Rahmenkonzept verabschiedet Hasberger Jugendarbeit soll umstrukturiert werden

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Das Jugendzentrum in Hasbergen hat den Glanz vergangener Tage längst verloren. Im Rahmen der Neustrukturierung der Jugendarbeit soll es zur Debatte stehen. Archivfoto: Gerd WestdörpDas Jugendzentrum in Hasbergen hat den Glanz vergangener Tage längst verloren. Im Rahmen der Neustrukturierung der Jugendarbeit soll es zur Debatte stehen. Archivfoto: Gerd Westdörp

Hasbergen. Der Ausschuss für Familie und Soziales hat am Montagabend einstimmig für eine Neuausrichtung der Jugendarbeit in der Gemeinde Hasbergen votiert. Künftig sollen sich der hauptamtliche Jugendpfleger Werner Krause und eine zusätzliche Fachkraft um die Belange der Jugendlichen in der Hüggelgemeinde kümmern.

Dass in einigen Bereichen der Jugendarbeit noch Nachholbedarf besteht, daraus machte die Verwaltung am Montagabend im Ausschuss keinen Hehl. Die Mitarbeiter der Gemeinde Hasbergen sind in den vergangenen Jahren aber nicht untätig gewesen – im Gegenteil: Sie haben mit dem "Stellwerk Zukunft" aus Vechta ein zeitgemäßes Rahmenkonzept für die Jugendarbeit entwickelt. "Dabei ging es um die Frage, wie genau die Gemeinde Hasbergen vorhandene Angebote der Jugendarbeit stärken, neue Formen entwickeln und eine bessere Vernetzung bewirken kann", erklärte Mareike Mons, Leiterin der Abteilung für Schule, Kultur, Jugend und Feuerwehr, den Ausschussmitgliedern.

Langer Prozess

Die Umstrukturierung der Jugendarbeit beschäftigt die Gemeinde seit 2014. Im Rahmen eines Politik-Workshops "Pimp your town" wurden seinerzeit erstmals Anträge zum Thema Jugendzentrum und Jugendarbeit vorgetragen. Jetzt wurde mit der Entwicklung eines Rahmenkonzeptes eine neue Handlungsmaxime für eine zeitgemäße Jugendarbeit festgelegt. Eine Konzeptgruppe um Uwe Helmes vom "Stellwerk Zukunft", Katrin Schmidt,  Jugendpfleger Werner Krause und Mareike Mons hatte sich regelmäßig  zum Austausch getroffen und das Papier ausgearbeitet. 

Drei Säulen

Die Hasberger Jugendarbeit wird künftig auf drei Säulen aufgebaut: Räume und Orte für Kinder und Jugendliche sollen überdacht und bei Bedarf neu geschaffen, kulturelle Angebote und nicht-schulische Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten ausgebaut sowie die Zusammenarbeit und Vernetzung verbessert werden. Zielgruppe sind Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren, wobei der Schwerpunkt der Jugendarbeit auf der Altersklasse 14 bis 18 liegen werde. 

Aktionstage und Jugendkonferenz

Im April 2017 hatten sich erstmals 28 ehren- und 28 hauptamtliche Akteure der Jugendarbeit zu einer Ideenwerkstatt getroffen und die Kernthemen für das Rahmenkonzept herausgearbeitet. In einer weiteren Phase wurden zahlreiche Gespräche mit Jugendlichen in der Gemeinde geführt. So gab es an der Oberschule Am Roten Berg etwa zwei Aktionstage oder im Januar dieses Jahres eine große Jugendkonferenz, an der sich mehr als 330 Jugendliche beteiligt hatten. 

"Kein Verbesserung ohne neues Personal"

Eine halbe Stunde hatte Mareike Mons die Ergebnisse aus den Gesprächen im Ausschuss vorgestellt. Sie sprach darüber, dass Jugendlichen in der Hüggelgemeinde nach weiteren kulturellen Angeboten lechzten. Sie ging auf bestehende Probleme rund um das Jugendzentrum ein und erwähnte, dass viele Jugendliche sich nach einem regelmäßigen Austausch mit der Politik sehnten. Doch Mons unterstrich zum Schluss ihrer Ausführungen auch, dass "ohne zusätzliche Manpower keine Verbesserungen" eintreten würden. Ihr sei es "ein persönliches Anliegen, dass wir endlich in der Jugendarbeit weiterkommen".

Einstimmiger Beschluss

Dass Rahmenkonzept für die Jugendarbeit traf bei allen Fraktionen im Ausschuss auf Zustimmung. Die Gemeinde regte an, die bisher auf verschiedenen Personen aufgeteilten 19 Stunden für die Arbeit im Jugendzentrum in einer zusätzlichen Fachkraft zu bündeln und auf 30 Stunden aufzustocken. "So kann die konzeptionelle Neuausrichtung besser unter den Akteuren abgestimmt und umgesetzt werden", sagte Mons. Für die Maßnahme fallen Personalkosten in Höhe von circa 20.000 Euro an. Der Beschlussvorschlag wurde einstimmig angenommen. 




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