Aufruf in sozialen Netzwerken Hasberger Reiterinnen verschenken Zeit mit Pferden

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Mit ihren Ponys möchten Daniela Mindrup, Anika Elia und Denise Schneider (v.l.) bedürftigen Kindern eine schöne Zeit zu Weihnachten schenken. Foto: Michael PohlMit ihren Ponys möchten Daniela Mindrup, Anika Elia und Denise Schneider (v.l.) bedürftigen Kindern eine schöne Zeit zu Weihnachten schenken. Foto: Michael Pohl

Hasbergen. Zur Weihnachtszeit verschenken Denise Schneider, Anika Elia und Daniela Mindrup Zeit mit ihren Ponys und möchten so die Herzen bedürftiger Kinder höher schlagen lassen.

„Wir sind den Frauen unendlich dankbar“, beschrieb eine Mutter, die namentlich nicht genannt werden möchte, die Bedeutung dieser Möglichkeit. Ihre Tochter sei verhaltensauffällig. Es falle der Achtjährigen schwer, Freundschaften zu schließen oder sich am Unterricht in der Schule normal zu beteiligen.

Familien in Not

Sie habe öfter ihren Arbeitsplatz verlassen müssen um ihr Kind von der Schule abzuholen. „Auf Dauer hat kein Arbeitgeber Verständnis für unsere Situation“, schildert die Mutter. Auch der ältere Bruder käme oft zu kurz, da die Betreuung seiner Schwester viel Aufmerksamkeit erfordere. Weil sie oft ihren Arbeitsplatz verlor, müsse ihr Mann die Familie allein ernähren. Das Geld ist knapp.

Eine Therapie ihrer Tochter mit tierischer Unterstützung sei sehr kostspielig, die Krankenkasse bezahle nur einen Teil – der Eigenanteil sei für die Familie schlicht unbezahlbar. Gemeinsam mit dem Team vom Reiterhof Schierke hofft die Mutter nun, dass sich die Achtjährige bei ihrer persönlichen Pferdefreizeit entspannen könne. „Vielleicht bringt es etwas für die Zukunft.“

Idee zieht Kreise

Zunächst wollten die drei Reiterinnen mit ihrem Post in der Facebookgruppe „Wenn du dich in Hasbergen zuhause fühlst“ eigentlich nur Familien aus der Hüggelgemeinde ansprechen. Die Idee, bedürftigen Familien eine kleine Freizeit mit Pferden kostenlos zur Verfügung zu stellen, verbreitete sich rasch über das soziale Netzwerk. Daher bekam das Trio nach eigenen Angaben auch über Hasbergen hinaus Anfragen aus dem Osnabrücker Land.

 „Durch meinen Beruf als Polizistin habe ich einiges mitbekommen“, erläutert Denise Schneider den Grund ihres Engagements. Wenn in Familien das Geld knapp ist, sei die insbesondere vor Weihnachten sehr belastend. Die Kinder hätten sich daran oftmals schon gewöhnt, aber für die Eltern sei es fast unerträglich, ihrem Nachwuchs nur wenige oder gar keine Geschenke machen zu können.

Ponyzeit zu Weihnachten

Um diesen Familien zu helfen, bieten die Reiterinnen an, Zeit mit ihren Ponys Casper, Hermine und Sunny zu verbringen. Dabei sei es völlig egal, ob das Kind das Pferd reiten wolle. Für Schneider sei es wichtig, dass die Kinder mit Tieren in Kontakt kämen. Schon der Umgang würde die jungen Menschen beruhigen. Ein Eindruck, den Mitstreiterin Anika Elia bestätigt. Ihr Pony Hermine ist ein ausgebildetes Therapiepferd. Daher stehen bei der Hasbergerin in diesem Jahr besonders Kinder mit Handicaps im Mittelpunkt. „Hermine ist aufgrund ihrer Erfahrung besonders ruhig“, erklärt Elia die spezielle Eignung ihres Ponys.

Jeweils drei Kinder können das Angebot des Trios einer „kleinen Freizeit mit Pferd“ als Geschenk bekommen. So hoffen Denise Schneider, Anika Elia und Daniela Mindrup insgesamt neun Familien eine schöne Bescherung zu bereiten.

Noch bis zum 19. Dezember können Vorschläge gemacht werden oder sich Familien persönlich um eine „Pferdefreizeit“ bewerben. Erste Termine seien bereits vereinbart.


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