Generationenwerkstatt Schüler erschaffen Sitzbank an Hasberger Schule am Roten Berg

Von Niklas Golitschek

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Ausbildungsleiter Tim Schade (links) und die dualen Studenten bei Amazone, Nicolai Claas und Oliver Kubut (rechts), montieren das Namensschild an der Sitzbank. Foto: Niklas GolitschekAusbildungsleiter Tim Schade (links) und die dualen Studenten bei Amazone, Nicolai Claas und Oliver Kubut (rechts), montieren das Namensschild an der Sitzbank. Foto: Niklas Golitschek

Hasbergen. Ein Sprichwort besagt: Der Weg ist das Ziel. Im Fall der Generationenwerkstatt der Schule am Roten Berg in Hasbergen und der Amazonen-Werke war beides wichtig. Denn fünf Zehntklässler bauten gemeinsam mit zwei Dual-Studenten des Unternehmens seit September dieses Jahres zwei Sitzbänke und einen Tisch für den Schulhof.

Unterstützt wurden sie dabei von Klaus Deuper, einem „Unruheständler“, wie Babette Rüscher-Ufermann von der Ursachenstiftung den Altersteilzeit-Arbeiter gerne nennt. Die Generationenwerkstatt ist ein Projekt der Ursachenstiftung. 

Zukunft bei Amazone?

„Sie haben nicht nur das Handwerk gelernt, sondern für die Schule etwas für das soziale Miteinander geschaffen“, sagte Rüscher-Ufermann. An dem Projekt erfreuten sich alle Beteiligten sichtlich. „Das hat Spaß gemacht“, bilanzierte Schüler Philipp Nagel die mehrwöchige Arbeit. Jeden Dienstag bauten er, seine Mitschüler und die Amazonen-Auszubildenden nach der Schule drei bis vier Stunden an den Bänken und dem Tisch. Das hat Nagel so gut gefallen, dass er sich nun auch bei dem Unternehmen beworben hat. „Amazone ist enorm attraktiv und angesehen“, kommentierte Hasbergens Bürgermeister Holger Elixmann. Die Gemeinde betrachte Projekte wie die Generationenwerkstatt wohlwollend.


Alle Beteiligten: (hinten von links) Babette Rüscher-Ufermann, Klaus Deuper, Tim Schade, Thomas Weißenburg, Holger Elixmann, Nicolai Claas, Oliver Kubut, Ann-Kathrin Greve, Klaus Greiwe und Mareike Mons; (vorne von links) Die Schüler Thomas Bilek, Stefan Homann, Philipp Nagel und Edison Morina; es fehlt: Tassilo Phelippe Hörhold. Foto: Niklas Goltschek


 

Mit jedem Arbeitstag gelang der Gruppe ein Fortschritt an den Bänken und dem Tisch – bis hin zur Fertigstellung. Anfangs hätten die Jungs nur Blechstreifen herumliegen sehen, erinnerte sich Klaus Deuper: „Dann haben sie gesehen: Da wird was draus.“ Für ihn sei es schön gewesen, eben diese Entwicklung zu begleiten. Von Deupers 41-jähriger Betriebserfahrung profitierten auch Nicolai Claas und Oliver Kubut, die seit August parallel zum Maschinenbau-Studium eine Mechatroniker-Ausbildung bei den Amazonen-Werken absolvieren. „Es war interessant, noch von Herrn Deuper zu lernen“, erzählte Claas. Sein Arbeitskollege Kubut schätzte, das erst kürzlich angeeignete Wissen zu vertiefen und an die Schüler weiterzugeben.

Tafel für die Erbauer

Zur Einweihung der zwei Bänke und des Tisches und zum Abschluss des Projekts brachten die beiden noch eine Tafel mit den Namen aller Beteiligten an. „Das sieht wirklich gut aus, ein tolles Produkt“, lobte Schulleiter Thorsten Peters die Gemeinschaftsarbeit. Zwar beendeten nur vier der Schüler das Projekt, da ein Mitschüler aus privaten Gründen abbrechen musste. Doch auch er wurde auf der Tafel bedacht.

In ein paar Monaten ziert womöglich auch schon das nächste Objekt den Pausenhof der Schule am Roten Berg. Im Januar soll die Generationenwerkstatt in die nächste Runde gehen. Den Amazonen-Werken sei das Projekt ein besonderes Anliegen, bekräftigte Personalreferentin Ann-Kathrin Greve: „Es ist schön, wie begeistert alle dabei sind.“


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