Eröffnungsfeier am Sonntag KuV Hasbergen schließt Sanierung des Wasserturms ab

Meine Nachrichten

Um das Thema Hasbergen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

In den vergangenen vier Jahren wurde der Wasserturm am Gartenabfallsammelplatz vom Kunst- und Verkehrsverein Hasbergen restauriert. Am Sonntag ist die offizielle Eröffnungsfeier. Archivfoto: Jörn MartensIn den vergangenen vier Jahren wurde der Wasserturm am Gartenabfallsammelplatz vom Kunst- und Verkehrsverein Hasbergen restauriert. Am Sonntag ist die offizielle Eröffnungsfeier. Archivfoto: Jörn Martens

Hasbergen. Im August 2014 hat der Kultur- und Verkehrsverein Hasbergen den alten Wasserturm am Bahnhofsgebäude für einen symbolischen Euro gekauft. Über die vergangenen Jahre haben die Mitglieder den Turm vollständig restauriert. Den Abschluss der Arbeiten wollen sie nun Sonntag, 16. September, um 14 Uhr gebührend feiern.

Landrat Michael Lübbersmann hält eine Rede, die Plattmakers aus Hasbergen machen Musik und die Mitglieder des Kultur- und Verkehrsvereins Hasbergen (KuV), sie werden in diesem Rahmen vermutlich bei einem Glas Sekt auf die erfolgreiche Arbeit anstoßen: Fast vier Jahre hat die Restauration des alten Hasberger Wasserturmes in Anspruch genommen. Nun ist es vollbracht. "Und auf das Ergebnis", sagt Gordian Niehenke, der Vorsitzendes des KuV, "können alle Beteiligten mächtig stolz sein." 

Der Wasserturm ist laut Angaben des Vereins der wahrscheinlich kleinste noch erhaltene Eisenbahn-Wasserturm Deutschlands. Der Vorbesitzer, die GET Eisenbahn und Transport, habe das Gebäude ursprünglich abreißen wollen. Dank der Initiative des Architekten Friedhold Ludwig und seiner Frau Emmi, die die Besonderheit des Wasserturms schnell erkannte, konnte das Gebäude vor dem Abriss bewahrt werden. Nach Rücksprache den zuständigen Behörden steht das Gebäude mittlerweile unter Denkmalschutz.

Als der KuV das Gebäude im August 2014 kaufte, war es von Efeu zugewuchert. Nicht nur viele Arbeitsstunden, sondern auch insgesamt 80.000 Euro haben alle Beteiligten in die Arbeit investiert. Unter den Geldgebern befinden sich viele Stiftungen, aber auch die Gemeinde Hasbergen und zahlreiche Privatpersonen aus der Hüggelgemeinde. 

"Das Gebäude wurde mit Hüttensteinen gebaut", erklärt Werner Wessel, stellvertretender Vorsitzender des KuV.  "Weitere derartige Gebäude aus der damaligen Zeit aus diesem besonderen Baumaterial existieren nicht mehr. Geschichtliche Dokumente über den Turm gibt es nur noch wenige, da ein großer Teil bei einem Brand im Hüttenwerk vernichtet wurde. 

Im Gebäude befindet sich ein nicht mehr funktionierender Brunnen, aus dem Wasser mit einem Einkolbenmotor in einen im Obergeschoss eingebauten Stahltank gepumpt wurde. Der Turm diente zur Betankung der Dampfloks der Hütteneisenbahn, die damals dem Georgs-Marien-Bergwerks- und Hüttenverein gehörte, mit Wasser. Seit dem Sommer 2017, nach der ersten Sanierungsphase, wird es für wechselnde Kunstausstellungen genutzt.   

Die Eröffnungsfeier beginnt für alle Interessierten am Sonntag, 16. September, um 14 Uhr. Zu sehen wird eine Ausstellung über den Werdegang des Wasserturms sein. Für jene, die nicht dabei sein können, können nach Rücksprache mit dem KuV Besichtigungstermine vereinbart werden. Die Anschrift des Wasserturms: Schulstraße 2/4, 49205 Hasbergen. Er befindet sich am Grünabfallsammelplatz.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN