Neue Zusammensetzung Zählgemeinschaft ist zweitstärkste Gruppe im Hasberger Rat

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Der Hasberger Gemeinderat setzt sich nach der Abspaltung ehemaliger CDU-Fraktionsmitglieder neu zusammen. Foto: David EbenerDer Hasberger Gemeinderat setzt sich nach der Abspaltung ehemaliger CDU-Fraktionsmitglieder neu zusammen. Foto: David Ebener

Hasbergen. Der Hasberger Gemeinderat hat sich am Donnerstagabend nach dem Austritt dreier Mitglieder aus der CDU-Fraktion neu konstituiert: Eine Zählgemeinschaft aus CDW, FDP und FCD ist mit sieben Sitzen nun die zweitstärkste Gruppe im Rat.

Dass die Ratsmitglieder Andreas Heckel, Iris Huckriede und Peter Rademacher nach ihrem Austritt aus der CDU-Fraktion künftig als eigene Fraktion im Rat agieren werden, wurde bereits im Vorfeld der Ratssitzung bekannt. Neu hingegen ist, dass in den Gesprächen während der Sommerpause eine Einigung mit der CDW und der FDP erzielt wurde. Das Ergebnis: Die drei Fraktionen wollen künftig gemeinsam unter dem Dach einer Zählgemeinschaft die Politik in der Hüggelgemeinde mitgestalten.

Ausschüsse neu besetzt

Der Schachzug macht vor dem Hintergrund der Neubesetzung einzelner Ausschüsse Sinn: Mit sieben von insgesamt 27 Sitzen im Gemeinderat ist die Wählgemeinschaft zur zweitstärksten Gruppe im Rat aufgestiegen. Ihr steht neben dem Vorsitz des Schulausschusses nun auch der Vorsitz des Ausschusses für Gemeindewerke, Friedhofswesen und Umwelt zu. Zudem darf sie im Bauausschuss, Familien-, Feuerwehr- und Finanzausschuss den stellvertretenden Vorsitz bekleiden.

Stimmverhältnisse im Hasberger Rat vor (links) und nach der FCD-Abspaltung und Neukonstituierung. Grafik: NOZ/Langer

CDU leitet Kulturausschuss

Die CDU-Fraktion ist nach der Abspaltung auf vier Mitglieder geschrumpft. Als drittgrößte Gruppe bleibt ihr einzig noch der Vorsitz des Kulturausschusses. Vor dem Austritt standen der Union die Ausschüsse zu, die nun von der Zählgemeinschaft geleitet werden. Bei der SPD-Die Linke Gruppe ändert sich nichts: Sie stellt weiterhin den Vorsitz im Bau-, Familien-, Feuerwehr- und Finanzausschuss.

„Ohne jeglichen Zwang“

„Wir haben uns entschlossen, gemeinsam mit der CDW und FDP eine Zählgemeinschaft zu bilden, da wir in den Grundwerten und Zielen große Übereinstimmung fanden“, erklärte FCD-Sprecher Peter Rademacher nach der Ratssitzung. Andreas Heckel, der das Amt des FCD-Fraktionsvorsitzenden ausübt, ergänzte: Trotz des Zusammenschlusses bleibt jede Fraktion autark.“ Das bedeute, dass im Falle einer unterschiedlichen Meinung versucht werde, ein einheitliches Meinungsbild zu finden. Bleibt die Einigung jedoch aus, „kann und wird jede Fraktion oder auch ein einzelnes Mitglied seine eigene Meinung vertreten – ohne jeglichen Zwang.“

Zweiter Förderantrag für DRK

Im Anschluss an die Konstituierung erklärte der Rat einstimmig, einen zweiten Förderantrag für den Bau der geplanten DRK-Heimstatt am Hüggelzwergekreisel einreichen zu wollen. Der erste Antrag war aufgrund fehlender Mittel im ZILE-Topf (Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung) abgelehnt worden. Im Haushalt 2019 sollen für den DRK-Neubau 500.000 Euro veranschlagt werden. Ein im Bauausschuss als „substanzlos“ abgelehnter Antrag wurden von der CDU-Fraktion in veränderter Form erneut vorgetragen: Die Christdemokraten baten die Verwaltung darin, „ein Kataster für baureife Grundstücke im Hasberger Innenbereich anzulegen.“ Der Antrag wurde bei vier Gegenstimmen zurück in den Bauausschuss verwiesen.


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