Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat Diese Kandidaten stehen in der Pfarrei St. Elisabeth zur Wahl

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Jana Hengelbrock ist die jüngste Kandidatin bei der anstehenden Wahl in der Pfarrei St. Elisabeth. Ihren Platz im Pfarrgemeinderat hat sie bereits sicher. Foto: André PartmannJana Hengelbrock ist die jüngste Kandidatin bei der anstehenden Wahl in der Pfarrei St. Elisabeth. Ihren Platz im Pfarrgemeinderat hat sie bereits sicher. Foto: André Partmann

Hasbergen. Die Pfarrei St. Elisabeth, zu der auch die Kirchengemeinde St. Josef in Hasbergen zählt, wählt am Wochenende erstmals einen neuen Kirchenvorstand (KV) und Pfarrgemeinderat (PGR). 44 Kandidaten stehen zur Wahl, eine überrascht.

Am Samstag und Sonntag stehen im Bistum Osnabrück die Wahlen der Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte an. Für die Pfarrei St. Elisabeth, zu der zum Januar dieses Jahres die drei Gemeinden St. Elisabeth Osnabrück, St. Wiho Hellern und St. Josef Hasbergen fusionierten, bedeutet das eine Premiere. 44 Kandidaten finden sich auf der Liste – jeweils 22 für den Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat. 

Jana Hengelbrock, 20, Auszubildende aus Osnabrück ist eine davon. Sie ist jung und katholisch. Und sie hat anders als viele Erwachsene in ihrem Alter der Kirche nicht den Rücken gekehrt. Hengelbrock will sich in ihre Kirchengemeinde einbringen. Am Wochenende kandiert sie deshalb für einen Platz im Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Elisabeth – und dürfte dabei entspannt wie kaum ein anderer Kandidat sein. Denn dass sie den Einzug in das Gremium schaffen wird, ist schon vor der Wahl sicher. Warum? Weil in St. Elisabeth lediglich sechs Personen für den Pfarrgemeinderat kandidieren, ziehen alle Kandidaten unabhängig von dem Ergebnis ein.

Man kommt mit den unterschiedlichsten Menschen und Charakteren in Kontakt, tauscht sich aus, organisiert gemeinsam Veranstaltungen.Jana Hengelbrock, Kandidatin Pfarrgemeinderat


Die Osnabrückerin war Messdienerin in St. Elisabeth und bringt sich heute als Lektorin in die Gottesdienste der Pfarrei ein. Kirche ist für sie kein verstaubter Ort, sagt sie. Ganz im Gegenteil: "Man kommt mit den unterschiedlichsten Menschen und Charakteren in Kontakt, tauscht sich aus, organisiert gemeinsam Veranstaltungen – das kann einem persönlich schon viel Freude bereiten", erklärt Hengelbrock. Auch deshalb will sie sich nun im Pfarrgemeinderat engagieren. 

Weil der Pfarrgemeinderat in der ersten Legislaturperiode paritätisch besetzt sein soll, sind die sechs Kandidatinnen aus St. Elisabeth für den Pfarrgemeinderat (links) bereits sicher gewählt. Sechs Kandidaten aus St. Wiho bewerben sich um fünf Plätze für den Kirchenvorstand. Screenshot: Pfarrei St. Elisabeth/NOZ


Der Anstoß zur Kandidatur war allerdings ein anderer. Christoph Baumgart, Pfarrer der Pfarrei St. Elisabeth, sprach sie nach einem Gottesdienst an und fragte, ob die Arbeit im Pfarrgemeinderat etwas für sie sei? "Ich habe darüber mit meiner Familie gesprochen – und die fanden das cool", berichtet die 20-Jährige. Im Pfarrgemeinderat will sie sich künftig "dafür einsetzen, Kirche für junge Menschen wieder interessanter zu machen". 

           

Aufgaben Pfarrgemeinderat

Der Pfarrgemeinderat ist das Gremium, das sich mit wesentlichen pastoralen Anliegen befasst, darüber berät und Beschlüsse fasst. Außerdem ist er zuständig für die Meinungsbildung und dient der Positionsbestimmung zu Fragestellungen des gesellschaftlichen Umfeldes und öffentlichen Lebens.  


Auch Reinhold Henkel, 63, aus Hasbergen will am Wochenende wieder gewählt werden. Der Hasberger engagierte sich bereits über zwei Legislaturperioden im Kirchenvorstand der ehemals eigenständigen Kirchengemeinde St. Josef. Nach der Fusion mit St. Elisabeth und St. Wiho im Januar ist der Kirchenvorstand der Pfarrei derzeit wesentlich größer als er nach der Wahl sein soll. "Es macht Sinn, dass nach der Wahl am Wochenende die Mitgliedszahl im Kirchenvorstand reduziert wird", sagt Henkel. Dies mache die Arbeit in dem Gremium effektiver. 


Die Kandidaten aus Hasbergen für den Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat. Screenshot: Pfarrei St. Elisabeth/NOZ


Der Kirchenvorstand stellt unter anderem den Haushaltsplan auf. Er ist die Vermögensverwaltung der Pfarrei und entscheidet über Personalfragen und die Nutzung und Verwaltung von Immobilien. "Die Pfarrei hat entschieden, dass sowohl Pfarrgemeinderat (PGR) und Kirchenvorstand in der ersten Legislaturperiode paritätisch besetzt werden", berichtet Henkel. Konkret: Aus den drei Gemeinden werden jeweils fünf Personen im Kirchenvorstand und sechs im Pfarrgemeinderat vertreten sein.  

Aufgaben Kirchenvorstand

Der Kirchenvorstand berät und beschließt den jährlichen Haushaltsplan. Er ist somit das zuständige Gremium für die Verwaltung des Vermögens innerhalb einer Pfarrei. Der Kirchenvorstand entscheidet ebenfalls über Personalfragen, Baumaßnahmen sowie die Nutzung und Verwaltung von Immobilien wie etwa der Kindertagesstätten.


Die meisten Kandidaten stellt die St. Josef Gemeinde in Hasbergen (neun Kandidaten für den Pfarrgemeinderat, neun für den Kirchenvorstand). In St. Elisabeth kandidieren sechs beziehungsweise sieben Mitglieder, in St. Wiho sieben beziehungsweise sechs.


Für den Pfarrgemeinderat kandidieren sieben Mitglieder aus St. Wiho. In den Kirchenvorstand wollen sieben Kandidaten aus St. Elisabeth. Screenshot: Pfarrei St. Elisabeth/NOZ


Hier wird am Wochenende gewählt

Jedes Gemeindemitglied kann an jedem Ort wählen. Wahlberechtigt sind alle Mitglieder der Kirchengemeinde, die am Wahltag ihr 16. Lebensjahr vollendet und ihren Hauptwohnsitz in der Kirchengemeinde haben. Ein Gemeindemitglied, beispielsweise aus St. Josef, kann auch ein Mitglied aus St. Wiho wählen. Insgesamt können bis zu 15 Stimmen für den Kirchenvorstand und bis zu 18 Stimmen für den Pfarrgemeinderat abgegeben werden. 

Wahlen am Samstag, 10. November 

  • Gemeindehaus St. Josef von 16 Uhr bis 18.30 Uhr
  • Gemeindehaus St. Wiho von 18.45 Uhr bis 20.30 Uhr

Wahlen am Sonntag, 11. November

  • Gemeindehaus St. Elisabeth von 9 Uhr bis 11.15 Uhr
  • Gemeindehaus St. Josef von 12 Uhr bis 13 Uhr


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