Museum in Hasbergen schließt Letzte Öffnung des Geozentrums Hüggel am Samstag

Von Michael Pohl

•Alles andere als ein Schmuckstück: Das Museum Geozentrum Hüggel ist in seiner gegenwärtigen Form kein Besuchermagnet. Wegen der defekten Heizung sind die Exponate von Schimmel bedroht. Foto: Horst Troiza•Alles andere als ein Schmuckstück: Das Museum Geozentrum Hüggel ist in seiner gegenwärtigen Form kein Besuchermagnet. Wegen der defekten Heizung sind die Exponate von Schimmel bedroht. Foto: Horst Troiza

Hasbergen. Am Samstag schließt das Museum Geozentrum Hüggel. Interessierte Gäste können am Nachmittag ein letztes Mal vorbeischauen. Danach findet nach 14 Jahren eine weitere Attraktion der Hüggelgemeinde ihr vorläufiges Ende

Die Anfänge gehen auf das Engagement ehrenamtlicher Mitglieder zurück, wie der Vorsitzende des Kultur- und Verkehrsvereins (KuV), Gordian Niehenke, mitteilte. Seit 2004 sei die Ausstellung in den Räumen der ehemaligen Gaststätte Schierke stetig gewachsen.

Durch Probleme mit der Heizung der Ausstellungsräume habe sich der Verein gezwungen gesehen, gegenüber dem Vermieter die Kündigung auszusprechen, so berichtete Niehenke weiter. Weil die klimatischen Bedingungen sich weiter verschlechterten, sei es nun notwendig, die Exponate zu sichern. Bereits zu diesem Zeitpunkt seien einige Ausstellungsstücke von Schimmel bedroht.

Neuer Verein übernimmt Verantwortung für das Museum 

Wenn das Museum am Samstagabend seine Pforten schließt, endet auch die Verantwortung des KuV für das Museum. Zu diesem Zeitpunkt wird Niehenke die Ausstellungen an den neu gegründeten Museumsverein übergeben. Unter der Leitung von Johannes Haunert und Fabian Müller wird der neue Verein sich um den Erhalt der historischen Stücke kümmern.

Wie Müller auf Nachfrage mitteilte, ist der Verein bereits mit einem Sponsor über die künftige Unterbringung des Museums im Gespräch. Weil aber bis zu einer möglichen Wiedereröffnung noch viele Fragen zu lösen seien, hielten sich alle Beteiligten mit Aussagen zum neuen Standort noch zurück. Klar sei nur, dass das Museum mit seinen für die Region bedeutenden Exponaten in der Hüggelgemeinde bleiben werde, erklärte Müller.

Exponate sind gesichert

Für die Übergangszeit sind bereits Lösungen zum Erhalt der Ausstellungsstücke vorbereitet worden. So würden nach Darstellung des langjährigen Vorsitzenden des KuV, Werner Wessel, die zur Ausstellung gehörenden Dauerleihgaben an deren Besitzer zurück gegeben.

 Die besonders empfindlichen Exponate sollen künftig in einer geplanten Sonderausstellung im Bergbaumuseum Ibbenbüren zu sehen sein. Darüber hinaus hätten bereits viele Mitglieder beider Vereine Räume zur Unterbringung der übrigen Stücke angeboten.

Das Museum Geozentrum Hüggel öffnet vor der Zwangspause am Samstag, 4. August noch einmal von 12 bis 17 Uhr seine Pforten für Besucher.


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