Zweitem Anlauf zugestimmt Bauausschuss: Erneut Förderantrag für DRK-Neubau in Hasbergen

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Das Grundstück für das neue Feuerwehrhaus und den DRK-Neubau an der Tecklenburger Straße in Hasbergen wurde im Februar dieses Jahres gerodet. Foto: Gert WestdörpDas Grundstück für das neue Feuerwehrhaus und den DRK-Neubau an der Tecklenburger Straße in Hasbergen wurde im Februar dieses Jahres gerodet. Foto: Gert Westdörp

Hasbergen. Der Bauausschusses der Gemeinde Hasbergen hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, einen zweiten Förderantrag für den geplanten DRK-Neubau am Hüggelzwergekreisel auf den Weg zu bringen. Der erste Antrag war mangels unzureichender Mittel im ZILE-Fördertopf abgelehnt worden.

In der öffentlichen Sitzung des Bauauschusses der Gemeinde Hasbergen kam als achter Tagesordnungspunkt ein Beschlussvorschlag mit dem Betreff "Errichtung einer Gemeinbedarfsfläche für das Deutsche Rote Kreuz Hasbergen" auf den Tisch. Etwas überraschend, handelt es dabei eigentlich um einen Diskussion, die der Rat mit seiner Sitzung vom 20. Juni 2017 bereits abgehandelt geglaubt hatte. Doch ein mehr oder minder nicht kalkulierter Zwischenfall beförderte die Thematik nun erneut auf die Agenda.      

Wie Bürgermeister Holger Elixmann (CDU) im Bauauschuss erklärte, wurden der für 2018 eingereichte Antrag auf Förderung nach ZILE-Richtlinien (Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung) für den DRK-Anbau nicht bewilligt. Elixmann nannte als Grund die ausbleibenden Gelder im ZILE-Fördertopf. "Durch die späte Regierungsbildung auf Bundesebene standen nur überschaubare Summen zur Verfügung", so der Verwaltungschef. 

Chancen für zweiten Antrag größer

Ähnlich formulierte Anträge anderer Kommunen seien nach Angaben des Bürgermeisters ebenfalls abgelehnt worden. Zum kommenden Jahr würden die Chancen wieder steigen, Mittel bewilligt zu bekommen. Aus diesem Grund habe die Verwaltung den Beschlussvorschlag eingereicht, der grünes Licht für einen erneuten Förderantrag für 2019 gibt. 

Die Pläne des Rates sehen vor, dem DRK einen rund 60 Quadratmeter großen Ausbildungsraum, eine Fahrzeughalle mit 45 Quadratmeter sowie einen Umkleideraum, ein kleines Lager sowie eine Küche und ein WC zur Verfügung zu stellen. Die Kosten wurden auf Grundlage des Raumbedarfs auf circa 440.000 Euro geschätzt. Diese Summe fand sich auch in dem ersten Förderantrag wieder. 

Kosten steigen

Durch die allgemeine Preisentwicklung im Baugewerbe werde stattdessen wohl ein Betrag von 500.000 Euro für den Neubau fällig, wie die Verwaltung mitteilt. Den steigenden Kosten zum Trotz stimmte der Bauauschuss  dem Beschlussvorschlag einstimmig zu. Demnach wird der Antrag für 2019 erneut eingereicht.

Gänzlich ohne Diskussionen kam die Debatte allerdings nicht aus. Was passiere, wenn die Anträge im kommenden Jahr erneut abgelehnt würden, fragten einzelne Mitglieder. Die Freien Demokraten in Hasbergen hatten die Frage bereits im Vorfeld der Sitzung aufgeworfen und in diesem Zuge das Projekt abgelehnt. Der Vorsitzende des Bauausschusses, Hardy Fischer (SPD), betonte, dass der Rat den DRK-Neubau ohne Vorbedingungen beschlossen habe. "Wir sehen nach wie vor den Standort an der Tecklenburger Straße", erklärte Heiko Dölling (SPD) für seine Partei. "Daran gibt es auch nichts zu rütteln."  

Fragen müssen erlaubt sein

Susanne Breiwe (CDU) entgegnete, dass die SPD es sich damit zu einfach mache. Ihre Partei unterstütze grundsätzlich den Neubau an der Tecklenburger Straße, allerdings nicht um jeden Preis. Die Frage, was passiere, wenn Zuschüsse ausbleiben, müsse erlaubt sein. Der Umzug dürfe ihrer Meinung nach nur geschehen, wenn eine Förderzusage durch die ZILE vorliegt. Anderenfalls müsse der Umzug aus Kostengründen abgelehnt werden.  

Der CDW-Fraktionvorsitzende Sönke Siegmann sah das ähnlich:  Den Beschluss des Rates bezweifele tendenziell niemand. "Nichtsdestotrotz darf immer dann, wenn es um viel Geld geht, zumindest gestattet sein, darüber nachzudenken, wie es sich verhält, wenn es keine Zuschüsse gibt". Das DRK habe laut Siegmann zudem "mehrfach deutlich erklärt, dass es damit sehr gut leben kann, am alten Standort zu bleiben. Als Ratsmitglieder sind wir auch verpflichtet, Maß zu halten und für faire Verteilung zu sorgen." Klaus Eckert von den Grünen vermisst die Bereitschaft seitens des DRK, sich finanziell einzubringen. Dennoch stimmte auch er dem Antrag zu. 

 


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