Amazone-Werke Weihnachtsfeier mit Senioren und Jubilaren in Gaste

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Ein ganzes Berufsleben bei Amazone: Zu 50 Jahren Betriebszugehörigkeit gratulierten Hans-Jürgen Jung Amazone-Seniorchef Heinz Dreyer, Geschäftsführer Justus Dreyer und Klaus Dreyer Hans-Jürgen Jung. Foto: Andreas WenkEin ganzes Berufsleben bei Amazone: Zu 50 Jahren Betriebszugehörigkeit gratulierten Hans-Jürgen Jung Amazone-Seniorchef Heinz Dreyer, Geschäftsführer Justus Dreyer und Klaus Dreyer Hans-Jürgen Jung. Foto: Andreas Wenk

Hasbergen. Amzone? Für Hans-Jürgen Jung es das mehr als ein Wort, mehr als ein Firmenname: 50 Jahre ist Jung dabei, hat ein ganzes Berufsleben bei dem Landmaschinenhersteller verbrach. An aufhören dankt Jung noch nicht , obwohl er alt genug dafür wäre: Er hat über seinen 65. Geburtstag ein Jahr verlängert.

Volles Haus bei Amazone. Jubilare und Senioren trafen sich mit Geschäftsführung und Gesellschaftern zur Weihnachtsfeier. Auch Senior Heinz Dreyer ließ es sich nicht nehmen, den Mitarbeitern zu 25, 40 oder in einem Fall sogar 50 Jahren Betriebszugehörigkeit zu gratulieren. Zuvor hatte Geschäftsführer Justus Dreyer einen Überblick auf die Geschäftsentwicklung gegeben und über Trends sowie Innovationen berichtet.

Jubilare und Senioren verfolgten die Präsentation mit höchster Konzentration. So auch Holger Siegert. Er war seit 2011 in Altersteilzeit und ist seit 2015 Rentner. Das habe ihn „schon ein bisschen stolz gemacht, dazugehört zu haben“, sagt er nach dem Vortrag. Fast alle, die heute im voll besetzten Gästehaus an den Tischen sitzen, kennt er noch. Für Hans-Jürgen Jung gibt es dagegen nicht so viel Neues. 

Er hat vor 50 Jahren bei Amazone als Werkzeugschlosser-Lehrling angefangen und ist mit 65 immer noch dabei. Statt in Rente zu gehen, hat der ein Jahr verlängert und fühlt sich über Schwarze Bretter und Kollegen nach wie vor gut informiert. Bis er in den Ruhestand wechselt, will er sich noch weitere Hobbys zulegen, sagt der Sportbogenschütze. Mit seinem Leben bei Amazone scheint er im Reinen zu sein. Er wohnt nur zwei Kilometer vom Werk entfernt in Lotte und ist dem Unternehmen als Grenzgänger über Jahrzehnte treu geblieben. Auch wenn Dreyer viel von Digitalisierung spricht und aufzeigt, was sich bereits in der Landwirtschaftstechnik getan hat und noch bevorsteht, für Jung hat sich an seinem Arbeitsplatz nicht viel geändert, außer dass die Formwerkzeuge, an denen er arbeitet, immer größer werden.

Justus Dreyer verriet vor den Jubilaren und Senioren, dass der Umsatz von 2017 in Höhe von 457 Millionen Euro im laufenden Jahr noch einmal leicht steigen werde. Der Exportanteil insgesamt betrage 80 Prozent. Besonders erfreulich hätten sich die Zahlen in Japan, Irland und Ungarn entwickelt. Auch Großbritannien habe vor dem Hintergrund des bevorstehenden Brexit noch einmal zugelegt. Insgesamt sieht sich Amazone in einigen Marktsegmenten als Markt- und Technologieführer. 

Der Trend hin zu mechanischer statt chemischer Bodenbearbeitung komme Amazone entgegen. Nicht ohne Stolz berichtete Dreyer, dass es Amazone im DLG-Imagebarometer gelungen sei, John Deere von Platz drei zu verdrängen. Nicht weniger stolz präsentierte er den IF Design Award. Hier hätten die Designer des Hauses „einen tollen Job gemacht:“ Das Erscheinungsbild der Landmaschinen nannte er dezent und zeitlos modern.



Jubilare der Amazone Werke am Rande der Weihnachtsfeier in Hasbergen. Mit im Bild: Geschäftsführer Dr. Justus Dreyer (2. von links) sowie davor Prof. Heinz Dreyer, und Klaus Dreyer.


Beim Thema Digitalisierung wurde deutlich, warum moderne Landwirtschaft auch auf dem Lande nach schnellen Internetverbindungen verlangt. Mit dem eigenen Agrirouter stellte Dreyer eine Netzwerkbasis für Maschinen und Sensoren unterschiedlichster Hersteller vor. Im Gefgensatz zu den großen Systemanbietern biete man eine Plattform an, bei der jeder Landwirt sich für die jeweils beste Maschine in einem Produktionsbereich entscheiden und die dennoch untereinander vernetzen könne. Für einen Mittelständler wie Amazone sei das besonders wichtig, erklärte Dreyer.

Auch das Thema „Virtual Reality“ ist bei Amazone in Gaste angekommen. Statt kiloschwerer Handbücher arbeiten Servicetechniker heute an einigen Maschinen bereits mit Brillen, die ihnen helfen, Fehler schneller zu finden und zu reparieren. Auch Siegert hat bevor er in den Innendienst gewechselt ist, einige Jahre im Servive gearbeitet, aber da war das noch nicht einmal Zukunftsmusik.


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