Projekt "Gelbe Füße" Präventionspolizistin in der Hüggelschule in Hasbergen zu Besuch

Meine Nachrichten

Um das Thema Hasbergen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Sandra Middelberg von der Polizei unterrichtet die Kinder, wie sie sich im Straßenverkehr verhalten müssen. Foto: Katja SteinkampSandra Middelberg von der Polizei unterrichtet die Kinder, wie sie sich im Straßenverkehr verhalten müssen. Foto: Katja Steinkamp

Hasbergen. Auf den Straßen rund um die Hüggelschule in Hasbergen sehen die Bewohner nun "Gelbe Füße". Vor der bevorstehenden Einschulung sprühten 16 Kinder die neongelben Sicherheitsabdrücke auf die Straßen.

Polizistin und Präventionsbeauftragte Sandra Middelberg besuchte die Einschulungskinder am letzten Tag der Ferien in der Hüggelschule. 16 Kinder saßen in dem Klassenraum und warteten schon gespannt auf die Frau in Uniform. Bereits seit Montag nahmen die i-Männchen an dem Projekt "Gelbe Füße" teil. "Wir machen das schon zum zehnten Mal", sagte die Leiterin des Projekts, Katrin Schmidt.

 Zusammen mit den Kindern ging die Kinder- und Jugendreferentin und weitere Jugendgruppenleiter die Wege um die Schule ab. "Wir haben stehende und laufende Füße auf den Boden gesprüht", erklärte Antonia (6). "Dadurch, dass die Kinder später wissen, welche Füße sie selbst gesprüht haben, werden sie auch den sicheren Weg nehmen", so Schmidt. Seit Montag sprühen die Kinder also fleißig neongelbe Füße auf die Fußwege. 

"Von den Erwachsenen wurde ich schon angesprochen, dass die leuchtenden Füße auffallen und dass sie es toll finden", sagte Schmidt. Und das sei auch notwendig, denn morgens sei der Schulweg sehr hektisch. "Die Eltern bringen die Kinder auf dem Parkplatz nur schnell zur Schule. Das soll nun sicherer werden." Deswegen verlaufen die "Gelben Füße" hinter dem Schulgebäude her, sodass die Kinder nicht über den Parkplatz mit den fahrenden Autos laufen müssen.

Theorie und Praxis

Dann war es soweit. Sandra Middelberg kam in ihrer Polizeiuniform in die Klasse und wurde direkt mit Fragen gelöchert. Gespannt hörten die Kinder zu, was die Polizistin über ihre Uniform erzählte. Katrin Schmidt holte währenddessen eine Karte mit verschiedenen Straßenschildern hervor. "Kennt ihr schon alle die Bedeutungen?", fragte Sandra Middelberg. 

Vieles wussten die i-Männchen schon aus den anderen beiden Tagen, wo sie über Verkehrsschilder gesprochen hatten. Trotzdem wurde ihr Wissen noch einmal aufgefrischt. "Ich spreche mit den Kindern erst einmal darüber, wie sie sich im Straßenverkehr verhalten müssen", sagte die Polizistin. "Und natürlich, wie sie sicher eine Straße überqueren." 

"Wir müssen nach links, dann nach rechts und wieder nach links gucken", erklärte Antonia. Die "Gelben Füße" sind auch vor den Zebrastreifen an der Schule. "Sie machen unseren Schulweg sicherer", sagte Jannik (6). Nach der Theoriestunde zogen die Kinder sich gelbe Warnwesten an. "Wir gehen nun den Schulweg gemeinsam ab", sagte Middelberg. 

Gesagt, getan. Schon liefen die Kinder mit der Polizistin nach draußen. Dort erklärte sie ihnen in der Praxis, wie sie sich auf dem Weg zur Schule verhalten sollen. "Mir hat es sehr gefallen", sagte Jannik. "Aber das Highlight war auf jeden Fall, die Füße aufzusprühen."

Für die Kinder, die diese Woche eingeschult werden, ist das Projekt auch ein ganz besonderes Training: "Sie lernen zum ersten Mal, was es heißt, nicht mehr im Kindergarten zu sein", erklärte Schmidt. Ein neuer Raum, neue Kinder und neue Erwachsene haben sie nun schon einmal kennengelernt. Und mit den "Gelben Füßen" auf dem Schulweg sollte der Schulstart nicht nur sicher sein, sondern auch Spaß machen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN