Verein gibt Verantwortung ab Museum in Hasbergen unter neuer Leitung

Von Michael Pohl


Hasbergen. Das Museum Geozentrum Hüggel befindet sich seit dem Wochenende in einer Zwangspause. Gleichzeitig gab am Samstag der Kultur- und Verkehrsverein (KuV) die Verantwortung öffentlich an den neuen Museumsverein ab.

In Gegenwart von etwa zwei Dutzend Gästen unterschrieben der erste Vorsitzende des Museumsvereins, Johannes Haunert, sein Stellvertreter Claus Peter Gödecke, sowie die Vorsitzenden des KuV, Gordian Niehenke und Werner Wessel, den Vertrag zur Übergabe des Geozentrums Hüggel. Auf die Frage einer Besucherin nach dem künftigen Standort des Museums, wollte sich Haunert im Anschluss an die feierliche Unterzeichnung nicht näher äußern. Einzig die Information, dass es ein Bauernhaus in Hasbergen sei, dass man fest im Blick habe, ließ er sich entlocken.

Zuvor schilderte Niehenke in einer kurzen Ansprache die geschichtliche Entwicklung des Museums innerhalb der vergangenen 14 Jahre. So erinnerte er etwa daran, dass zunächst nur die fossilen Bestandteile der heutigen Ausstellung zu sehen gewesen seien.

Bedeutung des Museums wird unterschätzt

Dass es in dieser Zeit möglich wurde, eine Ausstellung zu präsentieren, die einen Querschnitt der historischen Entwicklung zeigt, sei nicht ohne das Engagement vieler Helfer möglich gewesen. Daher bedankte sich Niehenke ausdrücklich für diese jahrelange Unterstützung.

Gleichzeitig brachte er sein Bedauern zum Ausdruck, dass die Bedeutung dieser Ausstellung nach seiner Auffassung in der Region vielfach unterschätzt werde. „Das Osnabrücker Land wäre ohne die Nutzung des Eisenerzes nicht dasselbe wie heute“, zeigte sich Niehenke überzeugt.

Sonderausstellung in Ibbenbüren geplant

Auch der zweite Vorsitzende des KuV, Werner Wessel, schilderte kurz seine Gemütslage. Er sei etwas wehmütig, verriet Wessel. Schließlich habe er in den vergangenen 14 Jahren einen Großteil seiner Zeit in das Museum investiert. „Ich hoffe aber, dass der neue Verein das Museum in Hasbergen an anderer Stelle fortführt“, sagte Wessel mit Blick in die Zukunft.

Dem entgegnete Haunert, dass ein Teil der Exponate auch während der Übergangsphase dem Publikum zugänglich blieben. So sei geplant, dass einige Präparate als Sonderausstellung im Bergbaumuseum Ibbenbüren präsentiert würden.


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