Polizei: Nicht darauf eingehen Betrügerische Handwerker in Hasbergen unterwegs

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Wenn Dachdecker ungefragt an der Haustür klingeln und Arbeiten am Dach anbieten, sollte man darauf nicht eingehen, raten Polizei und Handwerkskammer. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpaWenn Dachdecker ungefragt an der Haustür klingeln und Arbeiten am Dach anbieten, sollte man darauf nicht eingehen, raten Polizei und Handwerkskammer. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

Hasbergen. Eine bekannte Betrugsmasche: Ohne Abmachung klingeln Handwerker an der Tür und bieten Arbeiten an, die sie sich danach ohne Vertrag und Rechnung teuer bezahlen lassen. In Hasbergen hat dies vor Kurzem auch ein Dachdecker versucht. Die Polizei rät, auf die Angebote gar nicht erst einzugehen.

Vor Kurzem klingelte ein Handwerker bei einer Hasbergerin an der Tür. Er kam ungefragt und bot ihr an, ihre Dachrinne zu reinigen. Die Frau lehnte ab - die Dachrinne wurde gerade erst vom "Dachdecker ihres Vertrauens" gesäubert, das Dach wurde kontrolliert. Schäden stellte er dabei nicht fest. Also schickte sie den Handwerker an der Tür weg. 

Kurze Zeit später klingelte dieser ein zweites Mal. Er wolle ja nicht stören, aber er habe trotzdem einen Mangel am Dach festgestellt, den er gerne ausbessern würde, sagte er. Die Frau ging nicht darauf ein und schloss die Tür.

Nicht darauf einlassen

"Sie hat richtig gehandelt", sagt Anke Hamker von der Pressestelle der Polizeidirektion Osnabrück. Angebote wie diese seien keine seriösen Geschäftsmethoden. Denn hätte sich die Frau darauf eingelassen, wäre nach getaner Arbeit wahrscheinlich eine unverhältnismäßig hohe Summe dafür gefordert worden. Bar, ohne Vertrag oder Rechnung. So etwas käme häufiger vor, gerade bei älteren Leuten versuchen es die Betrüger öfter. Genaue Zahlen für Hasbergen oder das Osnabrücker Land liegen Hamker dafür jedoch nicht vor - unter anderem, weil nicht all diese Vorfälle bei der Polizei angezeigt werden. Auch die Frau aus Hasbergen meldete das Angebot des Handwerkers nicht. "Am besten sollte man gar nicht darauf eingehen, sondern die Tür schließen, die Polizei rufen und bei einem wirklichen Schaden selbst einen Handwerker aufsuchen", so Hamker weiter. "Außerdem gerät ehrliches Handwerk dadurch deutlich in Verruf."

Dem stimmt auch Andreas Lehr zu, Pressesprecher der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. "Das ist Betrug - und leider seit Jahren eine immer wiederkehrende Masche. Viele seriöse Handwerker haben so etwas gar nicht nötig, weil sie bei der derzeitigen Baulage Monate im Voraus ausgebucht sind."


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