Karl Bröcker übernimmt ab November Tagespflege am Lohkamp vor Betreiberwechsel

Von Michael Pohl

Gemeinsam mit der künftigen Pflegedienstleiterin Margret Brewie-Trienen (l.) und der Eigentümerin des Hauses Gunda Hischemöller (Mitte) erläuterte Karl Bröcker am Montag die Zukunft der Tagespflege am Lohkamp. Foto: Michael PohlGemeinsam mit der künftigen Pflegedienstleiterin Margret Brewie-Trienen (l.) und der Eigentümerin des Hauses Gunda Hischemöller (Mitte) erläuterte Karl Bröcker am Montag die Zukunft der Tagespflege am Lohkamp. Foto: Michael Pohl

Hasbergen. Weil der Träger der Tagespflege am Lohkamp sich nicht auf eine längere Vertragslaufzeit einlassen wollte, wird die langjährige Einrichtung Ende Oktober geschlossen. Ab November wird die Einrichtung Teil einer Gruppe unter der Leitung von Karl Bröcker.

Bei einem Pressetermin im Garten der bisherigen Tagespflege erläuterten die Verantwortlichen am Montag ihre künftige Zusammenarbeit. „Ich habe zuletzt nur noch Verträge über ein Laufzeit von einem Jahr abschließen können“, begründete die Besitzerin des Gebäudes der Tagespflege, Gunda Hischemöller, ihre Entscheidung, die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Träger aufzugeben. Nach eigenen Angaben ist ihr die Entscheidung nicht leicht gefallen; sie wollte jedoch Planungssicherheit für die Zukunft haben.

St.-Elisabeth-Pflege will sich auf Osnabrück konzentrieren

Zur Zeit betreibt die St- Elisabeth-Pflege die Einrichtung am Lohkamp. Deren Geschäftsführer Franz Paul sprach auf Nachfrage von einer betrieblichen Entscheidung: "Wir wollen uns künftig mit unserem Engagement auf die Stadt Osnabrück konzentrieren." Daher würde als Nachfolge des Standortes in Hasbergen eine Einrichtung im Osnabrücker Ortsteil Nahne entstehen. Dem neuen Betreiber wünschte Paul für die Zukunft alles Gute.

Ab November übernimmt Karl Bröcker mit seinem Team die Versorgung der Patienten. „Wir haben einen Vertrag für die nächsten zehn Jahre“, äußerte sich der neue Leiter zu den vertraglichen Konditionen. Geplant ist laut Bröcker, den alten Baumbestand des weitläufigen Gartens zu nutzen, um eine parkähnliche Atmosphäre zu schaffen.

 „Der Garten bietet sich geradezu an, um dort gemeinsam zu verweilen,“ sagt er.  So könne er sich gut vorstellen,  künftig ein Sommerfest für die Patienten zu veranstalten. Die Pflegedienstleitung vor Ort übernimmt Margret Breiwe-Trienen.

Einrichtung wird unter neuem Namen fortgeführt

Für weiteren Komfort sollen in Zukunft eine großzügige Terrasse und barrierefreie Wege durch den Garten sorgen. Neben diesen baulichen Maßnahmen wird sich auch der Name der Einrichtung ändern. Mit dem künftigen „Domizil Am Lohkamp“ wächst die Gruppe, deren Eigentümer Bröcker ist, auf insgesamt drei Standorte in Hasbergen und Hagen an. Als weitere Standorte betreibt der gelernte Altenpfleger das Rosendomizil in Natrup-Hagen und das Tagesdomizil in Hasbergen.

Im Domizil am Lohkamp werden sich künftig bis zu einem Dutzend Mitarbeiter um die Bedürfnisse der etwa 15 Gäste kümmern. Inhaltlich werde er mit dem Domizil am Lohkamp das Konzept seiner übrigen Standorte fortführen, erklärte Bröcker. Dabei sei es ihm und seinem Team wichtig, den Patienten ein Umfeld zu bieten, das möglichst nah an die eigene Wohnsituation heranreiche.

Um den jetzigen Gästen der Tagespflege und deren Angehörigen die Angst vor den anstehenden Veränderungen zu nehmen, plant Bröcker am 20. September einen Informationsabend im Tagesdomizil an der Schulstraße. Ab Oktober werde dann der häusliche Kontakt zu den bisherigen Bewohnern gesucht, um weitere Fragen zu beantworten.

Besuch nach Anmeldung möglich

Wer darüber hinaus die Einrichtungen von Bröcker besuchen möchte, kann dies nach vorheriger Anmeldung tun. Diese werden für das Tagesdomizil in Hasbergen unter Telefon 05405/6179698 und für das Rosendomizil in Natrup-Hagen unter 05405/6798544 entgegen genommen.

Zum Schluss äußerte Hischemöller ihre Erleichterung, dass mit Bröcker ein renommierter Betreiber von Pflegeeinrichtungen künftig den Betrieb in ihrem Haus übernimmt. Ihr gebe die Versorgung der hilfsbedürftigen Menschen in ihrem Elternhaus viel Kraft für den eigenen Alltag, verriet die Eigentümerin: „Das ist mein soziales Engagement.“


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