Rothenburg wird abgerissen Neues Seniorenheim in Hasbergen soll im Herbst 2019 eröffnen

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Das alte Gasthaus Zur Rothenburg soll noch im September abgerissen werden. An gleicher Stelle wird ein Seniorenheim errichtet. Foto: Michael GründelDas alte Gasthaus Zur Rothenburg soll noch im September abgerissen werden. An gleicher Stelle wird ein Seniorenheim errichtet. Foto: Michael Gründel

Hasbergen. Das ehemalige Hotel Zur Rothenburg wird schon in wenigen Tagen Geschichte sein: Der neue Eigentümer, die La Vida Immobilien Verwaltungs GmbH, plant, das Gebäude noch im September abzureißen. Innerhalb der kommenden zwölf Monate soll an gleicher Stelle ein Seniorenheim mit bis zu 46 Plätzen entstehen.

Es ist ruhig geworden in der Rothenburg an der Osnabrücker Straße. Die Stimmen, die hier vor gut zwei Wochen noch zu hören waren, sind verstummt. Anfang August sind die letzten Flüchtlinge ausgezogen. Ihre neue Bleibe befindet sich in der neu errichteten Gemeinschaftsunterkunft am Eisenbahnweg. Am 10. August hat die Gemeinde Hasbergen, die das ehemalige Hotel Rothenburg 2016 für zwei Jahre zur Unterbringung von Asylbewerbern angemietet hatte, die Schlüssel an den neuen Eigentümer übergeben. Und das Gebäude? Das vegetiert seitdem vor sich hin, setzt Staub an und wartet darauf, dass es endlich weiter geht.  

Abriss unumgänglich

Weiter bedeutet in diesem Fall Abriss. Der neue Betreiber, die Immobilienfirma La Vida mit Sitz in Ochtrup, will hier ein Senioren- und Pflegezentrum bauen. Eine Sanierung des alten Gebäudes kommt aus diversen Gründen nicht infrage – zu klein, zu marode und für die Anforderungen in der Pflege ohnehin nicht geeignet. Also muss etwas neues, etwas größeres her: La Vida plant eine Millioneninvestition.


Mit dem Abriss wird noch im September begonnen.Heinz-Gerd Feseker, Architekt La Vida Immobilien


"Die Baugenehmigung liegt noch nicht vor", berichtet Heinz-Gerd Feseker, der zuständige Architekt für das Großprojekt von La Vida. "Wir rechnen damit, dass wir innerhalb der nächsten vier Wochen einen positiven Bescheid bekommen."  Noch im September soll mit dem Abriss des alten Gebäudes begonnen werden – unabhängig von der Baugenehmigung.  "Wenn alles glatt läuft, werden wir voraussichtlich im Oktober mit dem Bau des Seniorenzentrums beginnen", erklärt Feseker auf Anfrage unserer Redaktion.  

Was plant La Vida?

Die Immobilienfirma lässt sich den Neubau des Senioren- und Pflegezentrums rund 5,8 Millionen Euro kosten. Fördermittel gibt es keine, sagt La Vida. Geplant ist ein zweigeschossiges Gebäude, auch wenn das Gebäude von außen einen anderen Eindruck erwecken dürfte. "Das obere Geschoss ist allerdings keine Vollgeschoss im Sinne der Landesbauordnung", so Feseker.


Das neue Seniorenzentrum an der Osnabrücker Straße soll im Herbst 2019 in Betrieb genommen werden. Illustration: La Vida Immobilien


Das Konzept sieht ein Pflegezentrum mit stationären Pflegeplätzen vor. Es soll 45 Bewohnern, maximal 46 eine Heimstatt geben – ganz sicher ist dies noch nicht. Bei den meisten Zimmern handelt es sich um Einzelzimmer. Allerdings seien auch einige Doppelzimmer vorgesehen, wie Feseker ausführt. Sämtliche Pflegezimmer verfügen über ein eigenes Badzimmer. In den Gemeinschaftsräumen des Pflegezentrums sollen Stationsküchen errichtet werden. Die Bewohner werden ihre Mahlzeiten somit gemeinsam einnehmen können.

La Vida schafft mit dem neuen Seniorenzentrum rund 40 neue Arbeitsplätze im Bereich Pflege. Feseker rechnet mit einer Bauzeit für das Projekt von etwa zwölf Monaten.Die Eröffnung ist für Herbst 2019 vorgesehen. Das Gebäude kann dann über die Ohrbecker Straße und die L89 – die Osnabrücker Straße – angefahren werden. 16 Stellplätze sind vorgesehen. 

Das La Vida-Seniorenheim wird das zweite dieser Art in der Gemeine Hasbergen sein. Es fügt sich nahtlos in das Bild der Osnabrücker Straße – dort sind unter anderem Ärztehaus, Pflegedienst und eine Apotheke ansässig. Das Seniorenzentrum ist neben dem Haus am Berg, das Platz für 130 Bewohner bietet, das zweite in der Gemeinde Hasbergen.  

    


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