

Weil es das ermöglicht, was in Hasbergen immer gefehlt hat: eine Mitte. Wir können keine historische Mitte errichten, wie sie beispielsweise Tecklenburg hat. Aber eine Mitte für eine Gemeinde, die mehr als nur Schlafstadt für Osnabrück sein will, ist absolut erforderlich. Wir schaffen eine Aufenthaltsqualität, eine Gastronomie, es gibt Belebung, Parkplätze. Das hat hier immer gefehlt, und das sieht auch die Mehrheit der Bevölkerung so.  

Die Sanierung des alten Rathauses wäre aber sicher einfacher gewesen... 

...was den organisatorischen Aufwand und die Planungsintensität angeht, sicherlich. Wenn man sich diese Fläche hier anschaut, sieht man aber eindeutig, dass etwas geschehen muss. 

Ich bin ketzerisch und behaupte, die Mitte ist ein Prestigeobjekt für den Bürgermeister. 

Das sehe ich anders – aber nicht, was das „ketzerisch“ anbelangt. Bei öffentlichen Gebäuden ist immer eine gewisse Gefahr da. Im Nachgang werden stets Verantwortlichkeiten für tatsächliche oder vermeintliche Fehlentwicklungen gesucht. Das ist nicht unbedingt angenehm. Also sehe ich hier keineswegs ein Prestigeobjekt, der Bau ist nun mal einfach notwendig für die Infrastruktur der Gemeinde.

Viel Sand, kleine Krater: Wenn es nach Hasbergens Verwaltungschef geht, soll hier 2019 der Spatenstich für die Mitte erfolgen. Foto: Michael Gründel

Es gibt einen Ratsbeschluss, der besagt: 3,6 Millionen für die Mitte. Ist die Summe vor dem Hintergrund steigender Kosten noch realistisch?

Der Ratsbeschluss war im Zusammenhang mit der Planung gefasst worden. Ich habe an vielen Stellen gesagt: Wir werden uns den Entwicklungen der Baubranche nicht verschließen können. Wir sind derzeit komplett auf Kurs, das liegt auch daran, dass wir die Größe nochmals reduziert haben. Wenn wir nun feststellen, dass die Kosten in der Baubranche binnen eines Jahres um etwa zehn Prozent gestiegen sind, dann wird diese Entwicklung auch an uns nicht vorbeigehen.

Wie meinen Sie das?

Wenn sich früher zehn Firmen auf unsere Ausschreibungen gemeldet haben, sind es heute nur noch drei. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Günstigste teurer ist, als wenn sich zehn bewerben, relativ hoch. Wir werden das an der einen oder anderen Stelle logischerweise feststellen. Bei einigen Gewerken müssen wir schon froh sein, wenn sich überhaupt eine Firma bewirbt.

Angenommen die Kosten fallen tatsächlich höher aus. 

Die Gemeinde ist wirtschaftlich hervorragend aufgestellt, die Kredite stehen zur Verfügung. Es ist nicht so, dass uns das Projekt auffressen würde. Abgesehen davon: Wir stellen in jedem Ausschuss fest, dass hart darum gerungen wird, im Kostenbereich zu bleiben. Wir versuchen gemeinsam aktiv gegenzusteuern, soweit das in unserer Macht liegt. 

Sie sagten vor einem Jahr, es gebe viele potenzielle Investoren für die Wohn- und Geschäftshäuser...

Die sind nach wie vor da. Im Dezember wurde einen Investorenbrief von uns mit einigen Informationen verschickt. Es musste zuerst einmal festgestellt werden, wie groß die Baufelder werden...

...Sie können bestimmt Namen von Investoren nennen? 

(lacht) Kann ich, mache ich aber nicht.

Was machen Sie, wenn die Mitte steht?


Holger Elixmann ist seit dem 3. November 2014 im Amt. Mit dem Jahreswechsel startet er in sein fünftes Jahr als Bürgermeister. Die Ortswechsel legen wir in Elixmanns Auto zurück. Wir nutzen die Zeit für weitere Fragen. 

Sind Sie eigentlich amtsmüde?

Nein, nach vier Jahren keineswegs. Das wäre auch sehr früh. Wir sind ja mitten in spannenden Prozessen. Da wünscht man sich natürlich, die weiterhin gestalten zu dürfen. 

Ist seit Ihrem Amtsantritt alles so gelaufen, wie Sie es sich vorstellen? 

Nein, das ist ein Beruf, der jeden Tag neue Überraschungen bietet. Aber eine Sache, die ich zur meiner Frau damals sagte, ist genauso eingetroffen: 'Die Höhen werden höher, die Tiefen tiefer sein'. Es gibt Momente, da ist es überragend, dabei gewesen zu sein. Aber es gibt eben auch die anderen Momente. Dann heißt es: 'Das war eben nicht so der Hit." 

Blick nach vorne: Bürgermeister Holger Elixmann während der Autofahrt. Foto: Michael Gründel

Ist Bürgermeister Ihr Traumjob? 

Im Nachhinein, ja. Das kann man durchaus sagen. Vor allen Dingen natürlich, wenn man es in der Heimatgemeinde machen darf. Da sind dann noch mehr Emotionen bei.

Die nächste Bürgermeisterwahl ist 2021. Mit Ihnen als Kandidat?

Stand jetzt gehe ich fest davon aus...

...auch als Kandidat der CDU?  

Grundsätzlich sehr gerne. Die Frage ist jedoch etwas verfrüht. Es ist ja kein Geheimnis, dass es da in Hasbergen durchaus Differenzen gibt.

Das heißt, Sie treten unter der amtierenden Parteichefin nicht noch einmal an?

In der jetzigen Konstellation ist das schwierig bis ausgeschlossen. Es sind auch andere Varianten denkbar, die möglicherweise sehr erfolgsversprechend sind.

Zweiter Ort. Auf einer Fläche am Hüggelzwergenkreisel soll in diesem Jahr der Grundstein für das neue Feuerwehrgerätehaus gelegt werden, das Grundstück ist schon frei geschnitten.    

"Der zweitschönste Kreisel im Landkreis Osnabrück", sagt Elixmann. Der schönste stünde nur einige hundert Meter weiter, ebenfalls in Hasbergen. Foto: Michael Gründel

Im Dezember wurde die Vorentwurfsplanung angenommen. Sind Sie erleichtert?

Ja, vor allen Dingen erleichtert, weil das Tempo dadurch hoch gehalten werden kann. Die Kameraden der Feuerwehr sehnen sich nach diesem Gebäude. Wir hoffen, dass Mitte 2019 der Spatenstich erfolgen kann.


Der Vorsitzende des Feuerwehrausschusses, Heiko Dölling, gibt sich da etwas optimistischer...

Im Bereich des Spatenstichs sind wir hier durchaus einer Meinung. Insgesamt ist hier wichtig und auch Konsens, was Gemeindebrandmeister Steve Krauß mehrfach betont hat: „ Genauigkeit geht vor Schnelligkeit.“ 

Unseren Reportern erklärt Elixmann die weitere Vorgehensweise in Sachen Feuerwehrgerätehaus. Foto: Michael Gründel

Drei Millionen Euro kostet der Bau. Welches Gebäude bekommt die Gemeinde für diesen Preis?

Wir werden hier das aktuell modernste Feuerwehrgebäude im Landkreis haben. Zivilschutz ist eminent wichtig, dafür ist eine gute Infrastruktur notwendig.

Jetzt zieht auch das Deutsche Rote Kreuz hier ein...

Die Feuerwehr und das DRK waren ja bislang auch in einem Gebäude. Es wäre natürlich schön, wenn die beantragten Fördergelder für das DRK kämen. Dass diese homogene Verbindung bestehen bleibt und beispielsweise Feuerwehr und DRK gemeinsam zu Einsätzen fahren, ist durchaus sinnvoll.

Zweite Autofahrt, und wieder nutzen wir die Zeit. 

Was macht den typischen Hasberger für Sie aus? 


Wie malen sie das Ideal ihrer Heimat? 

Einerseits müssen die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine gute Entwicklung und Infrastruktur da sein, andererseits ist aber auch der Zusammenhalt unglaublich wichtig. Hier sind wir in den letzten Jahren deutlich vorangekommen. 

In Gaste hat sich zuletzt einiges getan. Ende 2017 eröffnete dort Teppich Kibek, Mitte 2018 Total die erste Wasserstofftankestelle der Region, und Ende Januar soll die McDonalds-Filiale eröffnen. Wir sprechen mit Holger Elixmann an der Rheiner Landstraße. 

Ist das ein Trend, dass sich hier immer mehr Unternehmen ansiedeln?

Wir könnten, wenn wir mehr Fläche hätten, noch mehr Firmen ansiedeln. Die Lage ist überragend. Wo wir im Moment stehen (Anm. der Red.: Total-Tankstelle) ist die Idee auch nicht vor zwei Jahren entstanden, sondern man hat schon vor vielen Jahren versucht, die Flächen zu entwickeln. Diese Entwicklung dauert eine ganze Weile. Die Nachfrage am Standort bleibt extrem groß.  

Auf der anderen Straßenseite soll sich noch etwas tun... 

Es ist kein Geheimnis, dass neben der derzeitigen Spielhalle mit dem gesetzlichen Abstand noch eine weitere errichtet Spielhalle wird. Dazwischen kommt möglicherweise noch etwas anderes. Bestimmte Optionen, beispielsweise Speditionen, sind aber ausgeschlossen. Wir haben da sonst mit den Anwohnern und der Straßenanbindung eine Verkehrssituation, die unlösbar wäre. 

Sieht die Entwicklungen in Gaste positiv: Holger Elixmann. Foto: Michael Gründel

Spielsucht ist ein großes Thema. Muss eine weitere Spielhalle wirklich sein? 

Man kann der Sache durchaus kritisch gegenüberstehen, das zeigen auch die Diskussionen im Rat. Es gibt auch andere Bereiche, die moralisch und ethisch diskussionswürdig sind. Solange jedoch das Glückspiel staatlich zugelassen ist und stark reglementiert und reguliert wird, ist das aus meiner Sicht akzeptabel.

Ab Sommer 2019 soll die Rheiner Landstraße zur Dauerbaustelle werden. Das könnte für die Gaster Bürger zu einem Problem werden. 

Gaste und Lotte sind von der Sperrung stark betroffen. Die Gefahr besteht, dass diese vornehmlich über die Martinistraße in Richtung Osnabrück fahren müssten. Dort wiederum plant die Stadt ein Experiment mit Tempo 30. Mit Thomas Fillep, dem seit dem neuen Jahr zuständigen Stadtrat, habe ich bereits Kontakt aufgenommen. Wir müssen die Baustellen besser koordinieren, um dafür zu sorgen, dass der Verkehrsfluss aller Verkehrsmittel erhalten bleibt und unsere Pendler zu ihren Arbeitsplätzen gelangen können. Thomas Fillep steht einem Austausch positiv gegenüber. 

Als einer seiner ersten Amtshandlungen wollte Elixmann dem Nahversorger, den alten Jibi-Markt, in Ohrbeck wieder Leben einhauchen. Wir konfrontieren ihn mit der Thematik. 

Der Jibi-Markt scheint ihr Problemkind...

Ja, man muss ganz realistisch konstatieren, dass sich hier die Entwicklung nicht wie von uns gewünscht vollzogen hat. Es ist schade, wir hätten die Möglichkeit dort mehr positiven Entwicklungen, auch mit einem größeren Nahversorger. Unser Einzelhandelskonzept gibt das her. Leider ist die Verwaltung hier bei den zahlreichen Gesprächen mit allen Beteiligten an ihre Grenzen gestoßen. Versuche, einen Konsens zu erzielen, hat es viele gegeben...

...aber...

Gleichwohl sieht es nicht danach aus. Es gibt hier sehr unterschiedliche, natürlich auch berechtigte Interessen. Etwa die der Eigentümer. Wir gehen also gemeinsam mit der Politik einen anderen Weg und führen ein entsprechendes Bebauungsplanverfahren durch, sodass hier eine Entwicklung stattfinden kann. Die aktuelle Nutzfläche, ist für Nahversorger nicht interessant. Das hat sich auch in den letzten vier Jahren nicht geändert, obwohl es wie gesagt eine Vielzahl an Gesprächen gegeben hat. 

Der ehemalige Jibi-Markt an der Osnabrücker Straße steht seit einigen Jahren leer. Eine Lösung wurde noch nicht gefunden. Archivfoto: Michael Gründel

Wie lange müssen sich die Bürger also noch gedulden?

Zumindest nicht noch mal weitere vier Jahre.  

Die alte Rothenburg ist abgerissen worden, dort entsteht ein Pflegezentrum. Hätten Sie sich etwas anderes gewünscht? 

Es ist für Hasbergen auch in Zukunft wichtig, für alle Altersstufen ein attraktives Angebot zu schaffen. Das gilt für Kinder, für Jugendliche, für Familien und natürlich auch für ältere Menschen. Die Pflege ist als soziale Aufgabe von ganz besonderer Bedeutung für die Zukunft unserer Gesellschaft. Auch in diesem Bereich ist es wichtig, zukunftsfähig zu sein. 

Während der Sommerferien 2018 wurde der Schulhof der Schule am Roten Berg vollständig erneuert. Bereits im Jahr davor wurde auch der Schulhof der Grundschule erneuert. Der Gemeinde ist das nicht genug, sie will weiter in die Schulen investieren. Vor Ort spricht Elixmann über weitere Pläne. 

Die Entwicklung der Schulen ist trotz der jüngsten Maßnahmen noch nicht abgeschlossen...

...das stimmt. Die Schule am Roten Berg (SARB) wird in 2019 komplett mit Glasfaser ausgestattet, darum wird sich die telkos im Auftrage des Landkreises kümmern. Für die Hüggelschule ist das ebenfalls geplant – und wir planen zudem, die Sporthallen, beginnend mit der alten Sporthalle, zu digitalisieren. Derzeit nehmen wir aus Kostengründen noch Abstand davon. Aber wenn die Maßnahme gefördert würde, werden wir das umsetzen. 

Sind Sie denn grundsätzlich zufrieden mit der Ausstattung? 

Ja, man kann sagen, dass wir im Bereich der Schulen hervorragend aufgestellt sind. Die Schulen haben in den vergangenen Jahrzehnten eigentlich stets das bewilligt bekommen, was sie auf ihre Wunschliste aufgeschrieben haben. Das wird von den Schulleitern auch regelmäßig in den Schulausschusssitzungen hervorgehoben. Die politische Einigkeit ist hier wichtig und gegeben. Ich habe vor den Ferien in den vierten Klassen „Unterricht“ gemacht. Es wird eine exzellente Arbeit in unseren Schulen geleistet – diese Erkenntnis durfte ich erneut mitnehmen. 

Der Schulhof der Schule am Roten Berg wurde 2018 erneuert. Foto: Michael Gründel

Es gibt auch noch Herausforderungen im Bereich Brandschutz...

...ja, eine Schule, die in den 70er Jahren gebaut wurde, kann nicht an jeder Stelle mit den heutigen Vorgaben kompatibel sein. Das werden wir sukzessive angehen. Was auch auf uns zukommt...

...ja?

Wir werden mittelfristig eine neue Mensa bauen. Die Anzahl der Schüler, die die Mensa nutzen, steigt und ist für die derzeitigen räumlichen Gegebenheiten zu hoch. Auch die AWO-Kita in der unmittelbaren Nähe ist als Nutzer eingeplant. 

Das heißt, es wird ein neues Gebäude gebaut? 

Das ist noch nicht ganz klar. Es ist nach einem politischen Beschluss eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen worden, die ein tragfähiges Konstrukt erarbeitet. Das Ergebnis ist noch offen und wird politisch beraten werden. 

Der Hüggel hat nicht nur eine beachtliche erdgeschichtliche und bergbauhistorische Vergangenheit, er ist auch das wichtigste Erholungsgebiet für Hasbergen. 

Herr Elixmann, Terra Vita setzt derzeit Schritt für Schritt den "Masterplan Wandern" um. Es wurden etwa neue Bänke und Beschilderungen aufgestellt. Wie wichtig ist der Hüggel für die Gemeinde? 

Der Hüggel ist Erholungsort auf der einen Seite, als Privatwald auf der anderen Seite auch eine wichtige Existenzgrundlage für die Waldbauern. Im vergangenen Jahr wurde beispielsweise die Fichte aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit durch den Borkenkäfer schwer geschädigt, in ganz Hasbergen wurde die Baumart quasi vernichtet. Hier muss den Waldbauern geholfen werden. 

Wie wollen Sie da vorgehen? 

Es ist wichtig, bei der Installierung des Landschaftsschutzgebietes ein sinnvolles Gleichgewicht zwischen Ökonomie und Ökologie jenseits der Verbotskultur zu erreichen. Die Verwaltung arbeitet hier hervorragend mit den Waldexperten vor Ort zusammen.

Ist das Teil der Hasberger Idee, das Zusammenrücken, das füreinander Einspringen?

Ja, das spiegelt sich auch bei den Vereinen wider. Das manifestiert sich etwas bei Veranstaltung wie dem Kirchbergzauber oder dem Weihnachtsmarkt, die geradezu eine Leistungsschau der Hasberger Vereine, Verbände und Institutionen darstellen. Ich möchte auch ein weiteres Beispiel nennen...

Bitte.   

Wenn beim Hüggelcup des SV Ohrbeck der Gemeindebrandmeister zwei Tage an der Kasse sitzt, der Schützenverein Ohrbeck und die Freiwillige Feuerwehr zapft, das DRK verletzten Spielern hilft, die Spielvereinigung Gaste-Hasbergen im Gastro-Bereich tätig wird, die DLRG ihre Hilfe anbietet – dann läuft hier in Hasbergen einiges richtig. So wird aus Gesellschaft Gemeinschaft. Daran werden wir weiterhin gemeinsam arbeiten. 


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