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13.07.2018, 18:13 Uhr WIEDER AUFREGUNG UM SUSANNE BREIWE

Einer Parteichefin unwürdig

Kommentar von Andre Partmann

Eine Nachricht der Hasberger CDU-Chefin Susanne Breiwe an Parteiabweichlerin Iris Huckriede sorgt für erneuten Zoff in der Partei. Archivfoto: Moritz FrankenbergEine Nachricht der Hasberger CDU-Chefin Susanne Breiwe an Parteiabweichlerin Iris Huckriede sorgt für erneuten Zoff in der Partei. Archivfoto: Moritz Frankenberg

Hasbergen. Dass die Hasberger CDU-Vorsitzende Susanne Breiwe eine Abweichlerin persönlich unter Druck setzt, ist einer Parteichefin unwürdig. Ein Kommentar.

Da dachte der geneigte Betrachter der Hasberger Politik bereits, schlimmer könne es in der CDU eigentlich nicht mehr zugehen. Und dann liefert Parteichefin Susanne Breiwe tatsächlich die nächste Posse.

Ihre Anordnung, Iris Huckriede habe doch bitte ihren CDU-Aufkleber vom Auto zu entfernen, ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Hier zeigen sich die so oft beklagten autokratischen Züge in Breiwes Handeln. Sie kann zwischen Sach- und persönlicher Ebene nicht unterscheiden. Ein Aufkleber ist eine freie Meinungsäußerung. Diese zu beschneiden, ist der Chefin einer demokratischen Partei unwürdig. Breiwe mischt sich ins Privatleben einer Bürgerin ein. Dort hat sie nichts zu suchen.

Das „U“ im Namen der Hasberger CDU – es ist längst Makulatur. Von Union kann keine Rede mehr sein, nur noch Grabenkämpfe. Die Partei avancierte zur Splitterpartei mit lediglich vier Sitzen im Rat. Noch schwerer wiegen die persönlichen Verletzungen und Grenzüberschreitungen. Dieses verstörende Verhalten – wie wirkt das auf Bürger, die sich in der CDU engagieren wollen?


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