Seniorenzentrum und Wohngebäude Hasberger Bauausschuss stimmt neuen Bebauungsplänen zu

Meine Nachrichten

Um das Thema Hasbergen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Auf dem Grundstück der ehemaligen Gaststätte zur Rothenburg soll ein Seniorenheim entstehen. Archivfoto: Michael PohlAuf dem Grundstück der ehemaligen Gaststätte zur Rothenburg soll ein Seniorenheim entstehen. Archivfoto: Michael Pohl

Hasbergen. Bei seiner letzten Sitzung hat der Hasberger Bauausschuss Bebauungspläne des neuen Seniorenzentrums an der Rothenburg sowie zwei neuer Wohngebäude Am Plessen besprochen. Der Ausschuss stimmte beiden Plänen einstimmig zu.

Die alte Gaststätte zur Rothenburg soll abgerissen und auf ihrem Grundstück ein Seniorenzentrum gebaut werden. Das neue Gebäude soll etwa elf Meter hoch und zweigeschossig sein und über die Ohrbecker Straße und die L 89 – die Osnabrücker Straße – angefahren werden können.

Anwohner befürchten hohes Verkehrsaufkommen

Die Anwohner des unmittelbar südlich angrenzenden Fliederweges befürchten, dass durch die geplante Zufahrt zum Seniorenzentrum über die Ohrbecker Straße ein erhebliches Verkehrsaufkommen entstehe. Die Straße werde sowohl von Fahrzeugen, die von der angrenzenden L 89 kommen, beansprucht als auch von Fahrzeugen vom Fliederweg, aus Ohrbeck, den umliegenden Siedlungen und Gewerbegrundstücken. Die Anwohner bemängeln zudem, dass die Ohrbecker Straße, über die die Anfahrt zum Seniorenzentrum laufen soll, zu schmal sei, um Platz für zwei entgegenkommende Autos zu gewährleisten. Eines müsse dann über den Bürgersteig ausweichen.

Die Gemeinde entgegnet, dass die knapp über vier Meter breite Fahrbahn der Ohrbecker Straße für den Verkehr ausreiche: Da dort geringer Fußgängerverkehr herrsche, habe es laut der Gemeinde auch in der Vergangenheit dort nie zu Problemen im Verkehrsablauf geführt. Dass durch das Seniorenzentrum und seine neue Zufahrt ein erhöhtes Verkehrsaufkommen entstehe, sehe die Gemeinde nicht: Das Pflegeheim verfüge lediglich über 45 Betten und 16 Stellplätze. Besucher würden sich über den Tag verteilen, sodass es zu keinen Stoßzeiten mit hohem Verkehrsaufkommen komme. Im Gegenteil vermutet die Gemeinde sogar, dass sich gerade in den Abendstunden das Verkehrsaufkommen im Vergleich zum bisherigen Gaststättenbetrieb verringere.

Susanne Breiwe von der CDU sagte, sie könne die Einwände und Sorgen der Bürger nachvollziehen. Zudem sei die Errichtung eines Pflegeheimes für die Anwohner eine ungewohnte Situation.

Löschwasser

Hardy Fischer von der SPD stellte die Frage nach der Verfügbarkeit von Löschwasser im Brandfall im Seniorenzentrum. Laut Ingenieur Matthias Desmarowitz von der Ingenieurplanung Wallenhorst sei es dazu wichtig, Löschwasserzisternen oder Ähnliches auf dem Baugrundstück anzulegen. Das öffentliche Leitungsnetz reiche für eine vollständige Abdeckung nicht aus, könne aber als Unterstützung dienen.

Standort sehr gut geeignet

Klaus Eckert von den Grünen hält den Standort an der Rothenburg für ein Seniorenheim für „sehr gut geeignet“, da er sehr zentrumsnah gelegen sei und zudem Apotheken, Ärzte und Lebensmittelläden in der Nähe seien. „Das ist ein klasse Konzept, das sollten wir machen.“ Der Bauausschuss stimmte dem Bebauungsplan einstimmig zu.

Neue Wohngebäude Am Plessen

Zudem diskutierte der Ausschuss die Grundstückgröße zur Errichtung zweier neuer Wohngebäude Am Plessen. Diese sollen eingeschossig sein und maximal zwei Wohnungen beinhalten. Die Verwaltung schlägt vor, dass das zu bebauende Grundstück 600 Quadratmeter umfassen soll. Der Antragssteller, der dort die Gebäude bauen will, bittet die Gemeinde darum, die Grundstücksgröße auf 500 bis 550 Quadratmeter zu reduzieren. Die 600 Quadratmeter könnten dann erreicht werden, wenn die Zufahrtsfläche des dahinter liegenden Gebäudes zur Grundstücksfläche gezählt werde. Um Fragen der Zuständigkeiten etwa bei Instandhaltung, der Schneeräumung oder dergleichen einfacher klären zu können, bittet der Antragsteller, die Zufahrtsfläche dem anderen Grundstück zuzuweisen. Die zu bebauende Fläche würde in beiden Fällen gleich bleiben.

Der Bauausschuss entschied sich einstimmig dafür, dass das Baugrundstück 600 Quadratmeter umfassen soll.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN