Ergebnis der Verkehrsschau Noch keine finale Lösung für Schulstraße in Hasbergen

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Die Schulstraße in Hasbergen gilt als Gefahrenschwerpunkt. Verwaltung und Politik suchen derzeit nach einer Lösung. Foto: Thomas OsterfeldDie Schulstraße in Hasbergen gilt als Gefahrenschwerpunkt. Verwaltung und Politik suchen derzeit nach einer Lösung. Foto: Thomas Osterfeld

Hasbergen. Die problematische Verkehrsführung an der Schulstraße ließ zuletzt Stimmen nach Verbesserung in Hasbergen laut werden. Die Gemeinde hat sich nun den Rat einiger Verkehrsexperten eingeholt und die Situation vor Ort bewerten lassen. Jetzt zeichnen sich für Teilbereiche der Straße Lösungen ab, andere bereiten weiter Kopfzerbrechen.

Die gute Nachricht: Es kommt Bewegung in die Verkehrsdebatte um die Schulstraße. Die weniger Erfreuliche: Bislang wurde lediglich eine Teillösung für die Gemeindestraße gefunden. Im Bereich Tecklenburger Straße bis zur Einmündung Berliner Straße "hat die Gemeinde noch Detailfragen zu klären". Das teilte Bürgermeister Holger Elixmann (CDU) kürzlich im Bauauschuss mit. 

Zartbitterer Beigeschmack

Das Ergebnis der Verkehrsschau in Hasbergen, die die Verwaltung mit einiger Verkehrsexperten der Polizeiinspektion und der Straßenverkehrsbehörde durchführen ließ, hat einen zartbitteren Beigeschmack. Denn die entscheidende Frage, die Laufbus (Eltern begleiten eine Gruppe Schüler), Anwohner und Politik zuletzt quälte, bleibt weiter offen: "Wie kann die Gefahr für Kinder im Bereich Tecklenburger Straße bis zur Einmündung Berliner Straße verbessert werden?"    

Auf der Suche nach Lösungen

Die Diskussion um den gegenwärtigen Zustand der Schulstraße wurde zuletzt durch den Laufbus, Anwohner und die Politik gleichermaßen ins Rollen gebracht. Sie alle sind sich einig, dass die Verkehrsführung, wie sie zum aktuellen Zeitpunkt erfolgt, überdacht werden muss. Der Laufbus wurde laut eigenen Angaben bereits zweimal Zeuge eines Unfalls. Mehrfach wurde der Wunsch nach Verbesserungen in den vergangenen Monaten an die Gemeinde herangetragen.  

Als Tempo 30-Zone ausgeschildert

Elixmann erklärte im Bauauschuss, dass für den Teilbereich Osnabrücker Straße bis zur Einmündung Berliner Straße eine Lösung gefunden sei. Die Schulstraße ist in diesem Bereich überwiegend als Tempo 30-Zone ausgeschildert. Die SPD-Fraktion hatte zuvor eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der sie sich kritisch mit diesem Bereich auseinandersetzt. 

Wechselnde Verkehrsführung 

"Junge Verkehrsteilnehmer werden mit wechselnder Verkehrsführung verunsichert und im ungeschützten Verkehrsraum unnötig Gefahren ausgesetzt", heißt es in der Mitteilung. Die SPD bezog sich damit auf die örtlichen Begebenheit: So sind im Bereich Tecklenburger Straße bis zur Einmündung Berliner Straße die Bürgersteige als kombinierte Rad-Gehweg ausgeschildert. Im weiteren Verlauf sind diese Streifen für Fußgänger ausgewiesen und für Fahrradfahrer frei – es besteht jedoch keine Nutzungspflicht. Diese Nutzungsart gilt auch von der Schule bis zur Osnabrücker Straße (L89). Warum dies so ist, sei aus SPD-Sicht  "völlig unverständlich". Es gebe in diesem Bereich "den wohl breitesten gepflasterten Seitenbereich der Gemeinde." 

Umsetzungstermin ist offen

Die Experten der Verkehrsschau sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Verkehr im Bereich L89 bis Berliner Straße "grundsätzlich auf der Fahrbahn stattfinden soll", wie Elixmann erklärte. Jedoch mit Ausnahmen: Kinder bis zum 8. Lebensjahr müssen den Bürgersteig nutzen, Kinder bis zum 10. Lebensjahr dürfen ihn nutzen. Radfahrer, die älter sind, müssen auf die Straße. Wann die die Umsetzung erfolgt ist noch unklar. "Die Umsetzung erfolgt durch Martin Tillner nach Rücksprache mit der Straßenverkehrsbehörde und dem Bauhof". so Elixmann. 

Gefahrenschwerpunkt für Kinder 

Wie wird nun mit dem Bereich Bahnhofsbrücke, dem Gefahrenschwerpunkt für die Kinder des Laufbusses verfahren? "Die Umsetzung der geeigneter Maßnahmen ist hier deutlich diffiziler. Um die Frage sachgerecht beurteilen zu könne, werden Martin Tillner und ich an einem Dezembermorgen den Laufbus auf diesem Abschnitt begleiten", erklärt Elixmann. Einen Termin habe er bereits vereinbart. Welche Fragen genau zu klären sind, und wo genau die Probleme bei der Umsetzung liegen, wollte Elixmann auf Nachfrage mit Verweis auf den Termin nicht beantworten. Auch ließ er nicht durchblicken, welche Möglichkeiten einer anderweitigen Verkehrsführung zur Debatte stehen. 

 




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